Montag, 26. Dezember 2005

Reifeprüfung

Letzte Woche hat sich innerhalb weniger Tage mein Leben plötzlich und unerwartet, aber nachhaltig verändert!
Zunächst erfuhr ich Anfang der Woche, daß ich eigentlich kein Anrecht auf Untersützung für meine Bewerbungskosten habe...ich habe mich natürlich sehr darüber geärgert und irgendwie wußte weder beim Arbeitsamt noch jemand im Jobcenter, wer eigentlich für mich zuständig ist! Trotzdem habe ich dann pro forma noch ein sicher 20-seitiges Antragsformular mitbekommen, welches wohl mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit abgelehnt werden wird...
Naja, da habe ich mich echt aufgeregt, weil ich deswegen noch extra woanders hinfahren mußte, da die Ämter nicht alle vor Ort sind...
Nun gut, am nächsten Tag habe ich dann einen Bescheid erhalten, daß meine Dissertationsschrift von der Promotionskonferenz angenommen worden ist. Nun muß ich noch den üblichen Papierkrieg hinter mich bringen und unzählige Formulare ausfüllen. Danach bin ich dann endlich offiziell ein Dr.med.!!! Ich habe so früh ja eigentlich noch gar nicht mit dieser Nachricht gerechnet...bei einigen meiner Kollegen hat sich das ganze Prozedere teilweise bis zu einem Jahr hingezogen! Umso mehr war ich dann für den positiven Bescheid erfreut!
Der Hammer ist jedoch ein Tag vor Heiligabend passiert als mich früh morgens eine Sekretärin angerufen hat und mich mit dem Chefarzt weiterverbunden hat. Mir wurde da zum 1.1.2006 eine Stelle angeboten! Es ist zwar zunächst nur eine 1/2 Stelle, welche aber im Laufe des Jahres zu einer Vollzeitstelle ausgebaut werden soll. Für den Anfang ist das wohl nicht verkehrt, Arbeiten werde ich sicher noch lang genug...
Jetzt bin ich mal gespannt was so kurz vor Jahreswechsel noch so alles passiert...vielleicht treffe ich Woche ja noch meine Traumfrau...
In diesem Sinne noch ein schönes Weihnachtsfest!


Montag, 19. Dezember 2005

Es schneit!

Nachdem ich am Wochenende zusammen mit ein paar Freunden schon mal mit Weihnachtswichteln angefangen habe, komm ich nun auch langsam so in Weihnachtsstimmung. Diesmal hat jeder bei der Wichtelei sogar ein echt passendes Wichtelpaket erhalten...ich zum Beispiel habe dabei karamelisierte Cacaobohnen mit Chili bekommen!
Auf vier verschiedenen Weihnachtsmärkten habe ich inzwischen auch mal die verschiedenen Glühweinstände durchgetestet. Wobei wohl nix an unsere letzte Feuerzangenbowle heranreichen wird!
Tja, und nun da man mal Weihnachten feiern will, hat man plötzlich Probleme gewisse Weihnachtsutensilien zu ergattern! So stand ich kürzlich mit einer Freundin in drei verschiedenen Supermärkten, um Spekulatius zu besorgen. Wochen vor dem eigentlichen Weihnachtsfest kommt man vor lauter Weihnachtsartikeln nicht dazu seinen Einkaufszettel zu erfüllen, und nun muß teilweise im Laden nachfragen, um Weihnachtssachen zu finden...komisch oder?!? Immerhin habe ich inzwischen fast alle Weihnachtsgeschenke beisammen...
Heute hat es bei uns mal so richtig angefangen zu schneien! Mal schauen wie es in den nächsten Tagen so aussschaut. Ich hoffe mal, daß spätestens an Heiligabend der Schnee mal für längere Zeit liegen bleibt...

Sonntag, 18. Dezember 2005

Glattes Parkett

Nachdem ich mich nach mehr als sechswöchiger Abstinenz mal wieder auf mein Fahrrad geschwungen habe, habe ich mich dann auch gleich auf das Glatteis gewagt. Mit meinen frisch erworbenen Schlittschuhen ging es auf eine kleine Openair-Eislaufbahn in Heddesheim. Zu fetziger Diskomucke von DJ Eismeister habe ich fast drei Stunden lang - nur länger unterbrochen von der Eismaschine - meine Runden gedreht. Bin dabei auch nur dreimal auf meinem Hosenboden gelandet...es ist dabei immer wieder interessant zu sehen, wie sich dann die Allerkleinsten, welche vielleicht gerade mal Laufen können auf dem Eis bewegen. Ein kleiner Knirps von etwa drei Jahren kurvte so mit Eishockeyschonern und einem Verkehrshütchen augerüstet Runde um Runde auf der Eisfläche. Selbst als der Papa ihn mal zu einer kleinen Pause animieren wollte, hat er weiter darauf bestanden herumzukurven. Doch die Bewegung an der frischen hat gut getan und so haben ich und meine Mitstreiter uns anschließend das leckere Abendessen mit gutem Wein redlich verdient.
Ansonsten gibt es bei so einem Eislauftreff auch immer wieder hübsche Mädels zu sehen und oftmals entstehen dann auch kleine Bekanntschaften. So gab es auch diesmal eine Eisprinzessin zu bewundern. Ich solllte da aber noch meine Fähigkeiten auf den Kufen etwas verbessern, um denen imponieren zu können...
Dieses Wochenende ging es dann nach langer Zeit mal wieder auf das richtig Parkett im Rahmen des winterlichen Medizinerabschlußballs in Heidelberg. Ein paar ehemalige Mitstudenten haben diesmal ihr Examen gefeiert und wenn eine gute Party ruft, bin natürlich auch gerne dabei...Bei so einem Ball trifft man ja auch immer wieder viele alte Bekannte und Freunde, welche sich inzwischen überall in der Welt verstreuen. Dabei kann man echt sagen: "Kennst du einen Mediziner, kennst du alle!" Naja, jedenfalls gab es viele kleine nette Wiedersehen und auf dem Ball haben die Männer auch wieder viele interessante Sachen zu sehen bekommen...ein Bekannter sagte dazu noch treffend: "Es ist doch immer wieder überaschend, mit was für Kerlen die hübschesten Frauen auftauchen...!"
Das Tanzparkett war zu Anfang für mich doch etwas zu peinlich, da es mit meinen Tanzkünsten schon etwas länger her ist. Für das nächste Mal sollte ich mich einigen anderen Leuten vorher echt mal noch ein paar Übungsstunden nehmen, da doch viele Mädels gerne auf die Tanzfläche geführt werden wollen...bei den Standardtänzen sollten dann wenigstens die Grundschritte sitzen. Dann kann Mann auch mal guten Gewissens einige Damen zum Tanz auffordern.
Zu späterer Stunde als das DJ-Pult mit hauptsächlich Hits aus den 80er konnte man dann endlich etwas unbedenklicher auf dem Parkett rumhupsen...zusammen mit einer Gruppe holländischer Kollegen wurde so für Stimmung im Saal gesorgt bis wir irgendwann vom genervten Service- und Organsationsteam zum Gehen gebeten wurden...nach längerer Diskussion und Konfusion - bei einer Gruppe von etwa 20 Leuten nicht weiter verwunderlich - wurde die Party dann in einer Privat-WG zu Hause fortgesetzt...der Abend endete dann relativ früh gegen 7 Uhr morgens am nächsten Tag...

Montag, 12. Dezember 2005

Kalte Dusche

Wann merkt man es, wenn mal die Heizung ausfällt? Jedenfalls nicht daran, daß man zu Hause vor Kälte zu zittern...die modernen Häuser sollten so gut isoliert sein, daß man nicht gleich Minusgrade im Haus hat...so war mir trotz Temperaturen um den Gefrierpunkt draußen im Haus auch nicht wirklich kalt...
Nein, man merkt es am besten, wenn man unter Dusche steht und plötzlich das Warmwasser ausgeht...so ist es jedenfalls mir ergangen...anfangs dachte ich nur, daß ich den Warmwasserspeicher aufgbraucht habe und da es schon Nacht war, habe ich mir nichts groß dabei gedacht als nur noch lauwarmes Wasser aus dem Duschkopf floß.
Als ich dann am nächsten Tag beim Abwasch auch nur kalt Spülen konnte, habe ich dann endlich mal in den Heizungkeller geschaut. Nachdem ich dann die Gebrauchsanleitung im Schnelldurchlauf studiert habe und diverse Tests mit dem Gerät gemacht habe, kam ich zu der Erkenntnis, daß wohl mit dem Brenner etwas nicht stimmen mußte.
Laut der Beschreibung sollte ich versuchen einfach mal den Entstörknopf zu betätigen...dummerweise ist zwar in der Anleitung jeder beliebige Hebel angebildet bis auf diesen besagten Entstörknopf!?! Zunächst habe ich dann versucht die Heizung aus- und anzuschalten, anderen Programme laufen zu lassen etc. mit leider keinem Erfolg...
So mußte schließlich ich für diesen "einen" Knopf extra jemanden rufen, um die Heizung wieder zum Laufen zu bringen! Es stellte sich heraus, daß die Signalleuchte gleichzeitig auch ein Knopf ist, der sich dann als Entstörtaste herausstellte...
Natürlich ist mir das passiert als ich mal wieder alleine daheim gewesen bin!?!

Donnerstag, 8. Dezember 2005

Krankenstation

Die Zeit vergeht auch immer so schnell! Ehe ich es richtig mitbekommen habe, steht schon wieder Weihnachten vor der Türe! Meine OP-Wunde ist nun endlich auch zu gewachsen, so daß ich wieder für jeden Schabernack zu haben bin...Es ist echt unglaublich, daß ich deswegen fast zwei Monate kein Fahrrad gefahren bin! Naja, bei dem naßkalten Wetter hatte ich eh nicht große Lust herumzufahren...
Nun denn zusammen mit Weihnachten beginnt die Zeit der Weihnachtsmärkte und damit Glühweinzeit! In den letzten sieben Tagen habe ich mir wirklich fast täglich mit Freunden einen kleinen Glühwein genehmigt...
Dabei ist dann auch spontan die Idee aufgekommen mal wieder eine Feuerzangenbowle zu machen. Den Film hatte ich mir erst kürzlich günstig besorgt und da ich letztens auch noch sturmfrei zu Hause hatte, wollte ich so auch mal meinen Geburtstag etwas nachfeiern. Beim Einkaufen wurden schon die Augen anderen Kunden größer als sie meinen Einkaufswagen mit einem Dutzend Flaschen Rotwein und 54% Rum.
Nach einer kleinen Stärkung mit etwas Pasta haben wir dann gegen 21 Uhr abends die Bowle angesetzt. Unsere Rezeptur zwei Flaschen Rotwein, Zimtstangen, Nelken, zwei Orangen, Sternanis, ein schöner Zuckerhut und zum Schluß noch eine gute Flasche Rum.
Zwischendrin hatten wir noch versucht "Ohne Furcht und Adel" zu spielen, bis es irgendwann nicht mehr ging...
um 1 Uhr ging es dann einigen Herren nicht mehr ganz so gut. Schließlich machte einer von ihnen dann noch nähere Bekanntschaft mit unserer Kloschlüssel...um 3 Uhr war dann der Spuk vorbei und ich konnte auch ins Bett. Am nächsten Morgen konnte sich ein anderer Herr nicht mehr erinnern wie er auf der Couch gelandet ist....
Das kommt raus wenn man mal ohne seine Freundinnen weggeht...


Donnerstag, 24. November 2005

Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins

Letztens bin ich mit einigen Freunden mal wieder ins Heidelberger Schnitzelhaus gegangen. Bei über 100 verschiedenen Möglichkeiten wie man ein Schnitzel zubereiten kann, hatte so manche(r) seine Schwierigkeiten gehabt. Ich habe schließlich die Variante mit Äpfel, Preiselbeeren und Camenbert überbacken gewählt! Es geht doch nix über ein gutes Essen...
Desweiteren haben die anderen die Varianten mit Backpflaumen oder Schafskäse und Peperoni gefühlt bzw. in einer Mole negro Sauce bestellt. Inzwischen habe ich sicher schon etwa ein Viertel der Karte mal probiert. Bisher gab es noch keinen Reinfall, wobei beispielsweise die Kaffeesauce für mich wohl nix ist...
Dank ein paar Rabattgutscheinen habe ich die Woche dann noch mit meinen kleinem Bruder (4) eine Großbestellung beim Burger King gemacht. Ich würde ja immer noch wie im Film "Absolute Giganten" einmal die komplette Menükarte einer Burgerbräterei zu bestellen! Naja, so haben wir eben mit den Gutscheinen zwei Sparmenüs und noch zwei Kidsmenüs über 30% billiger bekommen. Das war auch schon ein sehr imposanter Anblick gewesen, nachdem uns die Veräuferin an der Theke drei Tüten mit Burger und Pommes und dann noch einen Pappgetränkehalter mit vier Bechern übereicht hat...
Falls jemand Lust hat bei der Burgeraktion mitzumachen, soll er/sie sich doch mal melden! Das wäre doch lustig oder?!?
Gestern habe ich dann mal zur Abwechslung das Filmfestival Mannheim-Heidelberg 2005 besucht. Auf dem Weg dorthin wurde dann auch gleich nach der Ortseinfahrt ein Erinnerungsfoto von mir am Steuer gemacht. Bin mal gespannt, ob sie mit diesmal das Bild zu schicken, wenn ich es anfordere. Bei meinen vorigen Fotosessions konnte mir nie das Bild zugesendet werden, und somit kam ich immer um das Knöllchen herum...
Naja, jedenfalls habe ich mir danach noch eine chilenische Extrem-Variante von der "Fabelhaften Welt der Amelie" und einen finnischen Film über Vielweiberei in einer Wurstfabrik angeschaut. Der erste Film hat mir ganz gut gefallen, obwohl wir ursprünglich eigentlich in einen anderen gehen wollten. Highlight war dabei ein Latinlover am Swimmingpool, der sich dann als Lover der Mutter des Hauptdarstellers entpuppt...Der zweite Film hat mir nicht ganz so gut gefallen, obwohl ich ihn in der Inhaltsangabe ganz interessant fand. Der Wurstfabrikant kümmert sich dabei mit vollem Einsatz um sein Mitarbeiter und deren Familien...also die Frauen. Leider hat der Film zwischendrin etwas wenig Schwung. Der Produzent des Films hatte zu Beginn der Vorstellung noch gefragt wieviele Vegetarier im Publikum sitzen und gewarnt, daß es nach der Vorführung evtl. noch ein paar mehr sind. Nix desto trotz hatten wir am Ende auf dem Nachhauseweg doch tatsächlich Appettit auf eine Bratwurst gehabt...Leider hatte der Weihnachstmarkt schon geschlossen gehabt...Das einzige was man in Deutschland nach 1 Uhr zuverlässig zu essen bekommen sind ja meist nur Döner! Das ist doch eigentlich eine Marktlücke für die ultimative Currywurstbude oder!?!




Freitag, 11. November 2005

Entdeckung der Weiblichkeit

Inzwischen sind nun mehr zwei Wochen nach meiner kleinen OP vergangen. Soweit bin ich wieder richtig mobil ohne ständig meinen Verband wechseln zu müssen.
Für's erste muß ich aber immer noch mit Damenslipeinlagen - eine sehr interessante Erfindung, obwohl ich als Frau wahrscheinlich eher Tampons bevorzugen würde - herumlaufen, da die Wunde noch nicht richtig verheilt ist. Im Moment kann ich es so mal etwas nachvollziehen, wenn Frauen ihre Tage haben...bei mir blutet es zum Teil ja auch noch ganz gut...hinzukommt, daß mich seit Anfang dieser Woche immer wieder mal Kopfschmerzen, Übelkeit und Durchfälle plagen...ist wahrscheinlich ein kleiner Magen-Darm-Infekt...naja, Schluß jetzt bevor den ersten Lesern schon wieder schlecht werden sollte...




Dienstag, 1. November 2005

Hallo Wien!

Gestern Abend sind mal wieder lauter gruselig verkleidete Kinder und Teenager um die Häuser gezogen und haben fleisig Süßigkeiten gesammelt. Wie viele andere Hausbewohner habe wir uns schon mal vorsorglich mit Bonbons und Schokolade eingedeckt, um die umherirrenden Kids mit Süßem zu befriedigen. Wenn man vor solchen von der Süßigkeitsindustrie geförderten Helloweenbräuchen verschont bleiben möchte, sollte man am besten in eine unübersichtliche Mietskaserne ziehen bzw. ein Haus mit versteckter Eingangstür besitzen. Da dies bei unserem Heim nicht gegeben ist, mußte ich so kurz nach Einbruch Dunkelheit alle paar Minuten zur Tür laufen und Süßes an die kleinen Quälgeister verteilen. Die ganz kleinen Kiddies sind dabei noch richtig originell und sagen noch brav ein flottes Sprüchlein während die Großen da doch schon etwas fantasieloser sind...
Naja, konnte dem ganzen dann noch entfliehen und habe mich mit ein paar Freunden zu einem Koch- und Essabend getroffen. Habe es mir dann mit selbstgemachten Monster-Tortellini mit Ricottafüllung und Zitronen-Salbei-Butter gutgehen lassen...
Nach Wien würde ich aber auch gerne mal wieder fahren!

Samstag, 22. Oktober 2005

Unterm Messer

So da bin ich wieder...die OP am Mittwoch habe ich gut überstanden. Jetzt habe ich nur noch eine doch recht große offene Operationswunde. Das Ganze wird nun noch einige Wochen dauern bis es von selbst verheilt.Ambulantes Operieren ist schon was feines.
Ich sollte morgens um 7 Uhr ins Klinikum. Nach der Aufnahme wurde noch ein kurzes Narkosegespräch geführt, wobei sich die Anästhesistin dann als ehemalige Kommilitonin entpuppte und das Gespräch so kurzerhand in einen Smalltalk verwandelt wurde. Ursprünglich wollte ich mir eine Kurznarkose machen lassen, habe mich aber dann doch noch für eine Rückenmarksanästhesie begeistern können. Ich denke es ist immer ganz gut alles mal selbst durchgemacht zu haben, was man später mal auch seinen eigenen Patienten zumuten möchte. Dabei wurden mir im Prinzip die entsprechenden zugehörigen Nervenbahnen, welche ins OP-Gebiet führen, im Rückenmark betäubt, so daß ich dann die OP im Wachzustand miterlebt habe.
Ich war dann auch gleich der Erste, der in den OP-Saal geschoben wurde. Es ist schon etwas komisch, wenn jemand an deinem Körper rumschnippelt und du es gar nicht spürst! Während der OP konnte ich mich dann noch mit den Schwestern, Pflegern und Ärzten unterhalten. Nach einer knappen halben Stunde was dann auch schon alles vorbei.
Bis Mittag mußte ich danach auf im Wachraum liegen bleiben bis die Anästhesie wieder nachläßt und am frühen Nachmittag war ich auch schon wieder daheim.
Tja, am Freitag war ich zur Nachkontrolle beim Chirurgen und muß nun die Wunde regelmäßig versorgen. D.h. daß ich so alle 3-4 Stunden mal ins Bad muß und die Kompressen mit etwas Salbe wechseln muß. Ist alles etwas lästig.
Am Freitagabend bin ich schließlich auch schon auf der nächsten Party - der Medizinerfete in Heidelberg - gewesen...Habe ja glücklicherweise noch einige Bekannte an der Uni und habe so noch ein paar Freikarten bekommen. Leider konnte ich dort das Tanzparkett nicht wirklich unsicher machen, und es blieb mir nur die Zuschauerrolle übrig. Naja, die nächste Fete kommt bestimmt! Es war aber mal wieder lustig ein paar alte Studikollegen zu treffen. Und die Soziologie auch ja irgendwie auch immer ein höchst interessantes Studienfeld. Mann erkennt da auf so einer Massenansammlung recht schnell die noch schüchternen kleinen Erstis und die alten Hasen. Für Männer gibt es natürlich auch so immer viel zu bewundern...es gibt doch sehr viele hübsche Medizinerinnen!
Am Ende war ich aber doch froh wieder daheim zu sein. Ich habe es mit der Party dann doch etwas übertrieben. Mußte zu Hause angekommen natürlich erstmal den Verband wechseln, daich doch schon etwas überstrapaziert gewesen worden ist. Es war zum Schluß auch richtig unangenehm da es bei den Menschenmassen auch richtig heiß geworden ist.
Naja, jetzt muß ich mich mal wieder mehr um meine Bewerbungen bemühen...ich sollte doch endlich mal eine Stelle finden!

Dienstag, 18. Oktober 2005

Wartezeit

Da mich immer noch keine Klinik als Mitarbeiter haben möchte, sitze gerade daheim rum und schlage die Zeit tot. Naja, ich versuche ein wenig mein Medizinerwissen wieder aufzufrischen. Bei den vielen anderen Büchern, die gerade in meinem Zimmer herumfliegen, ist das auch nicht so einfach... Habe nun wieder einen 700-Seiten Schmöker angefangen dessen 500-seitigen Vorgänger ich innerhalb von vier Nächten durchgelesen habe.

Tja, und nun habe ich noch das Vergnügen kurzfristig einen Klinik von innen zu sehen...allerdings als Patient! Habe mir was total saudoofes geholt und werde nun morgen operiert. Ich hoffe nun, daß es bei dem geplanten ambulanten Aufenthalt bleibt und ich nachmittags wieder nach Hause kann. Als Mediziner hat man immer hin den Vorteil relativ schnell an Termine zu kommen. Allerdings durfte ich letztens auch einen kompletten Vormittag in einem Wartezimmer verbringen bis sich der Chefsich meiner erbarmte...

Falls ihr mal Zeit und Lust habt könnt ihr mich die Tage ja mal besuchen kommen. Entweder im Klinikum oder im heimischen LA.

Donnerstag, 6. Oktober 2005

Bahngeschichten

In letzter Zeit hatte ich immer etwas Pech beim Zugfahren...hatte ich doch innerhalb weniger Tage das Vergnügen im Dunkeln mitten im Nirgendwo zu stranden. Eine 15 minütige Zugfahrt wurde zu einer anderthalb-stündigen Odysse. Ob das mit dem Herbstanfang zu tun hatte?
Daß man in einer "langsamen" Regionalbahn warten muß, wenn ein "schneller" ICE mal wieder zu spät kommt, ist allseits bekannt. Neulich mußte ich aber mit anderen Fahrgästen eine halbe Stunde wegen drei ICE-Zügen im Abteil warten bis es endlich losging!?! Naja, das war noch nicht so schlimm...
Einige Tage später wurde wegen einer Signalstörung die Bahnstrecke teilweise gesperrt, so daß immer nur ein Zug in einer Richtung fahren konnte. Aus 10 Minuten wurde so eine Stunde. Meine Haltestelle war dann schließlich auch Endstation und die Passagiere, die weiterfahren wollten, durften in der Nacht noch auf einen Schienenersatzverkehr warten.
Der Abschuß war dann aber ein anscheinend kompletter Stromausfall auf der Bahnstrecke nach Hause...leider saß ich da schon im Zug und wir standen mitten auf der Strecke. Wenn wir das geahnt hätten, wären ich und einige andere Mitreisende an der letzten Station ausgestiegen, um die restlichen 10 km mit unseren Fahrrädern zu schaffen.
Aber auch am Bahnhof erlebt man immer wieder witziges...so wurde ich kürzlich auf einem vollen Bahnsteig von einem älteren Mann angesprochen: "Sind sie Arzt?" Völlig verdutzt anwortete ich ihm und erwartete gespannt was nun noch folgen würde...war jedoch richtig harmlos. Er erklärte mir, daß man es mir wohl angesehen hat Mediziner zu sein und er selber an der Volkshochschule auch einen medizinischen Kurs belegen möchte...glücklicherweise hat er mich nicht um medizinsche Ratschläge gebeten...
Tja, Sachen gibt's!

Montag, 19. September 2005

Eishockey

Nach der Sommerpause hat vor etwas mehr als einer Woche nun auch wieder die neue DEL-Saison begonnen. Da die Adler Mannheim eine neue Spielstätte haben, wollte ich mir das erste Heimspiel in der neuen Arena nicht entgehen lassen.
Zusammen mit einem Freund und noch knapp 11.000 anderen Zuschauern wurde dann auch ordentlich für Stimmung gesorgt. Die neue Halle ist wirklich gigantisch und auch schön geworden. Jetzt ist nur zu hoffen, daß auch immer genügend Leute zu den Spielen kommen, damit im weiten Rund die Atmosphäre nicht verloren geht. Im alten Friedrichspark konnte man selbst mit nur wenigen Fans die gute Stimmung spüren.
Die Preise sind im Verhältnis zu dem gebotenen in Ordnung. Zum 1.offiziellen Heimspiel gab es noch ein paar Showeinlagen mit Eistänzern aus dem Europapark. Ansonsten hat es noch ein paar Gewinnspiele für die Zuschauer gegeben. Weiterhin positiv zu bemerken ist die gute Anbindung mit Bus und Bahn, so daß man nach einem Spiel schnell wieder weg ist.

Dienstag, 6. September 2005

Wieder unterwegs in Deutschland

Nachdem es bisher mit meinen Bewerbungen nur langsam voranging, wurde ich in der letzten Woche plötzlich mit positiven Antworten fast überschwemmt...darum bin ich auch noch nicht zu den Reiseberichten gekommen.
Auf einmal hatte ich nun vier Einladungen für ein Vorstellungsgespräch erhalten und bin fast täglich ein wenig durch die Lande gefahren. Teilweise haben die einen früh morgens aus dem Bett geholt und wollten einen gleich am selben Tag noch in die Klinik holen.
Zunächst bin ich so nach Frankfurt, dann nach Ludwigshafen und schließlich nach Darmstadt gegangen. Zu dumm dass nach Katrina plötzlich auch noch der Benzinpreis etwas abgehoben hat, und ich vorher nicht mehr vollgetankt habe. So habe ich mir statt einem Auto mir ein Baden-Württemberg Bahnticket gekauft, um nach Stuttgart zu fahren.
Zugfahren ist ansicht eine tolle Sache. Man kommt meist mitten im Stadtzentrum an und kann während der Fahrt etwas schlafen. Allein der Zeitaufwand ist dann doch etwas größer als mit dem eigenen Auto. So hat die Stuttgartfahrt hin und zurück insgesamt etwa 7 Stunden eingenommen.
Immerhin konnte ich dann nach dem Gespräch im Stuttgarter Weindorf noch etwas Wein genießen, was bei dem sonnigen Wetter im Moment sehr nett war. Ich bin dann schließlich auf dem Rathausplatz mit ein paar guten Freunden und Wein nach dem doch anstrengenden Tag etwas versackt bevor wieder in den Zug Richtung Heimat ging.
Und wie klein die Welt manchmal ist...da treffe ich auf dem Weinfest doch tatsächlich einen Studienkollegen aus Heidelberg mit seiner Freundin. Wenn ich nun eine Stelle dort bekommen sollte, wären wir dann fast Nachbarn.
Ähnliches ist mir vorher in Frankfurt passiert, wo der Chef meinen Nachbarn zu Hause kennt.
Wahrscheinlich werde ich egal in welcher Klinik auch immer wieder auf Bekannte oder Freunde von Bekannten treffen...

Dienstag, 30. August 2005

Unterwegs

Nachdem es mit meinen Bewerbungen um eine Assistentenstelle bisher so schleppend verlief und anscheinend alle Chefärzte in Deutschland gleichzeitig im Urlaub sind, habe ich mir nun auch etwas Zeit genommen um mal wieder etwas durch die Welt zu reisen.
Da der finanzielle Rahmen etwas eingeschränkt ist, bin ich diesmal in Europa geblieben und habe unter anderem mal ein paar Freunden in Deutschland einen Besuch abgestattet.
Hier schon mal ein paar Impressionen...demnächst kommen dann noch ausführlichere Berichte...


In der Heidelberger Altstadt


Kunst in Stuttgart


Vor der Amsterdam Arena


Im Legoland


Nachts am Lac Leman

Dienstag, 2. August 2005

Sind wir Helden?

Nach dem Studium fragen sich bestimmt so einige, ob sie wirklich das Richtige studiert haben. In der Studienzeit hat man oftmals keine Ahnung wie die Arbeitswelt tatsächlich ist. Gerade wenn man nun die vielen Demonstrationen aufgrund schlechter Arbeitsbedingungen und zu geringe Bezahlung betrachtet, überlegt man sich, ob sich das lange Studium eigentlich lohnt. Auch das Verhalten von manchen Vorgesetzten ist nicht immer motivierend.
Es gibt viele berühmte Ärzte, die ihren Beruf aufgegeben haben und schließlich in anderen Bereichen zu Berühmtheit gelangt sind. So war Friedrich Schiller, obwohl zeitlebens meist selber immer irgendwie krank gewesen, zunächst als Stabsarzt in Stuttgart tätig bevor er in Mannheim als Schriftsteller bekannt geworden ist. Auch Ernesto "Che" Guevarra hat sich zunächst einem Medizinstudium gewidmet bis er während einer schicksalshaften Reise quer durch den Südamerikanischen Kontinent seine wahre Bestimmung gefunden hat.
Es gibt sicher keinen anderen Beruf, der mit soviel Verantwortung behaftet ist wie der Arztberuf.

Sonntag, 31. Juli 2005

Boah! De Siechfried in äaccht!

Am Freitag ging es mal wieder ins Kino...Das deutsche Heldenepos "Siegfried" war diesmal im Programm. In dieser neuen, eigenwilligen Verfilmung ist jedoch nichts wie es scheint und es werden bisher unbekannte Aspekte der Erzählung dargestellt. Mit Tom Gerhardt als Siegfried bzw. im rheinischen Neudeutsch kurz Siggi konnte ein namhafter und sympathischer Charakterdarsteller gewonnen werden.
Am Anschluß an die Hauptvorstellung diesem Abend stattet er uns zusammen mit seiner Kriemhild gespielt von Dorkas Kiefer einen Besuch ab. Nach einer kurzen Begrüßung wurden dann noch ein paar Gastgeschenke ins Publikum geworfen. Leider gingen wir dabei leer aus...
Aber danach konnte ich mir im Foyer noch ein Autogramm von beiden Schauspielern ergattern. Außerdem habe ich es mir natürlich nicht nehmen lassen mich mit Tom und Dorkas fotografieren zu lassen. Die andere Schauspielerin hat mir zwar im Film besser gefallen, was wohl an der netteren, sympathischeren Rolle lag. Aber in Wirklichkeit sieht die Dorkas - mit ihren wahrscheinlich 1,5m - auch schon ziemlich süß aus.


Donnerstag, 28. Juli 2005

Warten auf Dr. Godot...

Warten ist eine meiner Lieblingsbeschäftigungen...an der Kasse, auf der Autobahn, am Bahnhof...
Nun heißt es Warten auf Antworten. Bei Bewerbungen kann das schon einen Zeitraum von über einem Jahr bedeuten, wenn man überhaupt eine Antwort erhält. Ist mir und auch einigen Freunden jedenfalls so ergangen. Dazwischen herrscht die große Langeweile. Man schaut jeden Tag gebannt auf den Briefkasten in der Hoffnung auf Nachricht. Öffnet wie verrückt ständig seine Mailbox im Internet. Überprüft regelmäßig, ob das Telefon richtig angeschlossen ist.
So kann man noch selbst das Gefühl erleben, wie sich später mal die Patienten im Wartezimmer fühlen...

Montag, 18. Juli 2005

Partysommer

Dank des warmen Wetters gibt es gerade viele schöne Sommernächte in denen man die Stadt unsicher machen kann. Neben dem beliebten Grillen und gemütlichen Spieleabenden ging es so letzte Woche einige Male in die City zum Feiern und Tanzen. Und die Region hier hat dazu wirklich allerhand zu bieten!
Tagsüber bin ich mit ein paar Freunden sogar mal wieder ins Freibad gegangen. Im Gepäck noch mein kleiner Bruder und eine Freundin hatte auch ihre kleine Tochter dabei gehabt. Auch ein Bad im Kinderbecken kann bei den Temperaturen erfrischend sein. Weckt Erinnerungen an die Schulzeit als man nachmittags mit dem Rad 2 Stunden ins Freibad gebraucht hat, weil man unterwegs noch soviel Unfug gemacht hat...Im Schwimmbad kam es dann auch schon zu einer lustigen Situation als plötzlich ein kleines Mädchen - vielleicht 3 Jahre alt - zu uns kam und mit großen Augen fragte:"Warum seid ihr Männer und eine Frau?" - Tja, was soll man da antworten...Wir sahen sicher aus wie eine Patchworkfamilie mit den beiden kleinen Kiddies!
Danach ging es dann noch ins Eiscafé nachdem mein Bruder sicher eine halbe Stunde lang nur nach EIS geschrieen hatte.
Die Abende beginnen zunächst in einer Kneipe im Freien und einem eiskalten Weizen. Einmal haben wir uns dazu noch jeweils eine von 100 lekkeren Schnitzelvariationen im Schnitzelhaus gegönnt. Bei inhaltsreichen Männergesprächen kommt so schnell Stimmung auf. Die hübsche Kellnerin tut das übrige...auch wenn sich später herausstellt, daß sie wohl mit dem Barkeeper zusammen ist.
Ansonsten ging es danach entweder mal ins Kino..."Madagskar" ein toller Spaß für Jung und Alt mit neurotischen Zoobewohnern, die dank eines Psycho-Pinguin-Quartett unfreiwillig im Dschungel stranden! O-Ton eines einheimischen Lemuren:"I like to move it, move it!"
In einer Altstadtkneipe haben wir dann zufällig Bekanntschaft mit zwei Mediziner älteren Jahrgangs gemacht, welche wie in ihren alten Studentenzeiten einen Abend verbringen wollten. So konnten wir uns mal von einem Chefarzt auf ein paar Bier einladen. Daß man sich dann dabei noch all seine Anekdoten aus seinem Leben anhören muß, gehört natürlicherweise wohl dazu. Aber wie hatte er uns allen noch gesagt:"Auch Sie können alle mal Chefarzt werden!"
Alternativ ging es einmal auf eine Studenten-Medizinerfete am Fuße des Fernsehturms. Man feiert ja auch gerne unter seinesgleichen, auch wenn es am Ende auf Babewatching auf der Terrasse rauskommt, weil die Musikauswahl teilweise etwas seltsam war und im Tanzsaal tropische Temperaturen geherrscht haben.
Dann vielleicht mal wieder am Tischkicker seine Fahigkeiten beweisen, auch wenn da ein paar Bälle abhanden gekommen sind...da wird dann plötzlich bei manchen der Ergeiz geweckt, es seinen Kumpels mal zu zeigen was Sache ist.
Irgendwie gehört es dann noch dazu, daß man sich nach einer "langen" Nacht um 3 Uhr noch in einer Döneria einen kleinen Nachmitternachtsnack gönnt, um dann glücklich und zufrieden ins Bett zu gehen.
Tja, so können nur Männerabende enden...










Nachthimmel in der Suite, bei Hausmusik und auf einer Gartenparty

Montag, 11. Juli 2005

Auf der Tour de France

Die Tour de France ist mal wieder zu Gast in Deutschland gewesen. Einmal direkt auf der Strecke dabei zu sein, ist wirklich ein Erlebnis - wenn auch sehr schnelles...
Nach einer wahren Spielenacht - es wurde vom Abendessen bis zum Frühstück gezockt - ging es kurz nach 9 Uhr an die Strecke. Wir haben uns knapp 500m unterhalb der ersten Bergwertung postiert um die Fahrer nicht allzu schnell vorbeiziehen zu lassen. Die Rennfahrer wurden erst gegen 12 Uhr erwartet, aber zur Tour de France gehört auch immer noch eine kilometerlange Werbekarawane. Diese startet schon etwa 2 Stunden vor dem eigentlichen Rennen und beglückt die Zuschauer am Straßenrand mit allerlei tollen Werbegeschenken, Musik und tanzenden jungen Mädels.
So konnen wir unter anderem mal französische Gummibären in knallbunten Atomfarben probieren, alle möglichen Kopfbedeckungen sammeln oder uns einfach mit den anderen Zuschauern um die verteilten Geschenke streiten.
Das eigentliche Radfahrerfeld zog dann in knapp 5 Minuten an uns vorbei...bergauf natürlich mit knapp 4% Steigung!
Danach machte sich die Menschenmasse relativ schnell wieder vom Berg runter bzw. wieder auf den Berg hinauf ohne natürlich das ultimative Verkehrschaos nicht zu vermeiden. Es ist dabei immer erstaunlich wieviele intelligente Autofahrer existieren, welche sich nach dem Rennen wieder sofort durch das Menschenmeer auf dem Heimweg machen wollten...


Tour d'Allemagne

Dienstag, 5. Juli 2005

In der Stadt

Seit ich denken kann bin schon immer gerne herumgereist, habe fremde Orte erkundet und habe mich dort auch wohl gefühlt. Es gibt jedoch Orte da fühlt man sich richtig zu Hause. Man läuft durch die Fußgängerzone, geht durch die Geschäfte, trinkt dort ein Bierchen, ißt hier eine Kleinigkeit...und man trifft immer Menschen, die man kennt und gerne hat!
Das macht vieles aus um sich wohl zu fühlen. Ich habe das Gefühl, daß jeder einen festen Punkt im Leben haben muß. Im Moment bin ich nicht wirklich zu Hause. Ich wohne zwar in meinem Zimmer, mit meinem Krimskrams etc. aber zu dem Ort fehlt mir einfach eine richtige Bindung. Das Problem ist, daß ich nur "zugezogen" bin und dort außer meiner Familie keine Freundschaften mehr habe. Gut, meine Familie ist ja da könnte man jetzt argumentieren, aber der Ort ist auch sehr traurigen Erinnerungen verbunden.
Die Studentenzeit hat einen geprägt...man hat neue Horizonte und Grenzen kennengelernt. Klingt vielleicht etwas abgedroschen, aber für mich war es eben so. Man stand zum ersten Mal mehr oder weniger auf den eigenen Füßen und konnte machen was man wollte.
Im Moment fürchte ich mich irgendwo neu anzufangen...das Studium ist schon längst vorbei. Die Promotion so gut wie abgeschlossen. Das Ersparte allmählich aufgebraucht. Und man ist allein. Jetzt beginnt wieder alles von vorne. Während man am Anfang des Studiums mit vielen anderen seine Sorgen teilen konnte, sitzt du nun erst mal alleine in der großen weiten Arbeitwelt und muß dir einen Einstieg verschaffen.
Der erste Versuch ist leider gescheitert und hat einen nicht gerade ermutigt weiterzumachen.