Dienstag, 11. April 2006

Durch die Brille

Als Mediziner geht man ja nicht so gern selber zum Arzt...gestern habe ich mich jedoch mal wieder in eigener Sache an einen Kollegen gewandt. Die "Eigentherapie" ist irgendwie nicht weitergekommen und so habe ich mich mal für eine weitergehende Diagnostik mal an einen Facharzt gewandt.
Irgendwie kommt man sich schon etwas komisch vor, wenn man als Arzt zum Arzt geht...als ob man selber keine Ahnung hat. Naja, um mein Gewissen zu beruhigen bin ich dann mit einer Überweisung zum Lungenfacharzt gegangen.
Nach dem ich einen kurzen Anamnesebogen ausgefüllt habe, saß ich erst mal eine Weile im Wartezimmer fest...Zeit genug um sich durch intensive Lektüre der verschiedenen bunten Blätter wieder auf dem neuesten Stand im Klatsch und Tratsch zu bringen...wer ist mit wem zusammen/getrennt/geschieden?!?
Nach einer dreiviertel Stunde kam ich dann schließlich ins Sprechzimmer. Da mein letzter Allergietest schon eine Weile her war, habe ich mich dann zu einem neuen Test überzeugen lassen. Eine Arzthelferin hatte dann das Vergnügen mir am Rücken und an den Armen verschiedene Testsubstanzen zu injizieren bzw. zu beträufeln...u.a. Lösungen mit Pferde- und anderen Tierepithelien...und natürlich noch je eine positiv und eine negativ Kontrolle. Der Test hatte dann aber nicht ganz das erwartete Ergebnis gezeigt...
Danach hat mir dann eine andere Arzthelferin Blut abgenommen...leider hat sie nicht sofort die Vene getroffen, so daß sie noch ein wenig mit der Nadel "rumgestochert" hat...autsch! Das sollte/müßte man den Krankenschwestern in der Klinik auch mal erlauben, daß sie die Patienten pieksen dürfen! Das würde mir morgens bei der Arbeit auf Station immer eine Menge Zeit ersparen! Das Laborergebnis bekomme ich nun erst in knapp einer Woche.
Schließlich kam ich dann noch zum Vergnügen eines Lungenfunktionstest...im Krankenhaus habe ich schon einige Patienten zu diesem Test geschickt und dann auch die Messergebnisse ausgewertet...aber gesehen oder mal selbst gemacht habe ich sowas auch noch nie! Es ist manchmal doch ganz gut zu wissen, was die Patienten alles durchmachen müssen. Und dieser Funktionstest ist auch nicht so ohne. Ich denke viele Patienten v.a. auch die etwas älteren werden dabei sicher trotz Anleitung etwas überfordert sein. Für den Test mußte ich in eine kleine Zelle steigen - sieht so ähnlich wie eine Telefonzelle früher aus als sie noch Türen und ein Dach hatten - nur kleiner! Dann mußte ich mir - statt eines Telefonhörers - ein kleines Atemrohr in den Mund nehmen durch das ich dann immer ein- und ausatmen sollte. Meine Nase wurde durch eine Klammer dicht gehalten...Das durch den Mundatmen ist doch etwas gewöhnugsbedürftig gewesen. Damit konnten so meine Atemvolumina etc. vor und nach Provokation mit einer Testsubstanz und nach Medikamentengabe gemessen werden. V.a. das forcierte Ausatmen in das Rohr ist doch etwas anstrengend gewesen. Würde mich nicht wundern, wenn der eine oder andere in der kleinen Zelle während der Untersuchung schon mal panisch wird...der Test war bei mir aber soweit völlig normal...so das die ursprüngliche Arbeitshypothese von meinem Kollegen vorerst verworfen wurde, der mich schon auf eine Asthmaschulung schicken wollte...
Nun warte ich noch auf meine Laborergebnisse und werde mich dann vielleicht an einen anderen Spezialisten wenden müssen...


Immer den Durchblick behalten

Freitag, 7. April 2006

Die Entdeckung der Trägheit

Tja, haben wir uns das alle so vorgestellt? Jetzt arbeitet man und verdient Geld damit man es in der Freizeit ausgeben kann? Schön wär's...
Mittlerweile ist es richtig schwer geworden seine Freizeit einigermaßen zu gestalten. Ich muß meinen Dienstplan fast zwei Monate im voraus planen. Spontane Aktionen müssen dann schon mal daran glauben. Immerhin werden dann meist auch die eigenen Dienstwünsche für die weitere Planung berücktsichtigt. Wer hätte gedacht, daß ich mein Leben jemals so weit im voraus gestalten würde...
Aber es kommt schon häufiger vor, daß so unsereiner arbeiten muß während die Freunde und Bekannten frei haben. Was mir sonst auffällt...man wird bequem und faul! Man überlegt sich heute eher dreimal, ob man nun auf zwei Stunden weniger Schlaf verzichten soll oder doch die Trägheit hinter sich läßt und stattdessen noch zwei Bierchen trinken geht. Während man früher doch öfter mal spontan unter Woche mal noch kurz irgendwo was trinken geht, wird heute bei vielen eher die TV Couch im heimischen Wohnzimmer bevorzugt. Selbst Treffen welche schon länger im voraus verabredet worden sind enden oftmals schon kurz nach 22 Uhr wegen kollektiver Ermüdung der Teilnehmer. V.a. bei Leuten die Freund bzw. Freundin haben ist das der Fall, wo auch schon mal die Müdigkeit des Partners plötzlich auf einen selbst rüberspringt. Und als Alleinstehender guckt man da schon dumm aus der Wäsche. So muß man am besten auch sein Freizeitaktivitäten bereits einige Wochen im voraus planen damit man sich auch mental darauf einstellen kann. Hinzu kommt leider, daß man inzwischen beruflich bedingt teilweise etwas weiter entfernt voneinander wohnt.
Glücklicherweise gibt es aber immer wieder Ausnahmen...so konnte ich letzte Woche mal wieder mit einer Freundin eine kleine Sischa in einer neuen Oriental Lounge genießen...

Montag, 3. April 2006

Klinikwahrheiten

Nach einem langen Arbeitstag bin ich nun endlich zu Hause...da heißt es ja so schön am Wochenende passiert ja nicht soviel im Krankenhaus...
Ich hatte heute - also genau genommen gestern am Sonntag - meinen ersten richtigen "Tagdienst" d.h. ich war mit einer Kollegin zusammen für die ganze Medizinische Klinik "verantwortlich". Der fiel dann doch etwas länger aus...während eines Dienstes muß man alle Neuzugänge aufnehmen und versorgen, auf den Stationen ggf. Blutabnehmen, Braunülen legen und i.v.-Medikamente verabreichen, und man wird bei Bedarf von den Schwestern angefunkt, wenn noch sonstige Anordnungen zu machen sind oder ein Notfall eintritt. Ich war fast durchgehend in der Notaufnahme beschäftigt und jedes Mal, wenn ich dachte den Patient habe ich erstmal versorgt, da stand schon der nächste im Untersuchungsraum! Und so ein Piepser in der Tasche raubt einem wirklich jede Freiheit! Da wird man manchmal von bis zu drei Leuten gleichzeitig angefunkt damit man doch mal bitte vorbeikommt. Und als noch sehr unerfahrener Assi rennst du dann auch sofort von einem Brandherd zum nächsten, der dann natürlich am anderen Ende des Hauses liegt.
Naja, da lernt man am meisten! Eine andere junge Kollegin hatte mich ein paar Tage zuvor schon auf das Schlimmste vorbereitet - da ihr letzter Dienst so stressig war - und nachdem es beim Nachtdienst zuvor ruhig gewesen ist und in der Klinik viele leere Betten auf jemanden warten, habe ich es schon geahnt...Natürlich mußte ich nebenher noch meine Station visitieren...und wenn man da die Patienten nicht kennt, dauert es eben noch mal doppelt so lange!?! Tja, während meiner regulären Dienstzeit habe ich es so selbstverständlich nicht mehr geschafft...und so habe ich dann noch ein paar ältere Damen kurz aus Bett geholt, um sie wenigsten mal kurz gesehen zu haben...
Zwischendrin habe ich dann vor lauter Patienten echt mal den Überblick verloren...und jedes mal immer das ungute Gefühl bei einem Patienten was vergessen zu haben...so bin ich dann dauernd auf die verschiedenen Stationen gerannt, um mich zu vergewissern das ich alles richtig gemacht habe.
Morgen habe ich nun nach drei Monaten in der Klinik einen "Einführungstag für neue Mitarbeiter"...mal gucken, was das für eine Veranstaltung wird...

Sonntag, 26. März 2006

Frankfurter Würstche

Man sollte etwas von der Welt sehen solange man die dazu Zeit hat. Deshalb habe ich letzte Woche mit zwei Freunden mal einen Tag in Frankfurt verbracht. Bei strahlendem Sonnenschein - aber frischen Temperaturen - war so ein wenig shoppen in der Zeil, ein wenig spazieren am Mainufer und auch etwas Kultur bei einem Besuch im Deutschen Filmmuseum angesagt, wo es derzeit eine Greta Garbo Ausstellung zu sehen gibt. Erstaunlich wie sauber die Stadt gewesen ist, wenn man im Vergleich dazu seit Wochen die zugemüllte Innenstadt in Mannheim schon fast gewohnt ist...



Frankfurter Skyline durch eine Camera obscura betrachtet...



...Spiel mit den Kulissen - früher war es ja üblich, daß auch die weiblichen Rollen von Männern besetzt wurden...



...Kunst für fleißige Toilettengänger...



...nachmittags vor den Cafés am Römer...



...Tourist mit einheimischen Kneipen-Tour-Guide...



...Dem Wahren Schönen Guten an der Alten Oper

Samstag, 25. März 2006

Tod im Garten



Unser Haus liegt im "Geflügelpest Beobachtungsgebiet". Diese Woche fand ich nun zufällig in unserem Garten diesen toten Vogel. Tja, was tun? Ein kurzer Anruf bei der Polizei brachte schließlich Aufklärung...ab in die Mülltonne! Nur größere Vögel v.a. Wasservögel wie Enten, Schwäne etc. sind anscheinend zu melden. Da will ich mal hoffen, daß der kleine Piepmatz nicht krank gewesen ist und womöglich noch jemanden angesteckt hat...

Freitag, 24. März 2006

Streik

Nach den Müllmännern streiken seit geraumer Zeit auch die Ärzte in Deutschland für bessere Arbeitsbedingungen und bessere Bezahlung. Neben den angestellten Ärzten der Universitätskliniken zieht heute auch gezielt die niedergelassene Ärzteschaft auf die Straße, um auf ihre derzeitige Lage aufmerksam zu machen.



So sieht es aus, wenn mal die Müllabfuhr einige Wochen nicht vorbeikommt. Die Stadt gleicht wirklich einer Müllkippe. Gut, daß es derzeit noch relativ ist und der Abfall noch nicht in größerem Ausmaß zu neuem Leben erwacht.



Wie wird es wohl aussehen, falls mal wirklich keine Ärzte mehr arbeiten? Werden sich die Kranken auch auf der Straße sammeln?

Donnerstag, 16. März 2006

Sweet 16

Neulich in einem der schlauen Elektrofachmärkte...ich war gerade mit meinem kleinen Bruder unterwegs. Beim Stöbern in der DVD-Abteilung habe ich dann einen preisgekrönten - immerhin beim Grand Prix von Cannes 2004 - koreanischen Tarantino-Verschnitt in der Doppel-DVD Special Edition zu einem günstigen Preis gefunden und wollte ihn dann auch gleich kaufen. Gehe so an eine Kasse um zu bezahlen...plötzlich murmelt die Verkäuferin irgendetwas unverständliches mit "Sechszehn"...ich erst mal gar nix kapiert, was sie wollte...und sie sagt schon wieder etwas halb in sich hinein von wegen "Sechszehn"...ich dann daraufhin..."Hier steht aber 9,99 EUR auf dem Ettikett!"...sie guck mich mit großen Augen an...wir haben gerade völlig aneinander vorbeigeredet..."Nee!"...von wegen der Film ist erst ab 16 Jahren freigegeben und ob ich denn überhaupt schon 16 Jahre alt bin!?!
Tja, das ist mir ja noch nie passiert, daß ich beim Einkaufen oder sonst wo nach meinem Perso gefragt werde...höchstens in den USA mußte ich mich andauernd beim Bier holen im Liquor Shop ausweisen...ich hatte in dem Moment, aber auch überhaupt nicht damit gerechnet, daß ich noch nicht für volljährig angesehen werden könnte, geschweige daran gedacht, daß der Film erst ab 16 Jahren sein könnte...naja, ich bin nun auch schon eine Weile aus dem Alter raus...danach habe ich dann überlegt, ob ich ihr nun meinen Führerschein, den demnächst auslaufenden Studentenausweis oder gar den blauen Arztausweis vorzeigen soll...schließlich habe ich ihr doch nur den normalen Perso in die Hand gegeben...

Mittwoch, 15. März 2006

Start in die Grillsaison

Letztes Wochenende war es endlich wieder soweit...die diesjährige Grillsaison wurde stilgerecht eingeläutet! Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und zuvor leichten Schneefall haben wir es geschafft den Grill anzufeuern...mit Hilfe eines großen und stabilen Kinderkochbuches konnten wir schließlich nach Einbruch der Dunkelheit die Glut entfachen!
Zwischen den Gängen haben wir uns dann im Wohnzimmer am Kaminfeuer etwas aufgewärmt, wobei es eigentlich draußen ging mit der Kälte. Teilweise sind uns jedoch die Teller mit dem Grillgut festgefroren, was aber keinen Hindernisgrund darstellte unser Vorhaben nicht durchzuführen. Leider war der Großteil des Schnees bis zum Abend bereits wieder verschwunden. Aber es war trotzdem ganz nett mit einem kleinen Schwarzwälder Bierchen in der Hand auf Terrasse am Grill zu stehen. Die Mädels sind natürlich gar nicht erst aus dem Haus gekommen...eine Freundin mußte uns leider auch wegen Magenschmerzen bereits frühzeitig verlassen, vorher ist einer wegen Grippe gar nicht erst hergekommen. Trotz allem haben wir es irgendwie fast geschafft den Einkauf für eingeplante sechs Personen zu viert aufzuessen...wobei ich den Nachtisch dann doch etwas kleiner halten mußte...

Es gab so trotz Fastenzeit einen siebengängigen Menüplan mit hauptsächlich gegrillten Gängen...

~ Gemischten Salat mit Gran Padano in Joghurt-Senf-Dressing
~ Ofenkartoffeln in Buttermilch mit Ziegenkäse und Mozarella gratiniert
~ Chicken Wings in Honig-Chili-Marinade
~ Rumpsteak im Champignon-Speck-Mantel mit Orangen in Cointreau
~ Lammkotelettes in Knoblauch-Marinade mit Salsa verde
~ Lachs
in Folie mit Ingwer und Sojasoße
~ karamellisierte Bananen mit Schokolade und Honig in Rum flambiert

Ich hoffe mal, daß der nächste Grilltag nicht mehr all zu fern ist!


Hier kommt die Glut...


...Geflügelpestkeime fachgerecht auf dem Grill inaktiviert...


...Fleischeslust auf dem Schneidebrett...


...und noch was aus dem Backofen!

Sonntag, 5. März 2006

Vogelgrippe im Schneegestöber



Kaum zu glauben, daß man sich bei dieser winterlichen Idylle mit Präventionsmaßnahmen gegen eine Tierpest beschäftigen muß. Nun ist also die Vogelgrippe auch in Deutschland angekommen und ich bin natürlich mittendrin im Sperrgebiet. Naja, nicht ganz aber ich wohne hier im erweiterten Kontrollgebiet und muß auf dem Weg zur Arbeit durch den 3 km durchmessenden Überwachungsbezirk fahren. Ansonsten sind mir unterwegs bisher noch keine Warnschilder oder größere Sperrmaßnahmen auf den Straßen aufgefallen...immerhin wird in der Stadt trotz Streik wieder der Müll entsorgt...
Aufgrund des starken Schneefalls habe ich am Freitag für die knapp 6 km über den Rhein fast eine Stunde mit dem Auto gebraucht! Auf den Straßen gab es viel Blechschaden, wobei meist die teuren Autos aus Stuttgart oder München beteiligt waren, die ja eigentlich - Technik sei dank - bei jedem Wetter sicher zu fahren sein sollen...ein bayrisches Fahrzeug ist sogar gar nicht erst von Parkplatz runtergekommen, weil es auf dem Schnee keinen Grip auf die Hinterräder bekommen hat...mein kleiner roter Golf hat auch ständig auf der schneebedeckten Fahrbahn sein ESP aktiviert und ich bin teilweise ganz schön geschlittert...



Passenderweise bin ich nun seit ein paar Tagen auch schon etwas kränklich und habe diese Woche schon zwei Nachdienste hinter mir. In der kommenden Woche muß ich noch einmal nachts ran und habe dann erstmal wieder ein paar Tage am Stück frei. Wahrscheinlich ist bis dahin aber die Schneelandschaft schon wieder zu Matsch geworden. Falls nicht werde ich mal endlich mal wieder meinen alten Schlitten aus dem Gartenhäuschen holen und einen Hügel runtersausen!



Donnerstag, 2. März 2006

Fasten your belly

Nach der Fasnacht kommt nun die Fastenzeit...während der letzten Woche habe ich es mir ja so richtig gutgehen lassen und war fast täglich zum Essen aus...
Nachdem ich zuvor mit meiner Familie schon ein Chinarestaurant in der Nähe aus probiert habe. Bin ich letzte Woche mit ein paar Freunden in einen anderen Chinapalast gegangen. Dort gab es ein riesiges Büffet, was seinen Namen wirklich verdient hat. Man hatte neben dem "normalen" Essen auch die Möglichkeit sich aus frischen Zutaten - Fleisch, Fisch, Gemüse - und verschiedenen Soßen nach Belieben ein Gericht auf einer heißen Platte zubereiten zu lassen. Mongolisches Barbeque hat sich das dann genannt. Aufgrund der Vielfalt des Angebots war es schier unmöglich - auch für mich als guten Esser - sich einmal quer durch das Büffet zu schlagen...den Nachtisch habe ich so nicht einmal angerührt, weil ich schon so voll war...lekker war es diesmal aber trotzdem!
Ansonsten habe ich mir die Woche mehrmals so richtig gutbürgerlich den Bauch vollgeschlagen. In meiner alten Studentenstadt gibt es eine nette Gaststätte, wo man relativ günstig ein Tagesmenü bestellen kann. So habe ich mir mal ein Rumpsteak mit Zigeunersoße gegönnt. Dazu gab es vorher eine Champignonsuppe und einen gemischten Salat. Diesmal war das Essen leider nicht wirklich der Reißer. Ursprünglich wollten wir aber auch Schnitzel essen gehen. Bei mir daheim gibt eine kleine Klause, wo man so richtig gute Schnitzel bekommt. Da ich zufällig Besuch hatte, habe ich ihn dann gleich mal dahin geschleppt. Ich gönnte mir da ein riesiges Schnitzel mit Paprika und Soße. Aber auch Die Variante mit Zwiebelsoße ist sehr zu empfehlen. Dagegen war der Handkäse mit Musik leider etwas durchschnittlich, da er zudem nicht aus echten Handkäse zubereitet worden ist.
Da man nicht genug Schnitzel essen kann, haben wir es aber die doch noch in das beliebte Schnitzelhaus schafft! Dort kann hat mit 100 verschiedenen Schnitzelvariationen die Qual der Wahl! Und man soll es kaum glauben, aber einen Großteil habe inzwischen mit einigen Leuten schon ausprobieren können...im Gegensatz zu manchen meiner Freunde bestelle ich auch nicht immer dasselbe Schnitzel, sondern nehme jedes Mal eine neue Variante. Diesmal habe ich mich für das Pfälzer Metzger Schnitzel. Dabei wird das Schnitzel mit Pfälzer Bratwurstbrät gefüllt. Natürlich gibt es dazu noch einen Berg Pommes und einen gemischten Salat serviert.
Zum Wochenabschluß gab es dann auf einer Geburtstagsfeier so richtig lekkere Rollbratenvarianten vom Metzger. Dazu gab es natürlich auch noch ein Büffet mit Salaten, Kuchen etc. und als exotisches i-Tüpfelchen noch eine cremige Zitronengrassuppe. Meine bekannten Besuche bei königlichen Bullettenbräter lasse ich hier mal unerwähnt, wobei es derzeit lustige Spielzeugfiguren zu jedem Kindermenü gibt...
So gestärkt starte ich nun in die Fastenzeit und meine neue Arbeitswoche mit drei Nachtdiensten...


Mittwoch, 1. März 2006

Medizinischer Aschermittwoch

Die Zeit des beschaulichen Handels ist jetzt vorbei! Schneller als geplant war es nun für mich endlich soweit...ich mußte meine ersten Dienste in der Klinik absolvieren. Letzte Woche hat es schon mit zwei Tagdiensten angefangen. Als Neuling hat man ja meistens das Glück, daß man sich zuviel Gedanken darüber macht und am Ende war es doch wie in meinem Fall relativ ruhig in der Notaufnahme...Anfängerglück eben!
Mein erster Wochenend-Einsatz war da schon etwas spannender als plötzlich mit lauter Angehörigen konfrontiert wurde. Neben wirklich netten Leuten hatte ich leider auch mit einigen Menschen zu tun, welche meinen alles schlecht machen zu müssen was man macht und selbstverständlich auch alles besser wissen. Dummerweise konnte ich ihnen auch nicht immer gleich eine kompetente Antwort auf die vielen Fragen geben, was mir bei 35 verschiedenen Patienten auf Station doch noch erhebliche Schwierigkeiten macht. Da ich außerdem unter der Woche nicht arbeiten mußte, konnte ich so auch nicht beurteilen wie sich der Krankheitszustand der Einzelnen so verändert hat. So bin ich an dem Tag doch ziemlich "geschwommen"...immerhin haben alle das Wochenende wohlbehalten überstanden...am folgenden Montag durfte sich dann eine Kollegin von mir noch gleich eine Beschwerde wegen mir einfangen...
Gestern hatte nun erstmals das Vergnügen nachts arbeiten zu müssen. Diesmal war ich etwas mehr beschäftigt als bei meinen Tageinsätzen...so habe ich sicher die erste Hälfte der Nacht fast ausschließlich in der Notaufnahme gestanden, weil dauernd jemand neues gekommen ist sobald ich mit einem Patienten fertig gewesen bin. Natürlich wurde währenddessen auch ständig von den Station angepiepst, weil dort noch was zu machen war...ich muß schon sagen so ein Piepser kann richtig nervig werden, wenn das Ding dauernd Geräusche von sich gibt...und wenn man sowieso schon aufgeregt ist, macht einen dieses schrille Gepiepse während man noch mit was anderem beschäftigt ist teilweise noch verrückter...
Naja, ich habe es soweit ganz gut überstanden und darf nun am nächsten Wochenende schon wieder nachts ran...

Montag, 27. Februar 2006

Rosenmontag

Karneval fällt dieses Jahr mal wieder ins Wasser, da ich über die tollen Tage diesmal arbeiten darf...dabei habe ich mir dieses Jahr sogar mal Kostüm besorgt, welches auf dem Medizinerfasching schon ganz gut ankam.
Naja, nächstes Jahr muß ich mir mal merken, wann denn eigentlich die Fasnachtzeit genau ist, damit man es mal einplanen kann. Eigentlich bin ich ja nicht so der Faschingsmensch, aber wenn man arbeitet ist daß natürlich eine nette Abwechslung. Und sucht man nicht immer mal einen Grund zum Feiern?!? Wenn ich am Samstag nach etwas weniger als vier Stunden Schlaf nicht noch etwas zu müde vom Dienst gewesen wäre, hätte ich mich wohl noch abends in Mainz ins Faschingsgetümmel gemischt.
Immerhin habe ich an dem Tag noch etwas vom Mannemer Strassenfasching mitbekommen als sich einige Karnevalsvereine schon für den nächsten Tag auf der anderen Rheinseite fit gemacht haben und mit lauter Guggemusik durch die Planken und um den Wasserturm gezogen sind.
In diesem Sinne noch ein dreifaches: "
Ahoi! Helau! Alaaf!"



Sonntag, 19. Februar 2006

Doctorissimo

Gestern fand in der Neuen Aula die feierliche Verleihung der Promotionsurkunden statt. Zunächst sprach der Prorektor Prof. Tröger ein kurzes Grußwort im Namen des Rektorats mit der Bitte auch nach dem Studium weiterhin mit der Universtität verbunden zu bleiben. Unter musikalischer Untermalung durch einen Pianisten und einem weiblichen Geigenquartett überreichten schließlich die beiden Dekane der medizinischen Fakultäten in Mannheim und Heidelberg die langersehnten Urkunden an die Promovenden.
Zuerst wurden die besten Doktoranden des Jahres ausgezeichnet und ein Preisträger hielt einen kurzen Vortrag über seine prämierte Arbeit aus der Malariaforschung. Anschließend wurden dann noch die restlichen Absolventen aufgerufen.
Nach der Verleihung gab es im Foyer der Neuen Universität, welche Dank einer großzügigen Spende der amerikanischen Botschaft gebaut werden konnte, einen großen Sektempfang.
Schon während der Zeremonie hat man viele bekannte Gesichter aus dem Studium wiedergesehen und so konnte ich danach noch gemeinsam mit meinen ehemaligen Kommilitonen auf unsere abgeschlossene Promotion anstoßen. Da man sich nach dem Studium und jetzt während der Arbeit doch teilweise etwas aus den Augen verloren hat, war es ein schönes Wiedersehen zu diesem feierlichen Anlaß. Unten seht ihr ein Bild von glücklichen frischen Doktoren mit dem Mannheimer Dekan Prof. van Ackern.

Sonntag, 12. Februar 2006

Gourmet

Daß Kantinenessen oftmals nix ist bestätigt sich immer wieder. Im Moment esse ich regelmäßig verkochte Kartoffeln oder undefinierbare Aufläufe ohne Geschmack...
Aber als verwöhnte Zunge ist man ja heutzutage richtig wählerisch was gutes Essen angeht. Bei den regeläßig unregelmäßig stattfindenden Kochabenden meiner Kochgruppe versucht man sich jedesmal auf's Neue mit kulinarischen Genüssen zu übertreffen. Sei es mit selbstgemachter Pasta oder edlem Rinderfilet.
Da wundert es einem wohl kaum, daß man in Restaurants dann ähnliche Erwartungen stellt - zumal es dort ja richtig professionell zugehen sollte. Letzte Woche hatte ich so mal wieder das Vernügen zwei mir bis dato unbekannte Gaststätten zu besuchen. Zuerst ein gutbürgerliches Restaurant mit sowohl deftigen, aber auch klassischen Gerichten. Es muß ja nicht immer etwas ausgefallenes sein. Auch ein gut zubereitetes Schnitzel kann einen hungrigen Magen befriedigen. Und einfache Sachen sind ja oftmals auch die leckersten! So habe ich mir ein großes Schnitzel mit Speck und bunten Gemüse und Bratkartoffeln schmecken lassen.
Vorgestern habe ich mich dann auf ein chinesisches Büffet gestürzt. Das Problem bei Büffets ist ja eigentlich, daß man meist mehr ißt als man eigentlich kann. Und wenn man dann noch die Qual der Wahl hat, will man natürlich auch möglichst viele verschiedene Dinge probieren. So endet es meist, daß man hoffnungslos "überfressen" die Lokalität verläßt...statt mit Wohlbefinden mit leichtem Unwohlsein...
Naja, ganz so schlimm war es diesmal nicht...wie gesagt an eine geschmacksverwöhnte Zunge läßt man nicht alles ran. Also habe ich mir diesmal insbesondere eine gebratene Ente und Garnelen genehmigt. Den gebackenen Rotbarsch fand ich letztendlich zu trocken zu aufessen genauso wie alle anderen gebackenen oder fritierten Sachen...ob es am Koch oder an der langen Aufbewahrungszeit auf dem Büffettisch lag?
So hoffe ich, daß es demnächst mal wieder ein inspirierendes Kochtreffen gibt...in diesem Sinne: Mahlzeit!

Freitag, 10. Februar 2006

Von hier an blind

Diese Woche habe ich wieder im Klinikalltag aufgenommen. Nach einem kurzem Gastspiel auf der Privatstation bin nun auf meiner ursprünglichen internistischen Station gelandet. Als "Anfänger" ist es ziemlich unübersichtlich eine Station zu führen. Glücklicherweise bin ich im Moment noch nicht alleine verantwortlich und habe bisher noch einen wenigstens etwas erfahrerenen Doc an der Seite...Leider läuft das im Klinikalltag aber nicht so unkompliziert wie es sich vielleicht anhört. So standen auf dem Dienstplan zwar vier Leute für die Station drauf, wir waren letztendlich aber doch nur zu zweit für die 34 Patienten zuständig.
Am Montag war es deshalb etwas chaotisch für mich, da auch noch die Chefvisite auf dem Plan stand, ich natürlich keinen einzigen Patienten kannte und auf der neuen Station noch nicht wußte - und auch noch immer nicht genau weiß - wie alles so dort abläuft...
Naja, derzeit werde ich ja noch "geschont"...ich will dabei auch keinem Kollegen weiter auf die Last fallen, wenn ich sie/ihn dauernd mit Fragen bombardiere. Was oft nicht so einfach ist, da meist die Zeit fehlt einen richtig durch's Haus zu führen oder einzelne Klinikabläufe zu erklären z. B. wie bzw. was man bei solchen und solchen Patienten routinemäßig durchführen muß...
Da muß muß man schon hoffen, daß man auf eine nette Kollegin trifft, die einem sowas dann mal erläutert...was auf der neuen Station ganz gut ist, da der Oberarzt täglich noch mal vorbeischaut, um eine kurze Kurvenvisite zu machen bei der man offene Fragen klären kann.
Aber als Neuer ist man natürlich auch irgendwie erstmal der A... vom Dienst...und dies sogar wortwörtlich!?! So wurde während meiner Abwesendheit natürlich kurzum beschlossen, daß ich jetzt im Februar noch zwei weitere Dienste übernehmen muß...beim nächsten Mal werde ich mich sicher nicht ohne längere Diskussion auf sowas einlassen. Im Moment will ich es mir ja nicht schon mit den Leuten verscherzen, aber die Art und Weise ist natürlich von den anderen nicht in Ordnung! Bei der Arbeit ist sich halt jeder selbst der nächste...so muß ich eben über die Faschingszeit zusätzlich arbeiten...bin ja mal gespannt, was da so in die Notaufnahme kommt.
Gestern habe ich dann auch schon einmal einen kurzen Einblick bekommen, was ich da für Patienten im Haus empfangen könnte...ältere Menschen, die nicht anamestizierbar sind, schwer krank - natürlich multimorbide - und nur mit großer Mühe zu untersuchen. In solchen Situationen ist dann selbstverständlich auch niemand weit und breit, der einem weiterhelfen kann. Schließlich kam dann noch ein etwas erfahrerener Kollege dazu, der jedoch auch kürzlich erst hier in der Klinik angefangen hatte. Gemeinsam haben wir es dann irgendwie geschafft die Patientin fertig für die Station zu machen...
Ich muß jetzt mal gucken, daß ich in der nächsten Woche mal etwas öfter in die Notaufnahme komme damit ich für meine Dienste etwas fitter werde...man ist zwar dann nicht alleine verantwortlich im Haus, aber der zweite Diensthabene ist wohl meist auf der Intensivstation beschäftigt, so daß du im Zweifelsfall auch wieder alleine da stehst...


Montag, 30. Januar 2006

Das Jahr des Hundes

Letztes Wochenende hat laut chinesischem Mondkalender das Jahr des Hundes begonnen! In China wird das mit der ganzen Familie, viel Essen und Feuerwerk gefeiert! Wir haben das am Sonntag ganz gemütlich daheim mit einem chinesischem Fondue zelebriert.
Dafür waren die vorherigen Tage bzw. besser Nächte etwas aufregender...
Am Freitag habe ich wie schon mal erwähnt mit ein paar Kollegen und Mitpromovenden auf dem Medizinerfasching die fröhliche Karnevalszeit eingeläutet und einen Grund zum Feiern gibt's ja immer. Nachdem wir uns am Mittwoch kurzentschlossen für das Motto "Wir sind Papst" entschieden haben, wollten wir uns passend zu unseren Papstkostüm noch etwas "originelles" einfallen lassen. So entstand dann am Donnerstag beim Pastaessen bzw. beim kleinen Bierchen die Idee auf der Faschingsfete kleine Flyer mit "Ausschnitten" der neuesten Enzyklika zu verteilen...so á la Liebe ist...am Ende kam jedoch die Aktion heraus Kondome auf der Party zu verteilen...
Was anfangs wie eine Schnapsidee klang, wurde dann jedoch Dank tatkraftigen Einsatz von einem Papst tatsächlich in die Wirklichkeit umgesetzt, der es doch echt geschafft hat etwa 200 Kondome zu organisieren...
Nach einem kleinem Warming-up daheim ging es dann gegen 22 Uhr los Richtung Mensa, wo die Fete standfinden sollte. Dort haben wir uns dann aufgemacht, um unsere Mitbringsel unter die Frauen zu bringen und nebenher noch etwas Geld für den guten Zweck zu sammeln, was doch teilweise richtig gut geklappt hat.
Natürlich haben wir dabei das Feiern nicht vergessen und haben uns sogar auf die Karaokebühne getraut um u. a. "Losing my religion" bzw. " Tanze Samba mit mir" zu performen...eigentlich wollten wir noch "Like a virgin" versuchen, aber da war dann die Party plötzlich auch schon vorbei.
Nach einem kurzem Besuch in der Notaufnahme des Uniklinikums, ging es dann aber noch in einer WG mit Karaoke dank einer Playstation weiter...
Tja, irgendwann gegen 6-7 Uhr muß ich dann wohl dort auf einer Couch eingepennt...gegen 9 Uhr mußte ich dann mal die sanitären Anlagen etwas näher inspizieren...mir war schon seit langer Zeit nicht mehr so schlecht wie an diesem Morgen, obwohl ich den ganzen Abend über eigentlich nur noch Bier getrunken habe...und danach ging es dann irgendwann mit der Bahn wieder heim...in der Bahn hatte ich echt zu kämpfen in der stickigen Heizungsluft nicht noch meinen nicht-mehr-vorhandenen Mageninhalt zu entleeren...der Vorschlag noch eine Burgerbude mit dem goldenem M zu besuchen wurde deswegen auch erst mal auf Eis gelegt...nachdem ich zunächst meine Haltestelle verschlafen hatte, habe ich dann schließlich kurz vor 12 mein zu Hauses erreicht und habe mich nach einer kurzen Dusche endlich in mein Bett legen können...
Denn ursprünglich geplanten Rodeltrip am Nachmittag konnte leider nicht mitmachen...so hat mein Jahr des Hundes mit einem Kater angefangen!


Freitag, 27. Januar 2006

Night of the proms

So nun ist es auch offiziell...ab heute darf ich mich überall als Dr. med. vorstellen. Vorhin lag in meiner Post schon meine vorläufige Promotionsurkunde. Am 18. Februar findet dann noch die feierliche Überreichung der Urkunde durch den Dekan der Universität mit einem kulturellen Rahmenprogramm statt.
Heute Abend kann ich schon mal auf dem Heidelberger Medizinerfasching mit ein paar Leuten vorfeiern...wird sicher ein feucht-fröhlicher Abend!

Donnerstag, 26. Januar 2006

Schneetreiben!

Nachdem ich in der vergangenen Woche noch meinen Behördenmarathon absolviert habe, kann ich nun diese Woche mal wieder entspannt mit Freunden auf Tour gehen...
Da kommt es mir auch ganz gelegen, daß es nach langer Zeit mal wieder so richtig geschneit hat. Als ich gestern in den Zug nach Hause gestiegen bin, konnte ich noch nicht ahnen, daß mein Auto auf dem P+R Parkplatz bereits Zentimeter dick mit Pulverschnee beddeckt war. Ich hoffe nun der Schnee mal etwas länger liegen damit man mal wieder Schlittenfahren gehen kann. Nachdem es letztens aufgrund akuten Schneemangels schon ins Wasser gefallen ist. Jetzt werde ich mal den Schlitten aus dem Gartenhaus holen und mal rodelfest machen.


Dienstag, 17. Januar 2006

Praxistest

So da habe ich nun meine ersten beiden Wochen in der Arbeitswelt hinter mir. Noch ist alles ziemlich neu...die Klinik, die Kollegen, die unzähligen Krankenschwestern- und pfleger, viel Bürokratie, noch mehr Anforderungszettel, lauter exotische Medikamentennamen und natürlich viele viele Patienten! Als Berufsanfänger wurde ich bisher von meinen erfahrereneren Kollegen ganz gut betreut. Hoffentlich werden mein Chef und die Oberärzte auch noch etwas nachsichtiger sein, wenn ich meine ersten Dienste übernehmen werde. Ich muß nun mein Medizinerwissen mal wieder etwas auffrischen. Auch so praktische Dinge wie Blutabnehmen oder venöse Zugänge legen muß man wieder üben v. a. bei älteren Patienten mit schlechten bzw. keinen Venen. An jeder Klinik läuft es jedoch auch immer etwas anders, so daß ich mir erstmal anschauen muß wie das hier im Haus gehandhabt wird.
Bisher war ich noch auf keiner festen Station eingeteilt worden, aber im Februar werde ich wohl bis auf weiteres auf die größte internistische Station des Hauses kommen. Meine Kollegen scheinen bisher alle sehr nett zu sein. Ich hoffe, daß es auf der neuen Station auch so ist. Ansonsten habe ich in der Klinik zufällig ein paar alte Bekannte von meiner Schulzeit wiedergetroffen, die auch dort arbeiten!
Im Moment habe ich nur eine halbe Stelle. Ich finde das aber nicht so schlimm, da ich so noch ein wenig die Freizeit nutzen kann bevor es dann Ende Februar richtig mit Nachtdiensten etc. losgeht. Ich hoffe dann, daß ich spätesten nach der Fußball-WM dann einen Vollzeitvertrag bekomme.
Ansonsten kommen plötzlich die Stellenangebote - jetzt da ich einen Job angenommen habe - fast wie am Fließband. Unglaublich oder? Innerhalb von einer Woche kamen so noch drei Stellenangebote. Bei noch über 20 offenen Bewerbungen wird sicher noch das eine oder Angebot zurückkommen. Da kommt man dann natürlich ins Grübeln, ob man noch die Stelle wechseln soll. Gegen Ende dieser Woche muß ich mich für etwas entscheiden...
Naja, ich werde wohl vorerst hier bleiben und mich mal wieder in den Klinikalltag gewöhnen. Ich denke, daß ich mich nun einfacher von einer Stelle wegbewerben kann, wenn ich schon etwas Beruferfahrung habe.
Ich habe nun erstmal ein paar Tage frei bis es dann wieder mit der Klinikarbeit weitergeht. Werde die Zeit mal nutzen, um mal einige bürokratische Dinge wie z. B. meine neue Ärztekammermitgliedschaft zu erledigen und mal wieder mit Freunden weggehen.


Sonntag, 1. Januar 2006

Hello & Goodbye

Prosit Neujahr!

Das letzte Jahr ist für mich ziemlich ereignisreich zu Ende gegangen. Nun erwartet mich in der Klinik eine neue Herausforderung!
Ich hoffe, daß ich trotz Arbeit weiterhin Zeit habe mich mit Freunden zu treffen und daß ich immer noch für Spaß, Spiel und verrückte Ideen zu haben bin!


Montag, 26. Dezember 2005

Reifeprüfung

Letzte Woche hat sich innerhalb weniger Tage mein Leben plötzlich und unerwartet, aber nachhaltig verändert!
Zunächst erfuhr ich Anfang der Woche, daß ich eigentlich kein Anrecht auf Untersützung für meine Bewerbungskosten habe...ich habe mich natürlich sehr darüber geärgert und irgendwie wußte weder beim Arbeitsamt noch jemand im Jobcenter, wer eigentlich für mich zuständig ist! Trotzdem habe ich dann pro forma noch ein sicher 20-seitiges Antragsformular mitbekommen, welches wohl mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit abgelehnt werden wird...
Naja, da habe ich mich echt aufgeregt, weil ich deswegen noch extra woanders hinfahren mußte, da die Ämter nicht alle vor Ort sind...
Nun gut, am nächsten Tag habe ich dann einen Bescheid erhalten, daß meine Dissertationsschrift von der Promotionskonferenz angenommen worden ist. Nun muß ich noch den üblichen Papierkrieg hinter mich bringen und unzählige Formulare ausfüllen. Danach bin ich dann endlich offiziell ein Dr.med.!!! Ich habe so früh ja eigentlich noch gar nicht mit dieser Nachricht gerechnet...bei einigen meiner Kollegen hat sich das ganze Prozedere teilweise bis zu einem Jahr hingezogen! Umso mehr war ich dann für den positiven Bescheid erfreut!
Der Hammer ist jedoch ein Tag vor Heiligabend passiert als mich früh morgens eine Sekretärin angerufen hat und mich mit dem Chefarzt weiterverbunden hat. Mir wurde da zum 1.1.2006 eine Stelle angeboten! Es ist zwar zunächst nur eine 1/2 Stelle, welche aber im Laufe des Jahres zu einer Vollzeitstelle ausgebaut werden soll. Für den Anfang ist das wohl nicht verkehrt, Arbeiten werde ich sicher noch lang genug...
Jetzt bin ich mal gespannt was so kurz vor Jahreswechsel noch so alles passiert...vielleicht treffe ich Woche ja noch meine Traumfrau...
In diesem Sinne noch ein schönes Weihnachtsfest!


Montag, 19. Dezember 2005

Es schneit!

Nachdem ich am Wochenende zusammen mit ein paar Freunden schon mal mit Weihnachtswichteln angefangen habe, komm ich nun auch langsam so in Weihnachtsstimmung. Diesmal hat jeder bei der Wichtelei sogar ein echt passendes Wichtelpaket erhalten...ich zum Beispiel habe dabei karamelisierte Cacaobohnen mit Chili bekommen!
Auf vier verschiedenen Weihnachtsmärkten habe ich inzwischen auch mal die verschiedenen Glühweinstände durchgetestet. Wobei wohl nix an unsere letzte Feuerzangenbowle heranreichen wird!
Tja, und nun da man mal Weihnachten feiern will, hat man plötzlich Probleme gewisse Weihnachtsutensilien zu ergattern! So stand ich kürzlich mit einer Freundin in drei verschiedenen Supermärkten, um Spekulatius zu besorgen. Wochen vor dem eigentlichen Weihnachtsfest kommt man vor lauter Weihnachtsartikeln nicht dazu seinen Einkaufszettel zu erfüllen, und nun muß teilweise im Laden nachfragen, um Weihnachtssachen zu finden...komisch oder?!? Immerhin habe ich inzwischen fast alle Weihnachtsgeschenke beisammen...
Heute hat es bei uns mal so richtig angefangen zu schneien! Mal schauen wie es in den nächsten Tagen so aussschaut. Ich hoffe mal, daß spätestens an Heiligabend der Schnee mal für längere Zeit liegen bleibt...

Sonntag, 18. Dezember 2005

Glattes Parkett

Nachdem ich mich nach mehr als sechswöchiger Abstinenz mal wieder auf mein Fahrrad geschwungen habe, habe ich mich dann auch gleich auf das Glatteis gewagt. Mit meinen frisch erworbenen Schlittschuhen ging es auf eine kleine Openair-Eislaufbahn in Heddesheim. Zu fetziger Diskomucke von DJ Eismeister habe ich fast drei Stunden lang - nur länger unterbrochen von der Eismaschine - meine Runden gedreht. Bin dabei auch nur dreimal auf meinem Hosenboden gelandet...es ist dabei immer wieder interessant zu sehen, wie sich dann die Allerkleinsten, welche vielleicht gerade mal Laufen können auf dem Eis bewegen. Ein kleiner Knirps von etwa drei Jahren kurvte so mit Eishockeyschonern und einem Verkehrshütchen augerüstet Runde um Runde auf der Eisfläche. Selbst als der Papa ihn mal zu einer kleinen Pause animieren wollte, hat er weiter darauf bestanden herumzukurven. Doch die Bewegung an der frischen hat gut getan und so haben ich und meine Mitstreiter uns anschließend das leckere Abendessen mit gutem Wein redlich verdient.
Ansonsten gibt es bei so einem Eislauftreff auch immer wieder hübsche Mädels zu sehen und oftmals entstehen dann auch kleine Bekanntschaften. So gab es auch diesmal eine Eisprinzessin zu bewundern. Ich solllte da aber noch meine Fähigkeiten auf den Kufen etwas verbessern, um denen imponieren zu können...
Dieses Wochenende ging es dann nach langer Zeit mal wieder auf das richtig Parkett im Rahmen des winterlichen Medizinerabschlußballs in Heidelberg. Ein paar ehemalige Mitstudenten haben diesmal ihr Examen gefeiert und wenn eine gute Party ruft, bin natürlich auch gerne dabei...Bei so einem Ball trifft man ja auch immer wieder viele alte Bekannte und Freunde, welche sich inzwischen überall in der Welt verstreuen. Dabei kann man echt sagen: "Kennst du einen Mediziner, kennst du alle!" Naja, jedenfalls gab es viele kleine nette Wiedersehen und auf dem Ball haben die Männer auch wieder viele interessante Sachen zu sehen bekommen...ein Bekannter sagte dazu noch treffend: "Es ist doch immer wieder überaschend, mit was für Kerlen die hübschesten Frauen auftauchen...!"
Das Tanzparkett war zu Anfang für mich doch etwas zu peinlich, da es mit meinen Tanzkünsten schon etwas länger her ist. Für das nächste Mal sollte ich mich einigen anderen Leuten vorher echt mal noch ein paar Übungsstunden nehmen, da doch viele Mädels gerne auf die Tanzfläche geführt werden wollen...bei den Standardtänzen sollten dann wenigstens die Grundschritte sitzen. Dann kann Mann auch mal guten Gewissens einige Damen zum Tanz auffordern.
Zu späterer Stunde als das DJ-Pult mit hauptsächlich Hits aus den 80er konnte man dann endlich etwas unbedenklicher auf dem Parkett rumhupsen...zusammen mit einer Gruppe holländischer Kollegen wurde so für Stimmung im Saal gesorgt bis wir irgendwann vom genervten Service- und Organsationsteam zum Gehen gebeten wurden...nach längerer Diskussion und Konfusion - bei einer Gruppe von etwa 20 Leuten nicht weiter verwunderlich - wurde die Party dann in einer Privat-WG zu Hause fortgesetzt...der Abend endete dann relativ früh gegen 7 Uhr morgens am nächsten Tag...

Montag, 12. Dezember 2005

Kalte Dusche

Wann merkt man es, wenn mal die Heizung ausfällt? Jedenfalls nicht daran, daß man zu Hause vor Kälte zu zittern...die modernen Häuser sollten so gut isoliert sein, daß man nicht gleich Minusgrade im Haus hat...so war mir trotz Temperaturen um den Gefrierpunkt draußen im Haus auch nicht wirklich kalt...
Nein, man merkt es am besten, wenn man unter Dusche steht und plötzlich das Warmwasser ausgeht...so ist es jedenfalls mir ergangen...anfangs dachte ich nur, daß ich den Warmwasserspeicher aufgbraucht habe und da es schon Nacht war, habe ich mir nichts groß dabei gedacht als nur noch lauwarmes Wasser aus dem Duschkopf floß.
Als ich dann am nächsten Tag beim Abwasch auch nur kalt Spülen konnte, habe ich dann endlich mal in den Heizungkeller geschaut. Nachdem ich dann die Gebrauchsanleitung im Schnelldurchlauf studiert habe und diverse Tests mit dem Gerät gemacht habe, kam ich zu der Erkenntnis, daß wohl mit dem Brenner etwas nicht stimmen mußte.
Laut der Beschreibung sollte ich versuchen einfach mal den Entstörknopf zu betätigen...dummerweise ist zwar in der Anleitung jeder beliebige Hebel angebildet bis auf diesen besagten Entstörknopf!?! Zunächst habe ich dann versucht die Heizung aus- und anzuschalten, anderen Programme laufen zu lassen etc. mit leider keinem Erfolg...
So mußte schließlich ich für diesen "einen" Knopf extra jemanden rufen, um die Heizung wieder zum Laufen zu bringen! Es stellte sich heraus, daß die Signalleuchte gleichzeitig auch ein Knopf ist, der sich dann als Entstörtaste herausstellte...
Natürlich ist mir das passiert als ich mal wieder alleine daheim gewesen bin!?!

Donnerstag, 8. Dezember 2005

Krankenstation

Die Zeit vergeht auch immer so schnell! Ehe ich es richtig mitbekommen habe, steht schon wieder Weihnachten vor der Türe! Meine OP-Wunde ist nun endlich auch zu gewachsen, so daß ich wieder für jeden Schabernack zu haben bin...Es ist echt unglaublich, daß ich deswegen fast zwei Monate kein Fahrrad gefahren bin! Naja, bei dem naßkalten Wetter hatte ich eh nicht große Lust herumzufahren...
Nun denn zusammen mit Weihnachten beginnt die Zeit der Weihnachtsmärkte und damit Glühweinzeit! In den letzten sieben Tagen habe ich mir wirklich fast täglich mit Freunden einen kleinen Glühwein genehmigt...
Dabei ist dann auch spontan die Idee aufgekommen mal wieder eine Feuerzangenbowle zu machen. Den Film hatte ich mir erst kürzlich günstig besorgt und da ich letztens auch noch sturmfrei zu Hause hatte, wollte ich so auch mal meinen Geburtstag etwas nachfeiern. Beim Einkaufen wurden schon die Augen anderen Kunden größer als sie meinen Einkaufswagen mit einem Dutzend Flaschen Rotwein und 54% Rum.
Nach einer kleinen Stärkung mit etwas Pasta haben wir dann gegen 21 Uhr abends die Bowle angesetzt. Unsere Rezeptur zwei Flaschen Rotwein, Zimtstangen, Nelken, zwei Orangen, Sternanis, ein schöner Zuckerhut und zum Schluß noch eine gute Flasche Rum.
Zwischendrin hatten wir noch versucht "Ohne Furcht und Adel" zu spielen, bis es irgendwann nicht mehr ging...
um 1 Uhr ging es dann einigen Herren nicht mehr ganz so gut. Schließlich machte einer von ihnen dann noch nähere Bekanntschaft mit unserer Kloschlüssel...um 3 Uhr war dann der Spuk vorbei und ich konnte auch ins Bett. Am nächsten Morgen konnte sich ein anderer Herr nicht mehr erinnern wie er auf der Couch gelandet ist....
Das kommt raus wenn man mal ohne seine Freundinnen weggeht...


Donnerstag, 24. November 2005

Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins

Letztens bin ich mit einigen Freunden mal wieder ins Heidelberger Schnitzelhaus gegangen. Bei über 100 verschiedenen Möglichkeiten wie man ein Schnitzel zubereiten kann, hatte so manche(r) seine Schwierigkeiten gehabt. Ich habe schließlich die Variante mit Äpfel, Preiselbeeren und Camenbert überbacken gewählt! Es geht doch nix über ein gutes Essen...
Desweiteren haben die anderen die Varianten mit Backpflaumen oder Schafskäse und Peperoni gefühlt bzw. in einer Mole negro Sauce bestellt. Inzwischen habe ich sicher schon etwa ein Viertel der Karte mal probiert. Bisher gab es noch keinen Reinfall, wobei beispielsweise die Kaffeesauce für mich wohl nix ist...
Dank ein paar Rabattgutscheinen habe ich die Woche dann noch mit meinen kleinem Bruder (4) eine Großbestellung beim Burger King gemacht. Ich würde ja immer noch wie im Film "Absolute Giganten" einmal die komplette Menükarte einer Burgerbräterei zu bestellen! Naja, so haben wir eben mit den Gutscheinen zwei Sparmenüs und noch zwei Kidsmenüs über 30% billiger bekommen. Das war auch schon ein sehr imposanter Anblick gewesen, nachdem uns die Veräuferin an der Theke drei Tüten mit Burger und Pommes und dann noch einen Pappgetränkehalter mit vier Bechern übereicht hat...
Falls jemand Lust hat bei der Burgeraktion mitzumachen, soll er/sie sich doch mal melden! Das wäre doch lustig oder?!?
Gestern habe ich dann mal zur Abwechslung das Filmfestival Mannheim-Heidelberg 2005 besucht. Auf dem Weg dorthin wurde dann auch gleich nach der Ortseinfahrt ein Erinnerungsfoto von mir am Steuer gemacht. Bin mal gespannt, ob sie mit diesmal das Bild zu schicken, wenn ich es anfordere. Bei meinen vorigen Fotosessions konnte mir nie das Bild zugesendet werden, und somit kam ich immer um das Knöllchen herum...
Naja, jedenfalls habe ich mir danach noch eine chilenische Extrem-Variante von der "Fabelhaften Welt der Amelie" und einen finnischen Film über Vielweiberei in einer Wurstfabrik angeschaut. Der erste Film hat mir ganz gut gefallen, obwohl wir ursprünglich eigentlich in einen anderen gehen wollten. Highlight war dabei ein Latinlover am Swimmingpool, der sich dann als Lover der Mutter des Hauptdarstellers entpuppt...Der zweite Film hat mir nicht ganz so gut gefallen, obwohl ich ihn in der Inhaltsangabe ganz interessant fand. Der Wurstfabrikant kümmert sich dabei mit vollem Einsatz um sein Mitarbeiter und deren Familien...also die Frauen. Leider hat der Film zwischendrin etwas wenig Schwung. Der Produzent des Films hatte zu Beginn der Vorstellung noch gefragt wieviele Vegetarier im Publikum sitzen und gewarnt, daß es nach der Vorführung evtl. noch ein paar mehr sind. Nix desto trotz hatten wir am Ende auf dem Nachhauseweg doch tatsächlich Appettit auf eine Bratwurst gehabt...Leider hatte der Weihnachstmarkt schon geschlossen gehabt...Das einzige was man in Deutschland nach 1 Uhr zuverlässig zu essen bekommen sind ja meist nur Döner! Das ist doch eigentlich eine Marktlücke für die ultimative Currywurstbude oder!?!




Freitag, 11. November 2005

Entdeckung der Weiblichkeit

Inzwischen sind nun mehr zwei Wochen nach meiner kleinen OP vergangen. Soweit bin ich wieder richtig mobil ohne ständig meinen Verband wechseln zu müssen.
Für's erste muß ich aber immer noch mit Damenslipeinlagen - eine sehr interessante Erfindung, obwohl ich als Frau wahrscheinlich eher Tampons bevorzugen würde - herumlaufen, da die Wunde noch nicht richtig verheilt ist. Im Moment kann ich es so mal etwas nachvollziehen, wenn Frauen ihre Tage haben...bei mir blutet es zum Teil ja auch noch ganz gut...hinzukommt, daß mich seit Anfang dieser Woche immer wieder mal Kopfschmerzen, Übelkeit und Durchfälle plagen...ist wahrscheinlich ein kleiner Magen-Darm-Infekt...naja, Schluß jetzt bevor den ersten Lesern schon wieder schlecht werden sollte...




Dienstag, 1. November 2005

Hallo Wien!

Gestern Abend sind mal wieder lauter gruselig verkleidete Kinder und Teenager um die Häuser gezogen und haben fleisig Süßigkeiten gesammelt. Wie viele andere Hausbewohner habe wir uns schon mal vorsorglich mit Bonbons und Schokolade eingedeckt, um die umherirrenden Kids mit Süßem zu befriedigen. Wenn man vor solchen von der Süßigkeitsindustrie geförderten Helloweenbräuchen verschont bleiben möchte, sollte man am besten in eine unübersichtliche Mietskaserne ziehen bzw. ein Haus mit versteckter Eingangstür besitzen. Da dies bei unserem Heim nicht gegeben ist, mußte ich so kurz nach Einbruch Dunkelheit alle paar Minuten zur Tür laufen und Süßes an die kleinen Quälgeister verteilen. Die ganz kleinen Kiddies sind dabei noch richtig originell und sagen noch brav ein flottes Sprüchlein während die Großen da doch schon etwas fantasieloser sind...
Naja, konnte dem ganzen dann noch entfliehen und habe mich mit ein paar Freunden zu einem Koch- und Essabend getroffen. Habe es mir dann mit selbstgemachten Monster-Tortellini mit Ricottafüllung und Zitronen-Salbei-Butter gutgehen lassen...
Nach Wien würde ich aber auch gerne mal wieder fahren!

Samstag, 22. Oktober 2005

Unterm Messer

So da bin ich wieder...die OP am Mittwoch habe ich gut überstanden. Jetzt habe ich nur noch eine doch recht große offene Operationswunde. Das Ganze wird nun noch einige Wochen dauern bis es von selbst verheilt.Ambulantes Operieren ist schon was feines.
Ich sollte morgens um 7 Uhr ins Klinikum. Nach der Aufnahme wurde noch ein kurzes Narkosegespräch geführt, wobei sich die Anästhesistin dann als ehemalige Kommilitonin entpuppte und das Gespräch so kurzerhand in einen Smalltalk verwandelt wurde. Ursprünglich wollte ich mir eine Kurznarkose machen lassen, habe mich aber dann doch noch für eine Rückenmarksanästhesie begeistern können. Ich denke es ist immer ganz gut alles mal selbst durchgemacht zu haben, was man später mal auch seinen eigenen Patienten zumuten möchte. Dabei wurden mir im Prinzip die entsprechenden zugehörigen Nervenbahnen, welche ins OP-Gebiet führen, im Rückenmark betäubt, so daß ich dann die OP im Wachzustand miterlebt habe.
Ich war dann auch gleich der Erste, der in den OP-Saal geschoben wurde. Es ist schon etwas komisch, wenn jemand an deinem Körper rumschnippelt und du es gar nicht spürst! Während der OP konnte ich mich dann noch mit den Schwestern, Pflegern und Ärzten unterhalten. Nach einer knappen halben Stunde was dann auch schon alles vorbei.
Bis Mittag mußte ich danach auf im Wachraum liegen bleiben bis die Anästhesie wieder nachläßt und am frühen Nachmittag war ich auch schon wieder daheim.
Tja, am Freitag war ich zur Nachkontrolle beim Chirurgen und muß nun die Wunde regelmäßig versorgen. D.h. daß ich so alle 3-4 Stunden mal ins Bad muß und die Kompressen mit etwas Salbe wechseln muß. Ist alles etwas lästig.
Am Freitagabend bin ich schließlich auch schon auf der nächsten Party - der Medizinerfete in Heidelberg - gewesen...Habe ja glücklicherweise noch einige Bekannte an der Uni und habe so noch ein paar Freikarten bekommen. Leider konnte ich dort das Tanzparkett nicht wirklich unsicher machen, und es blieb mir nur die Zuschauerrolle übrig. Naja, die nächste Fete kommt bestimmt! Es war aber mal wieder lustig ein paar alte Studikollegen zu treffen. Und die Soziologie auch ja irgendwie auch immer ein höchst interessantes Studienfeld. Mann erkennt da auf so einer Massenansammlung recht schnell die noch schüchternen kleinen Erstis und die alten Hasen. Für Männer gibt es natürlich auch so immer viel zu bewundern...es gibt doch sehr viele hübsche Medizinerinnen!
Am Ende war ich aber doch froh wieder daheim zu sein. Ich habe es mit der Party dann doch etwas übertrieben. Mußte zu Hause angekommen natürlich erstmal den Verband wechseln, daich doch schon etwas überstrapaziert gewesen worden ist. Es war zum Schluß auch richtig unangenehm da es bei den Menschenmassen auch richtig heiß geworden ist.
Naja, jetzt muß ich mich mal wieder mehr um meine Bewerbungen bemühen...ich sollte doch endlich mal eine Stelle finden!

Dienstag, 18. Oktober 2005

Wartezeit

Da mich immer noch keine Klinik als Mitarbeiter haben möchte, sitze gerade daheim rum und schlage die Zeit tot. Naja, ich versuche ein wenig mein Medizinerwissen wieder aufzufrischen. Bei den vielen anderen Büchern, die gerade in meinem Zimmer herumfliegen, ist das auch nicht so einfach... Habe nun wieder einen 700-Seiten Schmöker angefangen dessen 500-seitigen Vorgänger ich innerhalb von vier Nächten durchgelesen habe.

Tja, und nun habe ich noch das Vergnügen kurzfristig einen Klinik von innen zu sehen...allerdings als Patient! Habe mir was total saudoofes geholt und werde nun morgen operiert. Ich hoffe nun, daß es bei dem geplanten ambulanten Aufenthalt bleibt und ich nachmittags wieder nach Hause kann. Als Mediziner hat man immer hin den Vorteil relativ schnell an Termine zu kommen. Allerdings durfte ich letztens auch einen kompletten Vormittag in einem Wartezimmer verbringen bis sich der Chefsich meiner erbarmte...

Falls ihr mal Zeit und Lust habt könnt ihr mich die Tage ja mal besuchen kommen. Entweder im Klinikum oder im heimischen LA.

Donnerstag, 6. Oktober 2005

Bahngeschichten

In letzter Zeit hatte ich immer etwas Pech beim Zugfahren...hatte ich doch innerhalb weniger Tage das Vergnügen im Dunkeln mitten im Nirgendwo zu stranden. Eine 15 minütige Zugfahrt wurde zu einer anderthalb-stündigen Odysse. Ob das mit dem Herbstanfang zu tun hatte?
Daß man in einer "langsamen" Regionalbahn warten muß, wenn ein "schneller" ICE mal wieder zu spät kommt, ist allseits bekannt. Neulich mußte ich aber mit anderen Fahrgästen eine halbe Stunde wegen drei ICE-Zügen im Abteil warten bis es endlich losging!?! Naja, das war noch nicht so schlimm...
Einige Tage später wurde wegen einer Signalstörung die Bahnstrecke teilweise gesperrt, so daß immer nur ein Zug in einer Richtung fahren konnte. Aus 10 Minuten wurde so eine Stunde. Meine Haltestelle war dann schließlich auch Endstation und die Passagiere, die weiterfahren wollten, durften in der Nacht noch auf einen Schienenersatzverkehr warten.
Der Abschuß war dann aber ein anscheinend kompletter Stromausfall auf der Bahnstrecke nach Hause...leider saß ich da schon im Zug und wir standen mitten auf der Strecke. Wenn wir das geahnt hätten, wären ich und einige andere Mitreisende an der letzten Station ausgestiegen, um die restlichen 10 km mit unseren Fahrrädern zu schaffen.
Aber auch am Bahnhof erlebt man immer wieder witziges...so wurde ich kürzlich auf einem vollen Bahnsteig von einem älteren Mann angesprochen: "Sind sie Arzt?" Völlig verdutzt anwortete ich ihm und erwartete gespannt was nun noch folgen würde...war jedoch richtig harmlos. Er erklärte mir, daß man es mir wohl angesehen hat Mediziner zu sein und er selber an der Volkshochschule auch einen medizinischen Kurs belegen möchte...glücklicherweise hat er mich nicht um medizinsche Ratschläge gebeten...
Tja, Sachen gibt's!

Montag, 19. September 2005

Eishockey

Nach der Sommerpause hat vor etwas mehr als einer Woche nun auch wieder die neue DEL-Saison begonnen. Da die Adler Mannheim eine neue Spielstätte haben, wollte ich mir das erste Heimspiel in der neuen Arena nicht entgehen lassen.
Zusammen mit einem Freund und noch knapp 11.000 anderen Zuschauern wurde dann auch ordentlich für Stimmung gesorgt. Die neue Halle ist wirklich gigantisch und auch schön geworden. Jetzt ist nur zu hoffen, daß auch immer genügend Leute zu den Spielen kommen, damit im weiten Rund die Atmosphäre nicht verloren geht. Im alten Friedrichspark konnte man selbst mit nur wenigen Fans die gute Stimmung spüren.
Die Preise sind im Verhältnis zu dem gebotenen in Ordnung. Zum 1.offiziellen Heimspiel gab es noch ein paar Showeinlagen mit Eistänzern aus dem Europapark. Ansonsten hat es noch ein paar Gewinnspiele für die Zuschauer gegeben. Weiterhin positiv zu bemerken ist die gute Anbindung mit Bus und Bahn, so daß man nach einem Spiel schnell wieder weg ist.

Dienstag, 6. September 2005

Wieder unterwegs in Deutschland

Nachdem es bisher mit meinen Bewerbungen nur langsam voranging, wurde ich in der letzten Woche plötzlich mit positiven Antworten fast überschwemmt...darum bin ich auch noch nicht zu den Reiseberichten gekommen.
Auf einmal hatte ich nun vier Einladungen für ein Vorstellungsgespräch erhalten und bin fast täglich ein wenig durch die Lande gefahren. Teilweise haben die einen früh morgens aus dem Bett geholt und wollten einen gleich am selben Tag noch in die Klinik holen.
Zunächst bin ich so nach Frankfurt, dann nach Ludwigshafen und schließlich nach Darmstadt gegangen. Zu dumm dass nach Katrina plötzlich auch noch der Benzinpreis etwas abgehoben hat, und ich vorher nicht mehr vollgetankt habe. So habe ich mir statt einem Auto mir ein Baden-Württemberg Bahnticket gekauft, um nach Stuttgart zu fahren.
Zugfahren ist ansicht eine tolle Sache. Man kommt meist mitten im Stadtzentrum an und kann während der Fahrt etwas schlafen. Allein der Zeitaufwand ist dann doch etwas größer als mit dem eigenen Auto. So hat die Stuttgartfahrt hin und zurück insgesamt etwa 7 Stunden eingenommen.
Immerhin konnte ich dann nach dem Gespräch im Stuttgarter Weindorf noch etwas Wein genießen, was bei dem sonnigen Wetter im Moment sehr nett war. Ich bin dann schließlich auf dem Rathausplatz mit ein paar guten Freunden und Wein nach dem doch anstrengenden Tag etwas versackt bevor wieder in den Zug Richtung Heimat ging.
Und wie klein die Welt manchmal ist...da treffe ich auf dem Weinfest doch tatsächlich einen Studienkollegen aus Heidelberg mit seiner Freundin. Wenn ich nun eine Stelle dort bekommen sollte, wären wir dann fast Nachbarn.
Ähnliches ist mir vorher in Frankfurt passiert, wo der Chef meinen Nachbarn zu Hause kennt.
Wahrscheinlich werde ich egal in welcher Klinik auch immer wieder auf Bekannte oder Freunde von Bekannten treffen...

Dienstag, 30. August 2005

Unterwegs

Nachdem es mit meinen Bewerbungen um eine Assistentenstelle bisher so schleppend verlief und anscheinend alle Chefärzte in Deutschland gleichzeitig im Urlaub sind, habe ich mir nun auch etwas Zeit genommen um mal wieder etwas durch die Welt zu reisen.
Da der finanzielle Rahmen etwas eingeschränkt ist, bin ich diesmal in Europa geblieben und habe unter anderem mal ein paar Freunden in Deutschland einen Besuch abgestattet.
Hier schon mal ein paar Impressionen...demnächst kommen dann noch ausführlichere Berichte...


In der Heidelberger Altstadt


Kunst in Stuttgart


Vor der Amsterdam Arena


Im Legoland


Nachts am Lac Leman

Dienstag, 2. August 2005

Sind wir Helden?

Nach dem Studium fragen sich bestimmt so einige, ob sie wirklich das Richtige studiert haben. In der Studienzeit hat man oftmals keine Ahnung wie die Arbeitswelt tatsächlich ist. Gerade wenn man nun die vielen Demonstrationen aufgrund schlechter Arbeitsbedingungen und zu geringe Bezahlung betrachtet, überlegt man sich, ob sich das lange Studium eigentlich lohnt. Auch das Verhalten von manchen Vorgesetzten ist nicht immer motivierend.
Es gibt viele berühmte Ärzte, die ihren Beruf aufgegeben haben und schließlich in anderen Bereichen zu Berühmtheit gelangt sind. So war Friedrich Schiller, obwohl zeitlebens meist selber immer irgendwie krank gewesen, zunächst als Stabsarzt in Stuttgart tätig bevor er in Mannheim als Schriftsteller bekannt geworden ist. Auch Ernesto "Che" Guevarra hat sich zunächst einem Medizinstudium gewidmet bis er während einer schicksalshaften Reise quer durch den Südamerikanischen Kontinent seine wahre Bestimmung gefunden hat.
Es gibt sicher keinen anderen Beruf, der mit soviel Verantwortung behaftet ist wie der Arztberuf.

Sonntag, 31. Juli 2005

Boah! De Siechfried in äaccht!

Am Freitag ging es mal wieder ins Kino...Das deutsche Heldenepos "Siegfried" war diesmal im Programm. In dieser neuen, eigenwilligen Verfilmung ist jedoch nichts wie es scheint und es werden bisher unbekannte Aspekte der Erzählung dargestellt. Mit Tom Gerhardt als Siegfried bzw. im rheinischen Neudeutsch kurz Siggi konnte ein namhafter und sympathischer Charakterdarsteller gewonnen werden.
Am Anschluß an die Hauptvorstellung diesem Abend stattet er uns zusammen mit seiner Kriemhild gespielt von Dorkas Kiefer einen Besuch ab. Nach einer kurzen Begrüßung wurden dann noch ein paar Gastgeschenke ins Publikum geworfen. Leider gingen wir dabei leer aus...
Aber danach konnte ich mir im Foyer noch ein Autogramm von beiden Schauspielern ergattern. Außerdem habe ich es mir natürlich nicht nehmen lassen mich mit Tom und Dorkas fotografieren zu lassen. Die andere Schauspielerin hat mir zwar im Film besser gefallen, was wohl an der netteren, sympathischeren Rolle lag. Aber in Wirklichkeit sieht die Dorkas - mit ihren wahrscheinlich 1,5m - auch schon ziemlich süß aus.


Donnerstag, 28. Juli 2005

Warten auf Dr. Godot...

Warten ist eine meiner Lieblingsbeschäftigungen...an der Kasse, auf der Autobahn, am Bahnhof...
Nun heißt es Warten auf Antworten. Bei Bewerbungen kann das schon einen Zeitraum von über einem Jahr bedeuten, wenn man überhaupt eine Antwort erhält. Ist mir und auch einigen Freunden jedenfalls so ergangen. Dazwischen herrscht die große Langeweile. Man schaut jeden Tag gebannt auf den Briefkasten in der Hoffnung auf Nachricht. Öffnet wie verrückt ständig seine Mailbox im Internet. Überprüft regelmäßig, ob das Telefon richtig angeschlossen ist.
So kann man noch selbst das Gefühl erleben, wie sich später mal die Patienten im Wartezimmer fühlen...

Montag, 18. Juli 2005

Partysommer

Dank des warmen Wetters gibt es gerade viele schöne Sommernächte in denen man die Stadt unsicher machen kann. Neben dem beliebten Grillen und gemütlichen Spieleabenden ging es so letzte Woche einige Male in die City zum Feiern und Tanzen. Und die Region hier hat dazu wirklich allerhand zu bieten!
Tagsüber bin ich mit ein paar Freunden sogar mal wieder ins Freibad gegangen. Im Gepäck noch mein kleiner Bruder und eine Freundin hatte auch ihre kleine Tochter dabei gehabt. Auch ein Bad im Kinderbecken kann bei den Temperaturen erfrischend sein. Weckt Erinnerungen an die Schulzeit als man nachmittags mit dem Rad 2 Stunden ins Freibad gebraucht hat, weil man unterwegs noch soviel Unfug gemacht hat...Im Schwimmbad kam es dann auch schon zu einer lustigen Situation als plötzlich ein kleines Mädchen - vielleicht 3 Jahre alt - zu uns kam und mit großen Augen fragte:"Warum seid ihr Männer und eine Frau?" - Tja, was soll man da antworten...Wir sahen sicher aus wie eine Patchworkfamilie mit den beiden kleinen Kiddies!
Danach ging es dann noch ins Eiscafé nachdem mein Bruder sicher eine halbe Stunde lang nur nach EIS geschrieen hatte.
Die Abende beginnen zunächst in einer Kneipe im Freien und einem eiskalten Weizen. Einmal haben wir uns dazu noch jeweils eine von 100 lekkeren Schnitzelvariationen im Schnitzelhaus gegönnt. Bei inhaltsreichen Männergesprächen kommt so schnell Stimmung auf. Die hübsche Kellnerin tut das übrige...auch wenn sich später herausstellt, daß sie wohl mit dem Barkeeper zusammen ist.
Ansonsten ging es danach entweder mal ins Kino..."Madagskar" ein toller Spaß für Jung und Alt mit neurotischen Zoobewohnern, die dank eines Psycho-Pinguin-Quartett unfreiwillig im Dschungel stranden! O-Ton eines einheimischen Lemuren:"I like to move it, move it!"
In einer Altstadtkneipe haben wir dann zufällig Bekanntschaft mit zwei Mediziner älteren Jahrgangs gemacht, welche wie in ihren alten Studentenzeiten einen Abend verbringen wollten. So konnten wir uns mal von einem Chefarzt auf ein paar Bier einladen. Daß man sich dann dabei noch all seine Anekdoten aus seinem Leben anhören muß, gehört natürlicherweise wohl dazu. Aber wie hatte er uns allen noch gesagt:"Auch Sie können alle mal Chefarzt werden!"
Alternativ ging es einmal auf eine Studenten-Medizinerfete am Fuße des Fernsehturms. Man feiert ja auch gerne unter seinesgleichen, auch wenn es am Ende auf Babewatching auf der Terrasse rauskommt, weil die Musikauswahl teilweise etwas seltsam war und im Tanzsaal tropische Temperaturen geherrscht haben.
Dann vielleicht mal wieder am Tischkicker seine Fahigkeiten beweisen, auch wenn da ein paar Bälle abhanden gekommen sind...da wird dann plötzlich bei manchen der Ergeiz geweckt, es seinen Kumpels mal zu zeigen was Sache ist.
Irgendwie gehört es dann noch dazu, daß man sich nach einer "langen" Nacht um 3 Uhr noch in einer Döneria einen kleinen Nachmitternachtsnack gönnt, um dann glücklich und zufrieden ins Bett zu gehen.
Tja, so können nur Männerabende enden...










Nachthimmel in der Suite, bei Hausmusik und auf einer Gartenparty

Montag, 11. Juli 2005

Auf der Tour de France

Die Tour de France ist mal wieder zu Gast in Deutschland gewesen. Einmal direkt auf der Strecke dabei zu sein, ist wirklich ein Erlebnis - wenn auch sehr schnelles...
Nach einer wahren Spielenacht - es wurde vom Abendessen bis zum Frühstück gezockt - ging es kurz nach 9 Uhr an die Strecke. Wir haben uns knapp 500m unterhalb der ersten Bergwertung postiert um die Fahrer nicht allzu schnell vorbeiziehen zu lassen. Die Rennfahrer wurden erst gegen 12 Uhr erwartet, aber zur Tour de France gehört auch immer noch eine kilometerlange Werbekarawane. Diese startet schon etwa 2 Stunden vor dem eigentlichen Rennen und beglückt die Zuschauer am Straßenrand mit allerlei tollen Werbegeschenken, Musik und tanzenden jungen Mädels.
So konnen wir unter anderem mal französische Gummibären in knallbunten Atomfarben probieren, alle möglichen Kopfbedeckungen sammeln oder uns einfach mit den anderen Zuschauern um die verteilten Geschenke streiten.
Das eigentliche Radfahrerfeld zog dann in knapp 5 Minuten an uns vorbei...bergauf natürlich mit knapp 4% Steigung!
Danach machte sich die Menschenmasse relativ schnell wieder vom Berg runter bzw. wieder auf den Berg hinauf ohne natürlich das ultimative Verkehrschaos nicht zu vermeiden. Es ist dabei immer erstaunlich wieviele intelligente Autofahrer existieren, welche sich nach dem Rennen wieder sofort durch das Menschenmeer auf dem Heimweg machen wollten...


Tour d'Allemagne

Dienstag, 5. Juli 2005

In der Stadt

Seit ich denken kann bin schon immer gerne herumgereist, habe fremde Orte erkundet und habe mich dort auch wohl gefühlt. Es gibt jedoch Orte da fühlt man sich richtig zu Hause. Man läuft durch die Fußgängerzone, geht durch die Geschäfte, trinkt dort ein Bierchen, ißt hier eine Kleinigkeit...und man trifft immer Menschen, die man kennt und gerne hat!
Das macht vieles aus um sich wohl zu fühlen. Ich habe das Gefühl, daß jeder einen festen Punkt im Leben haben muß. Im Moment bin ich nicht wirklich zu Hause. Ich wohne zwar in meinem Zimmer, mit meinem Krimskrams etc. aber zu dem Ort fehlt mir einfach eine richtige Bindung. Das Problem ist, daß ich nur "zugezogen" bin und dort außer meiner Familie keine Freundschaften mehr habe. Gut, meine Familie ist ja da könnte man jetzt argumentieren, aber der Ort ist auch sehr traurigen Erinnerungen verbunden.
Die Studentenzeit hat einen geprägt...man hat neue Horizonte und Grenzen kennengelernt. Klingt vielleicht etwas abgedroschen, aber für mich war es eben so. Man stand zum ersten Mal mehr oder weniger auf den eigenen Füßen und konnte machen was man wollte.
Im Moment fürchte ich mich irgendwo neu anzufangen...das Studium ist schon längst vorbei. Die Promotion so gut wie abgeschlossen. Das Ersparte allmählich aufgebraucht. Und man ist allein. Jetzt beginnt wieder alles von vorne. Während man am Anfang des Studiums mit vielen anderen seine Sorgen teilen konnte, sitzt du nun erst mal alleine in der großen weiten Arbeitwelt und muß dir einen Einstieg verschaffen.
Der erste Versuch ist leider gescheitert und hat einen nicht gerade ermutigt weiterzumachen.

Montag, 27. Juni 2005

In der Hitze der Nacht

Wieder ist ein heißes Wochenende vergangen! Ein sehr ereignisreiches noch dazu! Aber nun mal von vorne...
Am Freitag ging es zunächst in die Karnevalsstadt Mainz am Rhein. Dort findet bis heute das Johannisfest statt. Die komplette Stadt ist dabei mit Buden, Würstchenständen, Fahrgeschäften und mehreren Musikbühnen vollgestellt! Zunächst haben wir es uns zu sechst direkt am Rheinufer im Schatten einer kaputten Bungeekatapultanlage bequem gemacht. Frisch gestärkt durch Falafel bzw. Crépes ging es dann weiter in eine Geisterbahn, wobei das Wort Bahn relativ ist, da man nach 10 Sekunden wieder aus dem Wagen stiegen mußte und den Rest der "Fahrt" zu Fuß durch einen Hindernissparcour mit einigen "lebendigen" Gespenster zuücklegen mußte. Schließlich sind wir dann in einem schönen Hof mit Live-Musik gelandet. Bei tropischen Temperaturen habe ich an dem Abend sicher 2,5 l Flüssigkeit getrunken ohne auch einmal deswegen auf die Toilette zu müssen...
Der Samstag war dann etwas ruhiger. Zunächst haben wir uns natürlich in einer alten Scheune das Fußballspiel Deutschland-Brasilien angeschaut. Schade, daß es nicht zum Finale gereicht hat. Naja, dafür wird es sicher im nächsten Jahr klappen - ist ja diesmal erst die Generalprobe und die geht immer erst in die Hose! Danach haben wir auch mal den Grill angeschmissen! Ein paar kleine Ausschnitte aus der reichhaltigen Speisekarte...Oliven-Kartoffeln, Melonen mit gegrillten Paprika, viel Grillfleisch, gegrillte Bananen mit Schokolade usw. Nach dem Essen wollten wir es den Herren im Fernsehen gleichtun und haben im riesigen Bauerngarten ein Fußballspiel gestartet. Nach der ersten Halbzeit waren wir aber alle schon platt...so habe ich dann angefangen aus 100 Teelichtern eine kleine Landebahn auf dem Rasen zu bauen. Schließlich wurde auch noch ein kleines Lagerfeuer entfacht, wobei es von der Hitze her gar nicht notwendig gewesen ist.
Der Sonntag wurde schließlich ganz gemütlich im Freibad verbracht...


International Airport Sandhofen

Donnerstag, 23. Juni 2005

Fieber

Der Ball ist rund und ein Spiel dauert 90 Minuten. Weniger als ein Jahr noch bis zur nächsten Fußball WM in Deutschland. Doch schon jetzt ist die Halbe Nation während des Confederations Cup 2005 im Fußballfieber. Man versucht alle Spiele live zu verfolgen, geht direkt ins Stadion oder schaut es sich in großer Runde gemeinsam am Bildschirm an.
Ich habe auch fast jedes Spiel verfolgt und nun kommt es am kommenden Samstag zu dem Halbfinalknaller Deutschland-Brasilien! Dafür bleibt dann auch mal gerne mal der Grill zwei Sunden länger kalt oder man verläßt schon früher das Freibad...
Wie wird es erst nächstes Jahr sein, wenn es dann endlich wirklich um etwas geht. Verzweifelte Fans, die keine Karten erhalten haben und sicher schon Nächte vor den Kassenhäuschen am Stadion verbringen, um eventuell doch noch ein Ticket zu ergattern. Die Wirtschaft soll von der WM 2006 profitieren, aber haben die schlauen Menschen auch berücksichtigt, daß viele Leute der Arbeit fern bleiben werden, um die Spiele zu verfolgen?
Ich freue mich jetzt erst mal auf's Wochenende, auf das man sich im Finale in Frankfurt wiedersieht!

Dienstag, 21. Juni 2005

Sommernacht

Endlich ist es mal so richtig Sommer geworden, obwohl das wohl wieder nicht von Dauer sein wird. Zwar schwitze ich bei diesemWetter unter dem Dach wie verrückt, aber nun kann man auch abends noch viele schöne Dinge im Freien tun so lange es noch hell ist.
Tja, eines der netten Sachen ist sich in einem schönen Biergarten ein eiskaltes Weizen zu gönnen. Oder wie an den vergangenen Wochenenden auf eines der zahlreichen Weinfeste oder Kerwen in der Region zu gehen und mit Freunden zusammen anzustoßen.
Außerdem wird viel zu selten gegrillt! Ein Grill im Garten und ist ein super Tagesabschluß...wobei oftmals beim Einkaufen der Zutaten die Augen größer als der Magen sind. Wenn man früh genug anfängt, kann man aber bei einem richtigen Grillmarathon auch dieses Problem bewältigen.
Ich hoffe mal, daß bis zum nächsten Wochenende das Wetter noch anhält. Sonst wird möglicherweise das nächste Freiluft-Grillevent kurzfristig abgesagt. Das wäre doch echt schade, wenn jetzt die Tage wieder kürzer werden!

Samstag, 18. Juni 2005

Amerika

Ich habe diese Woche das Vergnügen innerhlab von vier Tagen dreimal nach Frankfurt zum Flughafen zu fahren...leider werde ich dabei nie selber in den Flieger steigen...Aber immerhin kann man auf der Autobahn schön rasen, wenn mal kein Stau herrscht.
Naja, da ich selber schon viel herumgeflogen bin, habe ich auch viel mitbekommen. Seit 9/11 sind dabei die Amerikaner aber so richtig Paranoid geworden! Die Koffer darf man beispielsweise gar nicht mehr abschließen! Wenn man böses vor hat, kann man so Leute richtig ja richtig leimen! Die Sicherheitsvorkehrungen sind jedoch in Deutschland wesentlich besser als in den Staaten selbst. Alle Koffer und Taschen werden bis zum Umfallen durchgeröntgt. Und selbst muß man durch unzählige Sicherheitsmetalldetektoren laufen bis man endlich in den Flieger steigen kann.
Vor drei Jahren konnte ich mir noch das Passfoto und den Fingerabdruck bei der Einreise ersparen. Wenn man aus den Staaten ausreist kommt es einem vor als ob es die Sicherheitsbeamte gar nicht mehr interessiert. Man verlässt ja das Land und kann dort nichts anstellen...

Samstag, 11. Juni 2005

Schill out

Leider habe ich es bisher nicht geschafft jemanden für die Schillertage zu begeistern. Nach einem etwas chaotischen Umtrunk mit meinen Mädelshaben wir uns dann auch gestern noch spontan für etwas anderes entschieden.
So habe ich eine neue Location in unserer kleinen Stadt kennengelernt und wir sind seit langem wieder mal etwas Tanzen gewesen. In einem alten Bahnhofshäuschen gab es neben einer netten Atmosphäre auch gute Musik. Da ich leider mit dem Auto gekommen bin, habe ich mir nur zwei kleine Bierchen gegönnt.
Tja, danach habe ich mal seit ewiger Zeit wieder eine Cola getrunken...diesmal sogar eine Afri-Cola! Vielleicht glaubt ihr mir nicht, aber auf das Zeug bekomme ich echt einen Cola-Rausch. Ich trinke normalerweise auch keinen Kaffee und so schlägt die braune Flüssigkeit ziemlich stark bei mir an.
Obwohl ich eigentlich um 24 Uhr schon etwas fertig gewesen bin, habe ich nun nach dem Colagenuß noch daheim bis etwa 4 Uhr fit im Bett gelegen...


Sturm und Drang

Dienstag, 7. Juni 2005

Schaffen

Heute morgen bin ich zum ersten Mal in ein Arbeitsamt gegangen, um mich für eine Bewerbungskostenunterstützung zu informieren.
Wider erwarten mußte ich nicht stundenlang anstehen und auch die Beamten waren überaschenderweise alle sehr freundlich und hilfsbereit. Natürlich habe ich dabei auch einige interessante Dinge erfahren. Beispielsweise müsste der Arbeitgeber wohl eigentlich für die Fahrtkosten für ein Vorstellungsgespräch aufkommen. Leider machen das nur die wenigsten, da sie sich alle auf einen anderen Paragraphen berufen nach dem der Staat den Arbeitssuchenden unterstützen kann. Auch die Anträge für eine finanzielle Unterstützung bei der Bewerbung scheinen recht unkompliziert zu sein. So kann man im Jahr bis zu 260 EUR Beihilfe erhalten.
Naja, ich will mal hoffen, daß ich diesen Betrag nicht ausschöpfen muß. Also drückt mir die Daumen auf daß ich rasch eine Stelle in einer Inneren Abteilung finde.

Montag, 6. Juni 2005

Die Gedanken sind frei

Letztes Wochenende habe ich mal wieder meine Wanderschuhe geschnürt. Es ging in den Schwarzwald, wo wir zu fünft einen 14 km langen Rundweg und etwa 500 Höhenmeter zurückgelegt haben. Unterwegs habe ich dann unfreiwillig Bekanntschaft mit einem frischen Kuhfladen gemacht. Zwischendrin haben noch eine kleine Blindschleiche und zahlreiche Nacktschnecken unseren Weg gekreuzt. Danach sind wir noch auf einer supergeilen Coasterbahn - so ähnlich wie eine Sommerrodelbahn nur auf Schienen - einen Berg hinuntergesaust.
Abends haben wir es uns dann bei lekker Spargel und Weizenbier im Garten gutgehen lassen.


Dorftheater

Sonntag, 29. Mai 2005

Heimsauna

Nach dem recht wechselhaften Wetter Anfang Mai scheint nun aber endlich der Sommer ausgebrochen zu sein.
Die andauernde Sonnenbestrahlung und meine exponierte Wohnlage unter dem Dach haben mich jedoch inzwischen unfreiwilligerweise zu einem Saunabesitzer gemacht. Naja, antizyklisches Handeln eben. Da bleibt nur noch die Flucht in den stets kühltemperierten Keller oder der Gang zur nächsten Elektronikfachhandel für eine Klimaanlage.
Für's erste hilft auch mal ein eiskaltes Bier...

Freitag, 20. Mai 2005

Möge die Macht mit euch sein

Endlich ist es soweit! Schon am Mittwoch habe ich die letzte Episode von Star Wars gesehen! Obwohl man schon so ungefähr wußte wie es ablaufen wird, ist man doch sehr aufgeregt gewesen bis die Fox-Fanfare ertönt ist. Ich werde sicher nochmal da reingehen. Der Anakin Skywalker wird da schon ziemlich übel zugerichtet, so daß es diesmal kein FIlm für Kinder ist. Natürlich gibt es immer noch offene Fragen, aber ansonsten wäre es ja auch langweilig.
Da macht man auch gerne mal die Nacht durch...konnte irgendwie um 4 Uhr nicht einschlafen und mußte dummerweise schon um 7 Uhr morgens wieder raus aus dem Bett. Jetzt muß ich mir nur noch die neuen Lego Star Wars Modelle (www.lego.de) besorgen...

Donnerstag, 12. Mai 2005

Frühlingstraum

Der Frühling läßt sein blaues Band im Himmel flattern. Manch Dichter und Schriftsteller hat sich davon schon inspirieren lassen. Leider gehör ich nicht zu denen, welche durch Sonne und Vogelgezwitscher zu literarischen Höhepunkten angetrieben werden. Aber ich muß ja auch nur eine trockene wissenschaftliche Abhandlung verfassen.
Leider kann ich derzeit aus lauter Zahlen keine Buchstaben formulieren und plage mich seit Tagen durch leere Seiten, welche mit harten Fakten beglückt werden wollen. Kurz und knackig soll es sein. Aber wer hat auch schon aus einer statistischen Analyse ein spannenden Roman geschrieben? Nicht mal was lustiges fällt mir dazu ein! Eine Tragödie sondergleichen.

Man vertreibt seine Zeit lieber zusammen mit Freunden am Lagerfeuer mit einer Flasche Bier in der Hand. Mit einem Stock wird die Glut weiter angestachelt, so daß kleine Funken den abendlichen Himmel erleuchten. Es ist wieder spät geworden.
Doch vor meinem Fenster hoppeln wieder die Hasen fröhlich über das frisch gemähte Gras, mein Kopf dröhnt und wieder geht ein Tag mit einem unbeschriebenem Blatt vorbei...



"Den Wert eines Menschen erkennt man zuverlässig daran, was er mit
seiner Freizeit anfängt." (Karl Heinrich Waggerl)

Dienstag, 10. Mai 2005

Laß die Sonne rein

Nachdem der April schon so verregnet gewesen ist, habe ich mal gehofft, daß der Mai besser wird. Aber anscheinend bleibt es weiterhin so wechselhaft. Der Tanz in den Mai ist auch etwas dürftig ausgefallen mit einer etwas lustlosen Coverband, die ebenso wechselhaft gespielt hat. Ich sollte mir für das nächste Jahr mal eine Freundin besorgen, dann wird es sich daheim gemütlich bequem gemacht...
Ansonsten ist vielleicht mal wieder ein Urlaub angesagt. Ich habe gerade einen Reiseführer zu Molwanien, einer etwas in Vergessenheit geratene Perle in den Tiefen Osteuropas, durchgelesen. Nach der Wende lockt das Land des schadhaften Lächelns (im Original "A land untouched by modern dentistry") mit günstigen Angeboten für Abenteuerurlauber...


"Ich will mehr!"