Dienstag, 23. Mai 2006

Bilderwahn

Laut einer großen deutschen Boulevardsportgazette werden weltweit pro Tag 65 Millionen Fußballbilder gedruckt! So sollen täglich neun 24-Tonnen-LKWs die Fabrik in Modena/Italien verlassen, der Stadt welche eigentlich für die schnellen roten Autos bekannt ist...in Deutschland sind angeblich 35 Millionen Tütchen mit jeweils fünf Bildern in den Handel gekommen!
Inzwischen fehlen mir in meinem Sammelalbum noch 164 Bilder! Leider habe ich gleichzeitig wohl mindestens genausoviele - wenn nicht gar mehr - Doppelte! Bei jedem neuen Kauf sinkt die Trefferquote, daß man ein Bild noch nicht hat...heute habe ich von 50 Bildern gerade mal noch 10 ins Album kleben können...manche Sticker liegen bereits in -zig-facher Ausführung vor! Trotzdem kauft man nun immer noch die Tütchen bei jeder Gelegenheit...
Immerhin tröstet es, daß es allen anderen Sammlern auch so geht! Besonders rar sind bei mir noch die Brasilianer und Schweizer! Ansonsten sind die restlichen Mannschaften schon relativ vollständig. Unglaublich bleibt bei der Menge an Bilder, daß man doch stets dieselben Doppelten aus der Tüte zieht. Dabei heißt es, daß alle Bilder in gleicher Anzahl gedruckt werden und dann nur per Zufallsprinzip verpackt werden...


Zehn neugekaufte, verschlossene Tütchen liegen zum Aufreißen bereit...


...unglaublich wieviel Müll beim Sammeln doch zusammenkommt...


...so nun kommt der spannende Moment, welche Bilder man ins Album kleben kann...


...die traurige Ausbeute und die Ernüchterung, daß der Doppeltenstapel schneller wächst als die Bildchen für's Album!?!



Montag, 22. Mai 2006

Land unter

Am Wochenende wollte ich endlich mal auch mal live - also sprich als Zuschauer - beim Mannheim Marathon dabei sein...nachdem ich es bisher noch nie geschafft habe mal an der Strecke zu stehen...
Naja, ich habe meinen kleinen Bruder ins Auto gepackt und ihn einfach mal Richtung City mitgeschleppt. Nachdem wir einen Parkplatz gefunden haben, ging es dann quer durch die Quadrate vorbei an unzähligen Helfern, welche später die Strecke sperren sollten, Richtung Wasserturm. Dort sollte dann so kurz nach 18 Uhr der Startschuß für die knapp 42 km fallen. Unterwegs haben wir uns noch mit neuen Fußballbildchen und was essbaren von einem etwas anderem Restaurant eingedeckt...
Doch kurz bevor wir dann unseren Treffpunkt im Rosengarten erreichten brach plötzlich das stärkste Unwetter über uns aus, das ich je hier miterlebt habe...glücklicherweise habe ich dem Kleinen noch vorher in eine Regenjacke gepackt. Ich war jedoch innerhalb weniger Minuten klitschnaß! Um uns herum brach ein wenig Chaos aus, da jeder versuchte sich irgendwo unterzustellen. Die Zelte von den Rettungsdiensten flogen hoch, die Straßenabsperrungen fielen um und die vielen bunten Fahnen am Start/Zielbereich mußten sich dem Orkan geschlagen geben...glücklicherweise kamen wir noch bis zum Rosengarten durch!
Nun gab es das Problem "Wie komme ich durch die Menschenmasse ins Foyer rein?". Aber mit meinem Bruder an der Hand ging das überaschenderweise doch ganz gut...so wurden wir netterweise von den meisten Leuten vorgelassen. Da soll mal einer sagen Deutschland sei nicht kinderfreundlich!?! Drinnen herrschte natürlich schon dichtes Gedränge. Ein Wunder, daß wir dann endlich noch unsere Freunde gefunden haben.
Der Start wurde wegen des Unwetter zunächst um eine Stunde nach hinten verschoben. Das Rennen der Inliner und Rollstuhlfahrer wurde gleich abgesagt. Tja, auf dem Balkon konnten wir dann sehen wie allmählich wieder die Sonne zum Vorschein kam. Auf der Straßen konnten wir beobachten wie die Kinder vom Bambinilauf nach und nach ins Ziel eintrudelten. Echt erstaunlich, daß die Kleinen den Sturm scheinbar unbeschadet überstanden haben und tapfer weitergelaufen sind...die Eltern waren sicher auch heilfroh sie dann wieder in die Arme schließen zu können. Irgendwo war angeblich sogar ein Blitz eingeschlagen!
Inzwischen überbrückten wir die Wartezeit drinnen mit einem kleinen Snack bis schließlich kurz vor dem neuen Startanlauf der Marathon endgültig abgesagt wurde. Einige der Läufer haben sich sicher zunächst geärgert, daß ihre Vorbereitung nun umsonst gewesen ist. Andere waren vielleicht dann doch ganz froh sich nicht über die Strecke quälen zu müssen...aber die Strecke war nach dem Sturm wohl nicht mehr zu Hundertprozent sicher, da wohl vielerorts Baüme umgeknickt waren oder die Straßen unter Wasser standen.
Nachdem ich dann meinen Bruder wieder nach Hause gebracht habe, hieß es dann auch: Die Party kann losgehen! Zunächst ging es aber erstmal an ein großes Büffett (eigentlich nur für die Läufer gedacht), wobei ich mich dabei gesponsort von einem großen Finanzdienstleister den ganzen Abend aushalten ließ...nachdem dann der Bauch gesättigt war, legte der DJ langsam etwas tanzbare Musik auf...so füllte sich langsam nach einem doch sehr verhaltenem Auftakt mit so richtig alten Dancefloor-Hits
die kleine Tanzfläche...wann habt ihr zuletzt Dr.Alban oder gar Technotronic gehört?

Dienstag, 16. Mai 2006

Ein Nachmittag im Zoo

Im Moment habe ich wieder eine Woche dienstfrei. So war ich mal wieder mit meinem kleinen Bruder und mit einer Freundin und ihrem Kind im Zoo unterwegs...die beiden Kleinen haben uns Große dann einen Nachmittags lang doch ganz schön auf Trab gehalten...
Aber so ein Zoobesuch ist auch für Große sehr interessant - vor allem wenn die Kleinen die einzelnen Tiere schon besser benennen können als unsereiner selbst...oder habt ihr schon mal was von einem Schabrackentapir oder gar einem Gayal gehört? Unglaublich was? Für den nächsten Besuch werde ich mal mein Safaribuch von meinem Südafrika-Aufenthalt mitnehmen...


Post-prandiale Müdigkeit bei den Seelöwen...


...unterwegs an der Nordseeküste...


...Affentheater bei der Essensausgabe...


...vier Känguruhs mal auf der anderen Seite der Hemisphäre!


Flamingos - Pretty in Pink!


Zu Gast bei Biene Maja und Willi...


Wer hat hier die größte Spannweite?

Tatort: Gartenzaun

So da war ich letztes Wochenende dauernd unterwegs mit dem Auto und wo ist dann mal was passiert? Klar, zu Hause direkt vor der Haustüre! Am Freitag war ich in Frankfurt...und dann das restliche Wochenende in Heidelberg. Beide Male habe ich mein Auto einfach auf der Straße abgestellt. In Heidelberg sogar direkt am Neckar, wo ansonsten niemand mehr wohnt und man sicher leicht mal einen Wagen knacken könnte.
Tja, und gestern Mittag wollte ich mal wieder mit den Auto losziehen...und was mußte ich da zu meinem Ärger entdecken? Da hat doch wohl tatsächlich jemand versucht mein Auto aufzuknacken. Dabei war er glücklicherweise nicht sehr erfolgreich, hat jedoch trotzdem einen Schaden hinterlassen und mein gerade mal mein ein-monat-altes Türschloß demoliert!
Naja, was tun? Bin erst mal zur Polizei gegangen, um Anzeige zu erstatten. Dort war hochbetrieb, da ich wohl nicht der Einzige gewesen bin, dessen Auto beschädigt bzw. sogar beklaut worden ist. Nach knapp einer dreiviertel Stunde kam ich dann endlich zu einem Beamten...
Danach bin ich natürlich in eine Autowerkstatt gefahren, um das Schloß auszuwechseln. Leider hatten sie nichts auf Lager und so muß ich nun wohl eine Woche lang mit einem kaputten Schloß rumfahren...immerhin funktioniert noch alles...


Schloßgeschichten...

Donnerstag, 11. Mai 2006

Alltagsgeschichten

Gestern nach der Arbeit bei der Tankstelle...habe zuerst normal getankt und gezahlt...danach habe ich auf dem Tresen noch ein Box mit Fussballbildern entdeckt...zähle die Päckchen, gehe schließlich mit den noch restlichen Tüten in der Box erneut zur Kasse und will zahlen...der Tankwart schüttelt nur den Kopf...

O-Ton Tankwart: "Bis jetzt haben nur Erwachsene diese Bilder gekauft! Schon wieder eine Box leer!"

Ich: "Naja, Kinder fahren noch nicht so oft Auto..."

Tankwart: "Neee, da sind immer Kinder dabei, aber kaufen tun nur die Väter...die Kleinen beachten die Bilder gar nicht...!"

Naja, bin danach wieder in mein Auto gestiegen und weitergefahren...nach langer Zeit bin ich mit zwei Kumpels mal wieder im Schnitzelhaus und danach im Kino gewesen.
Auf den Weg nach Hause...es war wohl so kurz nach 1 Uhr nachts, kam ich dann noch in eine Polizeikontrolle...dachte ich müßte da mal in so ein Alkotester blasen, aber nein die Polizistin frägt mich stattdessen nur, wer da gerade im Radio singt...die hat sich wohl gewundert was ich für ein Typ bin als sie mal kurz reingeschaut hat...während der Fahrt haben sich die vielen Paninitütchen im ganzen Wagen verteilt...
Daheim habe ich dann noch alle Päckchen auf gemacht und die Bilder in mein Album eingeklebt...leider bekommt man ja mit der Zeit beim Sammeln immer mehr doppelte Bilder...es ist aber unglaublich, daß man bei etwa 600 zu sammelnden Bilder doch teilweise fast immer dieselben Doppelten erhält!?! Tja, so habe ich beispielsweise inzwischen einen amerikanischen Nationalspieler doch ganze drei mal aus der Packung gezogen!?!

Samstag, 6. Mai 2006

Lachen als Medizin

Nach einer anstrengenden Arbeitswoche habe ich am Freitagabend mal wieder die einzig wahre Medizinerparty in Heidelberg besucht. Eingetragen als Helfer auf der Gästeliste gab es so für ein wenig Arbeit kostenlos Speis und v.a. Trank...nach einem kurzen Aufwärmen mit einem mildem Chili con Carne und belgischen "Cassisbier" bei einem Freund, mußten wir uns leider schon frühzeitig von unserer weiblichen Begleitung bei der wohl unfreiwilligen "Gegenparty" von den Historikern verabschieden. Eigentlich wollten wir auf der Medizinerfete auch wieder neue Kondome unter das Volk bringen. Diesmal war es leider mal wieder zu kurzfristig und wir konnten nicht wieder für die AIDS-Hilfe aktiv werden. Wir sind dann einfach so als Fussballer von Deutschland, Frankreich und Brasilien auf die Party im Feld gegangen.
Auf der Party haben wir dann noch einige alte Bekannte wiedergesehen, wobei man inzwischen immer weniger von ihnen auf solchen Events antrifft. So haben wir uns an dem Abend von Bar zu Bar gezwängt und uns bei freiem Zugang auf die Bar vergnügt...nachdem jeder von uns seine Arbeitsschicht absolviert hatte, ging es dann mal wieder gerade kurz vor Sonnenaufgang ins Bett...einer von uns hatte sich leider schon viel früher verdrückt, da er am Samstagnachmittag pünktlich die Bundesliga live im Fernsehen sehen wollte...
Den Samstag haben wir übrigen Jungs dann ganz faul mit Eis im Hörnchen auf der Neckarwiese verbracht. Dann habe ich mich mal wieder um mein Fussballsammelalbum gekümmert
...ich habe inzwischen etwa 150 Bilder...um pünktlich um 18:15 Uhr dann die Sportschau zu gucken...
Am morgigen Sonntag ist wohl der Weltlachtag! Leider muß ich da arbeiten...ich hoffe mal, daß ich dabei auch noch Lachen kann und es nicht wieder so stressig wird wie an meinem letzten Sonntagsdienst...so nun kommt heute nach längerer Abstinenz mal wieder ein nettes Zitat...

"Lache...und die ganze Welt lacht mit dir. Weine...und du weinst allein." Oh Dae-Su in Oldboy

Montag, 1. Mai 2006

Walpurgisnacht

Gestern war vielerorts wieder der Tanz in den Mai angesagt. Da ich leider nicht so der begabte Tänzer bin und mir auch noch die passende Partnerin fehlt, habe ich mich nach längerer Zeit mal wieder zu einem richtig lustigen Männerabend getroffen.
Zunächst haben wir uns beim Kartenspielen mit ein paar Tannenzäpflen für die Nacht warm getrunken. Nach einem leckeren selbstgekochten asiatischen Stir-and-fry für den hungrigen Bauch, haben wir uns dann zu fünft auf den Weg auf die Thingstätte in Heidelberg gemacht. In alter Studententradition ging es so über den Philosophenweg und dann einmal quer durch den Wald mit tausenden von anderen Wanderern hoch auf den Berg.
Zuletzt bin ich vor meinem 2.Staatsexamen dorthin gelaufen. Doch da einer aus unserer Gruppe doch tatsächlich nach über 6 Jahren Studium in Heidelberg noch nie auf den Philosophenweg bzw. zur Walpurgisnachtfeier auf der Thingstätte gewesen ist, mußten wir ihm diese Peinlichkeit endlich mal austreiben! Der Weg war schon am Neckar voller gutgelaunter und feuchtfröhlicher Menschen. Doch schnellen Schrittes haben wir uns durch die Massen gezwängt und sind dann überraschenderweise doch relativ rasch am Ziel angekommen.
Wer noch nie zur Walpurgisnacht dort oben gewesen ist, wird erst mal aus dem Staunen nicht herauskommen. Hunderte, ach was bestimmt tausende hauptsächlich junger Leute versammeln sich dort jährlich und feiern meist friedlich gemeinsam. Viele sitzen mit Gitarren um ein Lagerfeuer und singen Lieder. Man kann außerdem zahlreiche Jongleure, Feuerschlucker und sonstige Pyromanen bewundern. Immer wieder steigt auch mal eine Feuerwerksrakete in die Luft. Einmal kam uns ein quergeschlagener Böller bedrohlich nahe und explodierte nur wenige Meter vor uns. Das war nicht ungefährlich und der Übeltäter wurde auch gleich von anwesenden Polizisten zur Brist genommen. Es hätte echt böse ins Auge gehen können. Natürlich fließt der Alkohol in Massen. Ich beneide niemanden, der heute dort saubermachen durfte. Um uns herum vermischten sich die Gerüche von Einweggrills, Duftkerzen, Räucherstäbchen und diversen grashaltigen Tabakwaren...
Unser mitgebrachter Getränkevorrat war leider viel zu schnell aufgebraucht. Doch glücklicherweise haben wir im ganzen Trubel noch eine nette weibliche Bekanntschaft gemacht. Diese hat uns dann weiterhin mit Speis und Trank versorgt!
Leider hat der Regen dann noch unseren Aufenthalt getrübt...da wir leider nicht richtig wetterfest gekleidet waren, mußten wir uns dann doch früher als geplant wieder verabschieden. Aber die nächste Party ist ja auch schon wieder bald!

Samstag, 29. April 2006

Sammelfieber

Nach langer Zeit hat mich mal wieder das Sammelfieber gepackt...wie bereits erwähnt habe ich ja seit neuesten wieder ein Fussballsammelalbum zur WM. Ursprünglich wollte ich es meinem kleinen Bruder überlassen...leider ist er wohl noch etwas zu klein dafür...naja, jedenfalls fehlt ihm da wohl noch etwas der Bezug und er bevorzugt im Moment wohl alle Jungs im Kindergarten eher diese japanischen Mangacomic-Karten zum Sammeln. Immerhin hat er gleich begriffen, daß die silbernen Fussballbildchen mit den Verbandswappen etc. wertvoller sind als die einfachen Spielerkarten.
Nun habe ich mir diese Woche am Kiosk insgesamt 20 Päckchen mit den Klebebildern besorgt. Nachdem ich die ersten 10 Päckchen ohne doppelte Bildchen ausgepackt habe, hat mich nun auch der Ergeiz gepackt das Album vollzukriegen. Inzwischen habe ich immerhin 106 Bilder, was etwa 1/6 aller Bildchen entspricht! Dabei habe ich schon stolze 11,40 EUR ausgegeben. Gestern habe ich dann schon mit ein paar Gleichgesinnten die ersten doppelten Karten ausgetauscht. Bis auf die Tschechen, Japaner und Angolaner habe ich bereits von jedem WM-Teilnehmer mindestens ein Bild im Album...jetzt hat einer von uns sogar ein Sammelforum im Netz eingerichtet, wo wir die Sammelkarten austauschen können...
Pünktlich zur WM gibt es jetzt aber auch wieder andere Dinge zum Sammeln! Nach Einführung des Dosenpfands kann man nach langer Zeit so wieder Cola-Dosen mit Bilder von den Nationalspielern kaufen! Früher habe ich ja bei jeder Gelegenheit die bunten Sammeldosen zu jeder Gelegenheit gesammelt...ein Teil meiner internationalen Cola-Dosensammlung steht noch in meinem Zimmer!
Ansonsten gibt es nun auch wieder die limitierte "Kunst-Edition" der Welde-Brauerei im Handel...habe mir da gestern auch schon einen Kasten gegönnt! Bereits etwas länger im Getränkemarkt erhältlich ist vom Rothaus Tannenzäpfle eine Flasche mit einem historischen Etikett!


Tannenzäpfle alt und neu

Donnerstag, 27. April 2006

Ein Tag im Legoland

Ein Muß für Lego-Fans ist dort natürlich der Besuch im Miniland, wo berühmte Gebäude und zum Teil ganze Städte im Miniformat aus Legosteinen nachgebaut wurden! Viele Exponate waren beweglich oder irgendwie anders aktiv. So sind bei dem Nachbau des Flughafen München die Flugzeuge auf Knopfdruck losgerollt oder ein Feuerwehrlöschfahrzeug hat einen Wasserstrahl auf die Zuschauer gerichtet.
Auch die restlichen Attraktionen sind weitestgehend sehr liebevoll im Stil der berühmten Plastiksteine konstruiert worden. Wobei man sagen muß, daß die ganzen Fahrgeschäfte eher was für kleine Kinder sind...im Prinzip kann man dort schon im Kindergartenalter mit der "Achterbahn" fahren! Also im Vergleich mit anderen Freizeitparks sind die schon etwas lächerlich, was den "Thrill-Faktor" angeht. Die Besucher waren so auch in der Mehrzahl Familien mit kleinen Kindern. Darüberhinaus gab es dort - auch für die Großen interessant - eine kleine Lego-Fabrik zu besichtigen in der man interaktiv sehen konnte wie die bunten Steine hergestellt werden. Jeder Besucher erhielt einen frisch produzierten roten Stein als Erinnerung geschenkt.
Ansonsten kann man im Legoland natürlich alles erdenkliche, was auch nur im entferntesten mit Lego zu tun hat erwerben...dafür gibt es zahlreiche Shops, die jeweils passend zum jeweiligen Parkthema neben den bekannten Spielsortiment auch weitere sonst nicht frei-erhältliche Lego-Merchandise-Produkte verkaufen. Ich habe mich so u.a. mit einer Lego-Eieruhr, einer Eiswürfelform im Legosteinformat sowie mit Schlüsselanhängern aus Legomännchen eingedeckt...leider gab es nicht mehr die coolen Starwars-Legofiguren als Anhänger dafür aber Starwars-Magnetfiguren, welche dann jedoch doppelt so teuer waren wie die Standardfiguren.



Blick auf das Miniland


Der Flughafen München aus Lego


Ein A380 wird aus einem Hangar gezogen

Montag, 24. April 2006

Fuuussball

Die Bundesliga biegt in die Zielgerade ein und die Fussball-WM im Lande nähert sich mit großen Schritten! Die Meisterschaft wird wohl nicht mehr so spannend sein, aber der Abstiegskampf bietet noch einige brisante Duelle! Wen das Fussballfieber bis jetzt noch nicht gepackt hat, werde ich wohl nie verstehen können...
Naja, gestern war ich mit ein paar Freunden zu Besuch bei einer guten Freundin. Dort haben wir dann noch ein paar andere Fussballverrückte getroffen. Samstag haben wir uns beim gemütlichen Grillen zur Sportschau noch über die ungünstigen Spielergebnisse für unsere Lieblingsvereine geärgert. Im weiteren Verlauf des Abends wurden dann die ersten Gespräche zur WM angefangen. Passenderweise gab es in der WG-Küche auch schon einen speziellen WM-Schrein u.a. mit Postern von der deutschen Nationalmannschaft. Dabei fiel natürlich gleich auf, daß die dort abgebildeten Spieler teilweise gar nicht mehr mit dem "aktuellen" Kader übereinstimmen...in dem man die längste Praline der Welt bzw. eine Haselnusstafel knabberte, konnte man seinen Beitrag zum Schrein machen und die in der Packung enthaltenden Fussballsammelbildchen auf das Sammelposter kleben.
Als kleiner Junge habe ich damals regelmäßig Fussballbilder gesammelt und getauscht. Natürlich hatte ich auch die legendären Paninisammelalben vollgeklebt. Irgendwann während der Nacht wurden dann plötzlich Sammelbestellungen für die BamS angenommen! Warum? Die Ausgabe dieses Wochenendes enthielt nämlich ein Panini FIFA WM 2006 Sammelalbum und zusätzlich noch sechs Sammelbilder. So kam es dann, daß am Sonntagmorgen sechs erwachsene "Männer" mit strahlenden Augen ein Sammelalbum in der Hand hielten und teilweise schon begannen die ersten Bilder einzukleben...lediglich einer von uns hatte sich der Sammelwut entzogen und sich keine BamS bestellt...komisch was?
Am Nachmittag haben wir uns dann noch vor der schönen Kulisse eines Seeschlosses selbst auf den Rasen gewagt und sind einem Original Mini-WM-Fussball hinterhergejagt...leider waren die Platzverhältnisse zum Teil doch etwas holprig, wobei der Rasen in manchen Bundesligastadien wohl derzeit nicht viel besser aussieht! Naja, beim Spiel vier gegen vier wurde bei mir und einigen anderen dann die fehlende Kondition deutlich...O-Ton: "Ein Fussbalfeld ist doch eigentlich noch mal doppelt so groß, oder?" - "Sogar viermal so groß!"...Hauptsache es hat Spaß gemacht!
So nun hoffe ich, daß ich endlich auch noch irgendwie an WM-Tickets rankomme. Ich mache derzeit schon an allen möglichen Gewinnspielen bzw. Werbeaktionen mit, um evtl. doch noch auf ein Spiel zu kommen! Ansonsten bin ich für die WM gerüstet! Also drückt mir mal die Daumen!


WM-reif

Dienstag, 18. April 2006

Abgaben über Abgaben

Kaum ist man in der Arbeitswelt, wird man plötzlich überall zur Kasse gebeten...Sei es für diverse Versicherungen um sich beruflich und privat abzusichern oder bei Medizinern noch die Beiträge an die Ärztekammern - bei denen man Pflichtmitglied ist - und natürlich auch die Zahlungen an das Finanzamt selbst. Es ist doch ernüchternd zu sehen was einem bei der Lohnabrechnung am Monatsende automatisch schon alles abgezogen wird...
Tja, und nun hat mir plötzlich auch die GEZ eine richtig fette Rechnung nach Hause geschickt...ich hätte nun bis Samstag letzter Woche über 200 EUR zahlen müssen! Zu dumm nur daß der Brief wohl wegen der Feiertage erst gerade bei mir ankam...
Ich bin mal gespannt, was in der nächsten Zeit noch für Forderungen an mich geschickt werden...es gibt ja echt soviele Dinge an die man während seines Studiums nicht gedacht hat...letzte Woche habe ich nun offiziell meine Exmatrikulation von der Universität zugeschickt bekommen...so spar ich mir diesmal noch die Studiengebühren...

Dienstag, 11. April 2006

Durch die Brille

Als Mediziner geht man ja nicht so gern selber zum Arzt...gestern habe ich mich jedoch mal wieder in eigener Sache an einen Kollegen gewandt. Die "Eigentherapie" ist irgendwie nicht weitergekommen und so habe ich mich mal für eine weitergehende Diagnostik mal an einen Facharzt gewandt.
Irgendwie kommt man sich schon etwas komisch vor, wenn man als Arzt zum Arzt geht...als ob man selber keine Ahnung hat. Naja, um mein Gewissen zu beruhigen bin ich dann mit einer Überweisung zum Lungenfacharzt gegangen.
Nach dem ich einen kurzen Anamnesebogen ausgefüllt habe, saß ich erst mal eine Weile im Wartezimmer fest...Zeit genug um sich durch intensive Lektüre der verschiedenen bunten Blätter wieder auf dem neuesten Stand im Klatsch und Tratsch zu bringen...wer ist mit wem zusammen/getrennt/geschieden?!?
Nach einer dreiviertel Stunde kam ich dann schließlich ins Sprechzimmer. Da mein letzter Allergietest schon eine Weile her war, habe ich mich dann zu einem neuen Test überzeugen lassen. Eine Arzthelferin hatte dann das Vergnügen mir am Rücken und an den Armen verschiedene Testsubstanzen zu injizieren bzw. zu beträufeln...u.a. Lösungen mit Pferde- und anderen Tierepithelien...und natürlich noch je eine positiv und eine negativ Kontrolle. Der Test hatte dann aber nicht ganz das erwartete Ergebnis gezeigt...
Danach hat mir dann eine andere Arzthelferin Blut abgenommen...leider hat sie nicht sofort die Vene getroffen, so daß sie noch ein wenig mit der Nadel "rumgestochert" hat...autsch! Das sollte/müßte man den Krankenschwestern in der Klinik auch mal erlauben, daß sie die Patienten pieksen dürfen! Das würde mir morgens bei der Arbeit auf Station immer eine Menge Zeit ersparen! Das Laborergebnis bekomme ich nun erst in knapp einer Woche.
Schließlich kam ich dann noch zum Vergnügen eines Lungenfunktionstest...im Krankenhaus habe ich schon einige Patienten zu diesem Test geschickt und dann auch die Messergebnisse ausgewertet...aber gesehen oder mal selbst gemacht habe ich sowas auch noch nie! Es ist manchmal doch ganz gut zu wissen, was die Patienten alles durchmachen müssen. Und dieser Funktionstest ist auch nicht so ohne. Ich denke viele Patienten v.a. auch die etwas älteren werden dabei sicher trotz Anleitung etwas überfordert sein. Für den Test mußte ich in eine kleine Zelle steigen - sieht so ähnlich wie eine Telefonzelle früher aus als sie noch Türen und ein Dach hatten - nur kleiner! Dann mußte ich mir - statt eines Telefonhörers - ein kleines Atemrohr in den Mund nehmen durch das ich dann immer ein- und ausatmen sollte. Meine Nase wurde durch eine Klammer dicht gehalten...Das durch den Mundatmen ist doch etwas gewöhnugsbedürftig gewesen. Damit konnten so meine Atemvolumina etc. vor und nach Provokation mit einer Testsubstanz und nach Medikamentengabe gemessen werden. V.a. das forcierte Ausatmen in das Rohr ist doch etwas anstrengend gewesen. Würde mich nicht wundern, wenn der eine oder andere in der kleinen Zelle während der Untersuchung schon mal panisch wird...der Test war bei mir aber soweit völlig normal...so das die ursprüngliche Arbeitshypothese von meinem Kollegen vorerst verworfen wurde, der mich schon auf eine Asthmaschulung schicken wollte...
Nun warte ich noch auf meine Laborergebnisse und werde mich dann vielleicht an einen anderen Spezialisten wenden müssen...


Immer den Durchblick behalten

Freitag, 7. April 2006

Die Entdeckung der Trägheit

Tja, haben wir uns das alle so vorgestellt? Jetzt arbeitet man und verdient Geld damit man es in der Freizeit ausgeben kann? Schön wär's...
Mittlerweile ist es richtig schwer geworden seine Freizeit einigermaßen zu gestalten. Ich muß meinen Dienstplan fast zwei Monate im voraus planen. Spontane Aktionen müssen dann schon mal daran glauben. Immerhin werden dann meist auch die eigenen Dienstwünsche für die weitere Planung berücktsichtigt. Wer hätte gedacht, daß ich mein Leben jemals so weit im voraus gestalten würde...
Aber es kommt schon häufiger vor, daß so unsereiner arbeiten muß während die Freunde und Bekannten frei haben. Was mir sonst auffällt...man wird bequem und faul! Man überlegt sich heute eher dreimal, ob man nun auf zwei Stunden weniger Schlaf verzichten soll oder doch die Trägheit hinter sich läßt und stattdessen noch zwei Bierchen trinken geht. Während man früher doch öfter mal spontan unter Woche mal noch kurz irgendwo was trinken geht, wird heute bei vielen eher die TV Couch im heimischen Wohnzimmer bevorzugt. Selbst Treffen welche schon länger im voraus verabredet worden sind enden oftmals schon kurz nach 22 Uhr wegen kollektiver Ermüdung der Teilnehmer. V.a. bei Leuten die Freund bzw. Freundin haben ist das der Fall, wo auch schon mal die Müdigkeit des Partners plötzlich auf einen selbst rüberspringt. Und als Alleinstehender guckt man da schon dumm aus der Wäsche. So muß man am besten auch sein Freizeitaktivitäten bereits einige Wochen im voraus planen damit man sich auch mental darauf einstellen kann. Hinzu kommt leider, daß man inzwischen beruflich bedingt teilweise etwas weiter entfernt voneinander wohnt.
Glücklicherweise gibt es aber immer wieder Ausnahmen...so konnte ich letzte Woche mal wieder mit einer Freundin eine kleine Sischa in einer neuen Oriental Lounge genießen...

Montag, 3. April 2006

Klinikwahrheiten

Nach einem langen Arbeitstag bin ich nun endlich zu Hause...da heißt es ja so schön am Wochenende passiert ja nicht soviel im Krankenhaus...
Ich hatte heute - also genau genommen gestern am Sonntag - meinen ersten richtigen "Tagdienst" d.h. ich war mit einer Kollegin zusammen für die ganze Medizinische Klinik "verantwortlich". Der fiel dann doch etwas länger aus...während eines Dienstes muß man alle Neuzugänge aufnehmen und versorgen, auf den Stationen ggf. Blutabnehmen, Braunülen legen und i.v.-Medikamente verabreichen, und man wird bei Bedarf von den Schwestern angefunkt, wenn noch sonstige Anordnungen zu machen sind oder ein Notfall eintritt. Ich war fast durchgehend in der Notaufnahme beschäftigt und jedes Mal, wenn ich dachte den Patient habe ich erstmal versorgt, da stand schon der nächste im Untersuchungsraum! Und so ein Piepser in der Tasche raubt einem wirklich jede Freiheit! Da wird man manchmal von bis zu drei Leuten gleichzeitig angefunkt damit man doch mal bitte vorbeikommt. Und als noch sehr unerfahrener Assi rennst du dann auch sofort von einem Brandherd zum nächsten, der dann natürlich am anderen Ende des Hauses liegt.
Naja, da lernt man am meisten! Eine andere junge Kollegin hatte mich ein paar Tage zuvor schon auf das Schlimmste vorbereitet - da ihr letzter Dienst so stressig war - und nachdem es beim Nachtdienst zuvor ruhig gewesen ist und in der Klinik viele leere Betten auf jemanden warten, habe ich es schon geahnt...Natürlich mußte ich nebenher noch meine Station visitieren...und wenn man da die Patienten nicht kennt, dauert es eben noch mal doppelt so lange!?! Tja, während meiner regulären Dienstzeit habe ich es so selbstverständlich nicht mehr geschafft...und so habe ich dann noch ein paar ältere Damen kurz aus Bett geholt, um sie wenigsten mal kurz gesehen zu haben...
Zwischendrin habe ich dann vor lauter Patienten echt mal den Überblick verloren...und jedes mal immer das ungute Gefühl bei einem Patienten was vergessen zu haben...so bin ich dann dauernd auf die verschiedenen Stationen gerannt, um mich zu vergewissern das ich alles richtig gemacht habe.
Morgen habe ich nun nach drei Monaten in der Klinik einen "Einführungstag für neue Mitarbeiter"...mal gucken, was das für eine Veranstaltung wird...

Sonntag, 26. März 2006

Frankfurter Würstche

Man sollte etwas von der Welt sehen solange man die dazu Zeit hat. Deshalb habe ich letzte Woche mit zwei Freunden mal einen Tag in Frankfurt verbracht. Bei strahlendem Sonnenschein - aber frischen Temperaturen - war so ein wenig shoppen in der Zeil, ein wenig spazieren am Mainufer und auch etwas Kultur bei einem Besuch im Deutschen Filmmuseum angesagt, wo es derzeit eine Greta Garbo Ausstellung zu sehen gibt. Erstaunlich wie sauber die Stadt gewesen ist, wenn man im Vergleich dazu seit Wochen die zugemüllte Innenstadt in Mannheim schon fast gewohnt ist...



Frankfurter Skyline durch eine Camera obscura betrachtet...



...Spiel mit den Kulissen - früher war es ja üblich, daß auch die weiblichen Rollen von Männern besetzt wurden...



...Kunst für fleißige Toilettengänger...



...nachmittags vor den Cafés am Römer...



...Tourist mit einheimischen Kneipen-Tour-Guide...



...Dem Wahren Schönen Guten an der Alten Oper

Samstag, 25. März 2006

Tod im Garten



Unser Haus liegt im "Geflügelpest Beobachtungsgebiet". Diese Woche fand ich nun zufällig in unserem Garten diesen toten Vogel. Tja, was tun? Ein kurzer Anruf bei der Polizei brachte schließlich Aufklärung...ab in die Mülltonne! Nur größere Vögel v.a. Wasservögel wie Enten, Schwäne etc. sind anscheinend zu melden. Da will ich mal hoffen, daß der kleine Piepmatz nicht krank gewesen ist und womöglich noch jemanden angesteckt hat...

Freitag, 24. März 2006

Streik

Nach den Müllmännern streiken seit geraumer Zeit auch die Ärzte in Deutschland für bessere Arbeitsbedingungen und bessere Bezahlung. Neben den angestellten Ärzten der Universitätskliniken zieht heute auch gezielt die niedergelassene Ärzteschaft auf die Straße, um auf ihre derzeitige Lage aufmerksam zu machen.



So sieht es aus, wenn mal die Müllabfuhr einige Wochen nicht vorbeikommt. Die Stadt gleicht wirklich einer Müllkippe. Gut, daß es derzeit noch relativ ist und der Abfall noch nicht in größerem Ausmaß zu neuem Leben erwacht.



Wie wird es wohl aussehen, falls mal wirklich keine Ärzte mehr arbeiten? Werden sich die Kranken auch auf der Straße sammeln?

Donnerstag, 16. März 2006

Sweet 16

Neulich in einem der schlauen Elektrofachmärkte...ich war gerade mit meinem kleinen Bruder unterwegs. Beim Stöbern in der DVD-Abteilung habe ich dann einen preisgekrönten - immerhin beim Grand Prix von Cannes 2004 - koreanischen Tarantino-Verschnitt in der Doppel-DVD Special Edition zu einem günstigen Preis gefunden und wollte ihn dann auch gleich kaufen. Gehe so an eine Kasse um zu bezahlen...plötzlich murmelt die Verkäuferin irgendetwas unverständliches mit "Sechszehn"...ich erst mal gar nix kapiert, was sie wollte...und sie sagt schon wieder etwas halb in sich hinein von wegen "Sechszehn"...ich dann daraufhin..."Hier steht aber 9,99 EUR auf dem Ettikett!"...sie guck mich mit großen Augen an...wir haben gerade völlig aneinander vorbeigeredet..."Nee!"...von wegen der Film ist erst ab 16 Jahren freigegeben und ob ich denn überhaupt schon 16 Jahre alt bin!?!
Tja, das ist mir ja noch nie passiert, daß ich beim Einkaufen oder sonst wo nach meinem Perso gefragt werde...höchstens in den USA mußte ich mich andauernd beim Bier holen im Liquor Shop ausweisen...ich hatte in dem Moment, aber auch überhaupt nicht damit gerechnet, daß ich noch nicht für volljährig angesehen werden könnte, geschweige daran gedacht, daß der Film erst ab 16 Jahren sein könnte...naja, ich bin nun auch schon eine Weile aus dem Alter raus...danach habe ich dann überlegt, ob ich ihr nun meinen Führerschein, den demnächst auslaufenden Studentenausweis oder gar den blauen Arztausweis vorzeigen soll...schließlich habe ich ihr doch nur den normalen Perso in die Hand gegeben...

Mittwoch, 15. März 2006

Start in die Grillsaison

Letztes Wochenende war es endlich wieder soweit...die diesjährige Grillsaison wurde stilgerecht eingeläutet! Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und zuvor leichten Schneefall haben wir es geschafft den Grill anzufeuern...mit Hilfe eines großen und stabilen Kinderkochbuches konnten wir schließlich nach Einbruch der Dunkelheit die Glut entfachen!
Zwischen den Gängen haben wir uns dann im Wohnzimmer am Kaminfeuer etwas aufgewärmt, wobei es eigentlich draußen ging mit der Kälte. Teilweise sind uns jedoch die Teller mit dem Grillgut festgefroren, was aber keinen Hindernisgrund darstellte unser Vorhaben nicht durchzuführen. Leider war der Großteil des Schnees bis zum Abend bereits wieder verschwunden. Aber es war trotzdem ganz nett mit einem kleinen Schwarzwälder Bierchen in der Hand auf Terrasse am Grill zu stehen. Die Mädels sind natürlich gar nicht erst aus dem Haus gekommen...eine Freundin mußte uns leider auch wegen Magenschmerzen bereits frühzeitig verlassen, vorher ist einer wegen Grippe gar nicht erst hergekommen. Trotz allem haben wir es irgendwie fast geschafft den Einkauf für eingeplante sechs Personen zu viert aufzuessen...wobei ich den Nachtisch dann doch etwas kleiner halten mußte...

Es gab so trotz Fastenzeit einen siebengängigen Menüplan mit hauptsächlich gegrillten Gängen...

~ Gemischten Salat mit Gran Padano in Joghurt-Senf-Dressing
~ Ofenkartoffeln in Buttermilch mit Ziegenkäse und Mozarella gratiniert
~ Chicken Wings in Honig-Chili-Marinade
~ Rumpsteak im Champignon-Speck-Mantel mit Orangen in Cointreau
~ Lammkotelettes in Knoblauch-Marinade mit Salsa verde
~ Lachs
in Folie mit Ingwer und Sojasoße
~ karamellisierte Bananen mit Schokolade und Honig in Rum flambiert

Ich hoffe mal, daß der nächste Grilltag nicht mehr all zu fern ist!


Hier kommt die Glut...


...Geflügelpestkeime fachgerecht auf dem Grill inaktiviert...


...Fleischeslust auf dem Schneidebrett...


...und noch was aus dem Backofen!

Sonntag, 5. März 2006

Vogelgrippe im Schneegestöber



Kaum zu glauben, daß man sich bei dieser winterlichen Idylle mit Präventionsmaßnahmen gegen eine Tierpest beschäftigen muß. Nun ist also die Vogelgrippe auch in Deutschland angekommen und ich bin natürlich mittendrin im Sperrgebiet. Naja, nicht ganz aber ich wohne hier im erweiterten Kontrollgebiet und muß auf dem Weg zur Arbeit durch den 3 km durchmessenden Überwachungsbezirk fahren. Ansonsten sind mir unterwegs bisher noch keine Warnschilder oder größere Sperrmaßnahmen auf den Straßen aufgefallen...immerhin wird in der Stadt trotz Streik wieder der Müll entsorgt...
Aufgrund des starken Schneefalls habe ich am Freitag für die knapp 6 km über den Rhein fast eine Stunde mit dem Auto gebraucht! Auf den Straßen gab es viel Blechschaden, wobei meist die teuren Autos aus Stuttgart oder München beteiligt waren, die ja eigentlich - Technik sei dank - bei jedem Wetter sicher zu fahren sein sollen...ein bayrisches Fahrzeug ist sogar gar nicht erst von Parkplatz runtergekommen, weil es auf dem Schnee keinen Grip auf die Hinterräder bekommen hat...mein kleiner roter Golf hat auch ständig auf der schneebedeckten Fahrbahn sein ESP aktiviert und ich bin teilweise ganz schön geschlittert...



Passenderweise bin ich nun seit ein paar Tagen auch schon etwas kränklich und habe diese Woche schon zwei Nachdienste hinter mir. In der kommenden Woche muß ich noch einmal nachts ran und habe dann erstmal wieder ein paar Tage am Stück frei. Wahrscheinlich ist bis dahin aber die Schneelandschaft schon wieder zu Matsch geworden. Falls nicht werde ich mal endlich mal wieder meinen alten Schlitten aus dem Gartenhäuschen holen und einen Hügel runtersausen!



Donnerstag, 2. März 2006

Fasten your belly

Nach der Fasnacht kommt nun die Fastenzeit...während der letzten Woche habe ich es mir ja so richtig gutgehen lassen und war fast täglich zum Essen aus...
Nachdem ich zuvor mit meiner Familie schon ein Chinarestaurant in der Nähe aus probiert habe. Bin ich letzte Woche mit ein paar Freunden in einen anderen Chinapalast gegangen. Dort gab es ein riesiges Büffet, was seinen Namen wirklich verdient hat. Man hatte neben dem "normalen" Essen auch die Möglichkeit sich aus frischen Zutaten - Fleisch, Fisch, Gemüse - und verschiedenen Soßen nach Belieben ein Gericht auf einer heißen Platte zubereiten zu lassen. Mongolisches Barbeque hat sich das dann genannt. Aufgrund der Vielfalt des Angebots war es schier unmöglich - auch für mich als guten Esser - sich einmal quer durch das Büffet zu schlagen...den Nachtisch habe ich so nicht einmal angerührt, weil ich schon so voll war...lekker war es diesmal aber trotzdem!
Ansonsten habe ich mir die Woche mehrmals so richtig gutbürgerlich den Bauch vollgeschlagen. In meiner alten Studentenstadt gibt es eine nette Gaststätte, wo man relativ günstig ein Tagesmenü bestellen kann. So habe ich mir mal ein Rumpsteak mit Zigeunersoße gegönnt. Dazu gab es vorher eine Champignonsuppe und einen gemischten Salat. Diesmal war das Essen leider nicht wirklich der Reißer. Ursprünglich wollten wir aber auch Schnitzel essen gehen. Bei mir daheim gibt eine kleine Klause, wo man so richtig gute Schnitzel bekommt. Da ich zufällig Besuch hatte, habe ich ihn dann gleich mal dahin geschleppt. Ich gönnte mir da ein riesiges Schnitzel mit Paprika und Soße. Aber auch Die Variante mit Zwiebelsoße ist sehr zu empfehlen. Dagegen war der Handkäse mit Musik leider etwas durchschnittlich, da er zudem nicht aus echten Handkäse zubereitet worden ist.
Da man nicht genug Schnitzel essen kann, haben wir es aber die doch noch in das beliebte Schnitzelhaus schafft! Dort kann hat mit 100 verschiedenen Schnitzelvariationen die Qual der Wahl! Und man soll es kaum glauben, aber einen Großteil habe inzwischen mit einigen Leuten schon ausprobieren können...im Gegensatz zu manchen meiner Freunde bestelle ich auch nicht immer dasselbe Schnitzel, sondern nehme jedes Mal eine neue Variante. Diesmal habe ich mich für das Pfälzer Metzger Schnitzel. Dabei wird das Schnitzel mit Pfälzer Bratwurstbrät gefüllt. Natürlich gibt es dazu noch einen Berg Pommes und einen gemischten Salat serviert.
Zum Wochenabschluß gab es dann auf einer Geburtstagsfeier so richtig lekkere Rollbratenvarianten vom Metzger. Dazu gab es natürlich auch noch ein Büffet mit Salaten, Kuchen etc. und als exotisches i-Tüpfelchen noch eine cremige Zitronengrassuppe. Meine bekannten Besuche bei königlichen Bullettenbräter lasse ich hier mal unerwähnt, wobei es derzeit lustige Spielzeugfiguren zu jedem Kindermenü gibt...
So gestärkt starte ich nun in die Fastenzeit und meine neue Arbeitswoche mit drei Nachtdiensten...


Mittwoch, 1. März 2006

Medizinischer Aschermittwoch

Die Zeit des beschaulichen Handels ist jetzt vorbei! Schneller als geplant war es nun für mich endlich soweit...ich mußte meine ersten Dienste in der Klinik absolvieren. Letzte Woche hat es schon mit zwei Tagdiensten angefangen. Als Neuling hat man ja meistens das Glück, daß man sich zuviel Gedanken darüber macht und am Ende war es doch wie in meinem Fall relativ ruhig in der Notaufnahme...Anfängerglück eben!
Mein erster Wochenend-Einsatz war da schon etwas spannender als plötzlich mit lauter Angehörigen konfrontiert wurde. Neben wirklich netten Leuten hatte ich leider auch mit einigen Menschen zu tun, welche meinen alles schlecht machen zu müssen was man macht und selbstverständlich auch alles besser wissen. Dummerweise konnte ich ihnen auch nicht immer gleich eine kompetente Antwort auf die vielen Fragen geben, was mir bei 35 verschiedenen Patienten auf Station doch noch erhebliche Schwierigkeiten macht. Da ich außerdem unter der Woche nicht arbeiten mußte, konnte ich so auch nicht beurteilen wie sich der Krankheitszustand der Einzelnen so verändert hat. So bin ich an dem Tag doch ziemlich "geschwommen"...immerhin haben alle das Wochenende wohlbehalten überstanden...am folgenden Montag durfte sich dann eine Kollegin von mir noch gleich eine Beschwerde wegen mir einfangen...
Gestern hatte nun erstmals das Vergnügen nachts arbeiten zu müssen. Diesmal war ich etwas mehr beschäftigt als bei meinen Tageinsätzen...so habe ich sicher die erste Hälfte der Nacht fast ausschließlich in der Notaufnahme gestanden, weil dauernd jemand neues gekommen ist sobald ich mit einem Patienten fertig gewesen bin. Natürlich wurde währenddessen auch ständig von den Station angepiepst, weil dort noch was zu machen war...ich muß schon sagen so ein Piepser kann richtig nervig werden, wenn das Ding dauernd Geräusche von sich gibt...und wenn man sowieso schon aufgeregt ist, macht einen dieses schrille Gepiepse während man noch mit was anderem beschäftigt ist teilweise noch verrückter...
Naja, ich habe es soweit ganz gut überstanden und darf nun am nächsten Wochenende schon wieder nachts ran...

Montag, 27. Februar 2006

Rosenmontag

Karneval fällt dieses Jahr mal wieder ins Wasser, da ich über die tollen Tage diesmal arbeiten darf...dabei habe ich mir dieses Jahr sogar mal Kostüm besorgt, welches auf dem Medizinerfasching schon ganz gut ankam.
Naja, nächstes Jahr muß ich mir mal merken, wann denn eigentlich die Fasnachtzeit genau ist, damit man es mal einplanen kann. Eigentlich bin ich ja nicht so der Faschingsmensch, aber wenn man arbeitet ist daß natürlich eine nette Abwechslung. Und sucht man nicht immer mal einen Grund zum Feiern?!? Wenn ich am Samstag nach etwas weniger als vier Stunden Schlaf nicht noch etwas zu müde vom Dienst gewesen wäre, hätte ich mich wohl noch abends in Mainz ins Faschingsgetümmel gemischt.
Immerhin habe ich an dem Tag noch etwas vom Mannemer Strassenfasching mitbekommen als sich einige Karnevalsvereine schon für den nächsten Tag auf der anderen Rheinseite fit gemacht haben und mit lauter Guggemusik durch die Planken und um den Wasserturm gezogen sind.
In diesem Sinne noch ein dreifaches: "
Ahoi! Helau! Alaaf!"



Sonntag, 19. Februar 2006

Doctorissimo

Gestern fand in der Neuen Aula die feierliche Verleihung der Promotionsurkunden statt. Zunächst sprach der Prorektor Prof. Tröger ein kurzes Grußwort im Namen des Rektorats mit der Bitte auch nach dem Studium weiterhin mit der Universtität verbunden zu bleiben. Unter musikalischer Untermalung durch einen Pianisten und einem weiblichen Geigenquartett überreichten schließlich die beiden Dekane der medizinischen Fakultäten in Mannheim und Heidelberg die langersehnten Urkunden an die Promovenden.
Zuerst wurden die besten Doktoranden des Jahres ausgezeichnet und ein Preisträger hielt einen kurzen Vortrag über seine prämierte Arbeit aus der Malariaforschung. Anschließend wurden dann noch die restlichen Absolventen aufgerufen.
Nach der Verleihung gab es im Foyer der Neuen Universität, welche Dank einer großzügigen Spende der amerikanischen Botschaft gebaut werden konnte, einen großen Sektempfang.
Schon während der Zeremonie hat man viele bekannte Gesichter aus dem Studium wiedergesehen und so konnte ich danach noch gemeinsam mit meinen ehemaligen Kommilitonen auf unsere abgeschlossene Promotion anstoßen. Da man sich nach dem Studium und jetzt während der Arbeit doch teilweise etwas aus den Augen verloren hat, war es ein schönes Wiedersehen zu diesem feierlichen Anlaß. Unten seht ihr ein Bild von glücklichen frischen Doktoren mit dem Mannheimer Dekan Prof. van Ackern.

Sonntag, 12. Februar 2006

Gourmet

Daß Kantinenessen oftmals nix ist bestätigt sich immer wieder. Im Moment esse ich regelmäßig verkochte Kartoffeln oder undefinierbare Aufläufe ohne Geschmack...
Aber als verwöhnte Zunge ist man ja heutzutage richtig wählerisch was gutes Essen angeht. Bei den regeläßig unregelmäßig stattfindenden Kochabenden meiner Kochgruppe versucht man sich jedesmal auf's Neue mit kulinarischen Genüssen zu übertreffen. Sei es mit selbstgemachter Pasta oder edlem Rinderfilet.
Da wundert es einem wohl kaum, daß man in Restaurants dann ähnliche Erwartungen stellt - zumal es dort ja richtig professionell zugehen sollte. Letzte Woche hatte ich so mal wieder das Vernügen zwei mir bis dato unbekannte Gaststätten zu besuchen. Zuerst ein gutbürgerliches Restaurant mit sowohl deftigen, aber auch klassischen Gerichten. Es muß ja nicht immer etwas ausgefallenes sein. Auch ein gut zubereitetes Schnitzel kann einen hungrigen Magen befriedigen. Und einfache Sachen sind ja oftmals auch die leckersten! So habe ich mir ein großes Schnitzel mit Speck und bunten Gemüse und Bratkartoffeln schmecken lassen.
Vorgestern habe ich mich dann auf ein chinesisches Büffet gestürzt. Das Problem bei Büffets ist ja eigentlich, daß man meist mehr ißt als man eigentlich kann. Und wenn man dann noch die Qual der Wahl hat, will man natürlich auch möglichst viele verschiedene Dinge probieren. So endet es meist, daß man hoffnungslos "überfressen" die Lokalität verläßt...statt mit Wohlbefinden mit leichtem Unwohlsein...
Naja, ganz so schlimm war es diesmal nicht...wie gesagt an eine geschmacksverwöhnte Zunge läßt man nicht alles ran. Also habe ich mir diesmal insbesondere eine gebratene Ente und Garnelen genehmigt. Den gebackenen Rotbarsch fand ich letztendlich zu trocken zu aufessen genauso wie alle anderen gebackenen oder fritierten Sachen...ob es am Koch oder an der langen Aufbewahrungszeit auf dem Büffettisch lag?
So hoffe ich, daß es demnächst mal wieder ein inspirierendes Kochtreffen gibt...in diesem Sinne: Mahlzeit!

Freitag, 10. Februar 2006

Von hier an blind

Diese Woche habe ich wieder im Klinikalltag aufgenommen. Nach einem kurzem Gastspiel auf der Privatstation bin nun auf meiner ursprünglichen internistischen Station gelandet. Als "Anfänger" ist es ziemlich unübersichtlich eine Station zu führen. Glücklicherweise bin ich im Moment noch nicht alleine verantwortlich und habe bisher noch einen wenigstens etwas erfahrerenen Doc an der Seite...Leider läuft das im Klinikalltag aber nicht so unkompliziert wie es sich vielleicht anhört. So standen auf dem Dienstplan zwar vier Leute für die Station drauf, wir waren letztendlich aber doch nur zu zweit für die 34 Patienten zuständig.
Am Montag war es deshalb etwas chaotisch für mich, da auch noch die Chefvisite auf dem Plan stand, ich natürlich keinen einzigen Patienten kannte und auf der neuen Station noch nicht wußte - und auch noch immer nicht genau weiß - wie alles so dort abläuft...
Naja, derzeit werde ich ja noch "geschont"...ich will dabei auch keinem Kollegen weiter auf die Last fallen, wenn ich sie/ihn dauernd mit Fragen bombardiere. Was oft nicht so einfach ist, da meist die Zeit fehlt einen richtig durch's Haus zu führen oder einzelne Klinikabläufe zu erklären z. B. wie bzw. was man bei solchen und solchen Patienten routinemäßig durchführen muß...
Da muß muß man schon hoffen, daß man auf eine nette Kollegin trifft, die einem sowas dann mal erläutert...was auf der neuen Station ganz gut ist, da der Oberarzt täglich noch mal vorbeischaut, um eine kurze Kurvenvisite zu machen bei der man offene Fragen klären kann.
Aber als Neuer ist man natürlich auch irgendwie erstmal der A... vom Dienst...und dies sogar wortwörtlich!?! So wurde während meiner Abwesendheit natürlich kurzum beschlossen, daß ich jetzt im Februar noch zwei weitere Dienste übernehmen muß...beim nächsten Mal werde ich mich sicher nicht ohne längere Diskussion auf sowas einlassen. Im Moment will ich es mir ja nicht schon mit den Leuten verscherzen, aber die Art und Weise ist natürlich von den anderen nicht in Ordnung! Bei der Arbeit ist sich halt jeder selbst der nächste...so muß ich eben über die Faschingszeit zusätzlich arbeiten...bin ja mal gespannt, was da so in die Notaufnahme kommt.
Gestern habe ich dann auch schon einmal einen kurzen Einblick bekommen, was ich da für Patienten im Haus empfangen könnte...ältere Menschen, die nicht anamestizierbar sind, schwer krank - natürlich multimorbide - und nur mit großer Mühe zu untersuchen. In solchen Situationen ist dann selbstverständlich auch niemand weit und breit, der einem weiterhelfen kann. Schließlich kam dann noch ein etwas erfahrerener Kollege dazu, der jedoch auch kürzlich erst hier in der Klinik angefangen hatte. Gemeinsam haben wir es dann irgendwie geschafft die Patientin fertig für die Station zu machen...
Ich muß jetzt mal gucken, daß ich in der nächsten Woche mal etwas öfter in die Notaufnahme komme damit ich für meine Dienste etwas fitter werde...man ist zwar dann nicht alleine verantwortlich im Haus, aber der zweite Diensthabene ist wohl meist auf der Intensivstation beschäftigt, so daß du im Zweifelsfall auch wieder alleine da stehst...


Montag, 30. Januar 2006

Das Jahr des Hundes

Letztes Wochenende hat laut chinesischem Mondkalender das Jahr des Hundes begonnen! In China wird das mit der ganzen Familie, viel Essen und Feuerwerk gefeiert! Wir haben das am Sonntag ganz gemütlich daheim mit einem chinesischem Fondue zelebriert.
Dafür waren die vorherigen Tage bzw. besser Nächte etwas aufregender...
Am Freitag habe ich wie schon mal erwähnt mit ein paar Kollegen und Mitpromovenden auf dem Medizinerfasching die fröhliche Karnevalszeit eingeläutet und einen Grund zum Feiern gibt's ja immer. Nachdem wir uns am Mittwoch kurzentschlossen für das Motto "Wir sind Papst" entschieden haben, wollten wir uns passend zu unseren Papstkostüm noch etwas "originelles" einfallen lassen. So entstand dann am Donnerstag beim Pastaessen bzw. beim kleinen Bierchen die Idee auf der Faschingsfete kleine Flyer mit "Ausschnitten" der neuesten Enzyklika zu verteilen...so á la Liebe ist...am Ende kam jedoch die Aktion heraus Kondome auf der Party zu verteilen...
Was anfangs wie eine Schnapsidee klang, wurde dann jedoch Dank tatkraftigen Einsatz von einem Papst tatsächlich in die Wirklichkeit umgesetzt, der es doch echt geschafft hat etwa 200 Kondome zu organisieren...
Nach einem kleinem Warming-up daheim ging es dann gegen 22 Uhr los Richtung Mensa, wo die Fete standfinden sollte. Dort haben wir uns dann aufgemacht, um unsere Mitbringsel unter die Frauen zu bringen und nebenher noch etwas Geld für den guten Zweck zu sammeln, was doch teilweise richtig gut geklappt hat.
Natürlich haben wir dabei das Feiern nicht vergessen und haben uns sogar auf die Karaokebühne getraut um u. a. "Losing my religion" bzw. " Tanze Samba mit mir" zu performen...eigentlich wollten wir noch "Like a virgin" versuchen, aber da war dann die Party plötzlich auch schon vorbei.
Nach einem kurzem Besuch in der Notaufnahme des Uniklinikums, ging es dann aber noch in einer WG mit Karaoke dank einer Playstation weiter...
Tja, irgendwann gegen 6-7 Uhr muß ich dann wohl dort auf einer Couch eingepennt...gegen 9 Uhr mußte ich dann mal die sanitären Anlagen etwas näher inspizieren...mir war schon seit langer Zeit nicht mehr so schlecht wie an diesem Morgen, obwohl ich den ganzen Abend über eigentlich nur noch Bier getrunken habe...und danach ging es dann irgendwann mit der Bahn wieder heim...in der Bahn hatte ich echt zu kämpfen in der stickigen Heizungsluft nicht noch meinen nicht-mehr-vorhandenen Mageninhalt zu entleeren...der Vorschlag noch eine Burgerbude mit dem goldenem M zu besuchen wurde deswegen auch erst mal auf Eis gelegt...nachdem ich zunächst meine Haltestelle verschlafen hatte, habe ich dann schließlich kurz vor 12 mein zu Hauses erreicht und habe mich nach einer kurzen Dusche endlich in mein Bett legen können...
Denn ursprünglich geplanten Rodeltrip am Nachmittag konnte leider nicht mitmachen...so hat mein Jahr des Hundes mit einem Kater angefangen!


Freitag, 27. Januar 2006

Night of the proms

So nun ist es auch offiziell...ab heute darf ich mich überall als Dr. med. vorstellen. Vorhin lag in meiner Post schon meine vorläufige Promotionsurkunde. Am 18. Februar findet dann noch die feierliche Überreichung der Urkunde durch den Dekan der Universität mit einem kulturellen Rahmenprogramm statt.
Heute Abend kann ich schon mal auf dem Heidelberger Medizinerfasching mit ein paar Leuten vorfeiern...wird sicher ein feucht-fröhlicher Abend!

Donnerstag, 26. Januar 2006

Schneetreiben!

Nachdem ich in der vergangenen Woche noch meinen Behördenmarathon absolviert habe, kann ich nun diese Woche mal wieder entspannt mit Freunden auf Tour gehen...
Da kommt es mir auch ganz gelegen, daß es nach langer Zeit mal wieder so richtig geschneit hat. Als ich gestern in den Zug nach Hause gestiegen bin, konnte ich noch nicht ahnen, daß mein Auto auf dem P+R Parkplatz bereits Zentimeter dick mit Pulverschnee beddeckt war. Ich hoffe nun der Schnee mal etwas länger liegen damit man mal wieder Schlittenfahren gehen kann. Nachdem es letztens aufgrund akuten Schneemangels schon ins Wasser gefallen ist. Jetzt werde ich mal den Schlitten aus dem Gartenhaus holen und mal rodelfest machen.


Dienstag, 17. Januar 2006

Praxistest

So da habe ich nun meine ersten beiden Wochen in der Arbeitswelt hinter mir. Noch ist alles ziemlich neu...die Klinik, die Kollegen, die unzähligen Krankenschwestern- und pfleger, viel Bürokratie, noch mehr Anforderungszettel, lauter exotische Medikamentennamen und natürlich viele viele Patienten! Als Berufsanfänger wurde ich bisher von meinen erfahrereneren Kollegen ganz gut betreut. Hoffentlich werden mein Chef und die Oberärzte auch noch etwas nachsichtiger sein, wenn ich meine ersten Dienste übernehmen werde. Ich muß nun mein Medizinerwissen mal wieder etwas auffrischen. Auch so praktische Dinge wie Blutabnehmen oder venöse Zugänge legen muß man wieder üben v. a. bei älteren Patienten mit schlechten bzw. keinen Venen. An jeder Klinik läuft es jedoch auch immer etwas anders, so daß ich mir erstmal anschauen muß wie das hier im Haus gehandhabt wird.
Bisher war ich noch auf keiner festen Station eingeteilt worden, aber im Februar werde ich wohl bis auf weiteres auf die größte internistische Station des Hauses kommen. Meine Kollegen scheinen bisher alle sehr nett zu sein. Ich hoffe, daß es auf der neuen Station auch so ist. Ansonsten habe ich in der Klinik zufällig ein paar alte Bekannte von meiner Schulzeit wiedergetroffen, die auch dort arbeiten!
Im Moment habe ich nur eine halbe Stelle. Ich finde das aber nicht so schlimm, da ich so noch ein wenig die Freizeit nutzen kann bevor es dann Ende Februar richtig mit Nachtdiensten etc. losgeht. Ich hoffe dann, daß ich spätesten nach der Fußball-WM dann einen Vollzeitvertrag bekomme.
Ansonsten kommen plötzlich die Stellenangebote - jetzt da ich einen Job angenommen habe - fast wie am Fließband. Unglaublich oder? Innerhalb von einer Woche kamen so noch drei Stellenangebote. Bei noch über 20 offenen Bewerbungen wird sicher noch das eine oder Angebot zurückkommen. Da kommt man dann natürlich ins Grübeln, ob man noch die Stelle wechseln soll. Gegen Ende dieser Woche muß ich mich für etwas entscheiden...
Naja, ich werde wohl vorerst hier bleiben und mich mal wieder in den Klinikalltag gewöhnen. Ich denke, daß ich mich nun einfacher von einer Stelle wegbewerben kann, wenn ich schon etwas Beruferfahrung habe.
Ich habe nun erstmal ein paar Tage frei bis es dann wieder mit der Klinikarbeit weitergeht. Werde die Zeit mal nutzen, um mal einige bürokratische Dinge wie z. B. meine neue Ärztekammermitgliedschaft zu erledigen und mal wieder mit Freunden weggehen.


Sonntag, 1. Januar 2006

Hello & Goodbye

Prosit Neujahr!

Das letzte Jahr ist für mich ziemlich ereignisreich zu Ende gegangen. Nun erwartet mich in der Klinik eine neue Herausforderung!
Ich hoffe, daß ich trotz Arbeit weiterhin Zeit habe mich mit Freunden zu treffen und daß ich immer noch für Spaß, Spiel und verrückte Ideen zu haben bin!


Montag, 26. Dezember 2005

Reifeprüfung

Letzte Woche hat sich innerhalb weniger Tage mein Leben plötzlich und unerwartet, aber nachhaltig verändert!
Zunächst erfuhr ich Anfang der Woche, daß ich eigentlich kein Anrecht auf Untersützung für meine Bewerbungskosten habe...ich habe mich natürlich sehr darüber geärgert und irgendwie wußte weder beim Arbeitsamt noch jemand im Jobcenter, wer eigentlich für mich zuständig ist! Trotzdem habe ich dann pro forma noch ein sicher 20-seitiges Antragsformular mitbekommen, welches wohl mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit abgelehnt werden wird...
Naja, da habe ich mich echt aufgeregt, weil ich deswegen noch extra woanders hinfahren mußte, da die Ämter nicht alle vor Ort sind...
Nun gut, am nächsten Tag habe ich dann einen Bescheid erhalten, daß meine Dissertationsschrift von der Promotionskonferenz angenommen worden ist. Nun muß ich noch den üblichen Papierkrieg hinter mich bringen und unzählige Formulare ausfüllen. Danach bin ich dann endlich offiziell ein Dr.med.!!! Ich habe so früh ja eigentlich noch gar nicht mit dieser Nachricht gerechnet...bei einigen meiner Kollegen hat sich das ganze Prozedere teilweise bis zu einem Jahr hingezogen! Umso mehr war ich dann für den positiven Bescheid erfreut!
Der Hammer ist jedoch ein Tag vor Heiligabend passiert als mich früh morgens eine Sekretärin angerufen hat und mich mit dem Chefarzt weiterverbunden hat. Mir wurde da zum 1.1.2006 eine Stelle angeboten! Es ist zwar zunächst nur eine 1/2 Stelle, welche aber im Laufe des Jahres zu einer Vollzeitstelle ausgebaut werden soll. Für den Anfang ist das wohl nicht verkehrt, Arbeiten werde ich sicher noch lang genug...
Jetzt bin ich mal gespannt was so kurz vor Jahreswechsel noch so alles passiert...vielleicht treffe ich Woche ja noch meine Traumfrau...
In diesem Sinne noch ein schönes Weihnachtsfest!


Montag, 19. Dezember 2005

Es schneit!

Nachdem ich am Wochenende zusammen mit ein paar Freunden schon mal mit Weihnachtswichteln angefangen habe, komm ich nun auch langsam so in Weihnachtsstimmung. Diesmal hat jeder bei der Wichtelei sogar ein echt passendes Wichtelpaket erhalten...ich zum Beispiel habe dabei karamelisierte Cacaobohnen mit Chili bekommen!
Auf vier verschiedenen Weihnachtsmärkten habe ich inzwischen auch mal die verschiedenen Glühweinstände durchgetestet. Wobei wohl nix an unsere letzte Feuerzangenbowle heranreichen wird!
Tja, und nun da man mal Weihnachten feiern will, hat man plötzlich Probleme gewisse Weihnachtsutensilien zu ergattern! So stand ich kürzlich mit einer Freundin in drei verschiedenen Supermärkten, um Spekulatius zu besorgen. Wochen vor dem eigentlichen Weihnachtsfest kommt man vor lauter Weihnachtsartikeln nicht dazu seinen Einkaufszettel zu erfüllen, und nun muß teilweise im Laden nachfragen, um Weihnachtssachen zu finden...komisch oder?!? Immerhin habe ich inzwischen fast alle Weihnachtsgeschenke beisammen...
Heute hat es bei uns mal so richtig angefangen zu schneien! Mal schauen wie es in den nächsten Tagen so aussschaut. Ich hoffe mal, daß spätestens an Heiligabend der Schnee mal für längere Zeit liegen bleibt...

Sonntag, 18. Dezember 2005

Glattes Parkett

Nachdem ich mich nach mehr als sechswöchiger Abstinenz mal wieder auf mein Fahrrad geschwungen habe, habe ich mich dann auch gleich auf das Glatteis gewagt. Mit meinen frisch erworbenen Schlittschuhen ging es auf eine kleine Openair-Eislaufbahn in Heddesheim. Zu fetziger Diskomucke von DJ Eismeister habe ich fast drei Stunden lang - nur länger unterbrochen von der Eismaschine - meine Runden gedreht. Bin dabei auch nur dreimal auf meinem Hosenboden gelandet...es ist dabei immer wieder interessant zu sehen, wie sich dann die Allerkleinsten, welche vielleicht gerade mal Laufen können auf dem Eis bewegen. Ein kleiner Knirps von etwa drei Jahren kurvte so mit Eishockeyschonern und einem Verkehrshütchen augerüstet Runde um Runde auf der Eisfläche. Selbst als der Papa ihn mal zu einer kleinen Pause animieren wollte, hat er weiter darauf bestanden herumzukurven. Doch die Bewegung an der frischen hat gut getan und so haben ich und meine Mitstreiter uns anschließend das leckere Abendessen mit gutem Wein redlich verdient.
Ansonsten gibt es bei so einem Eislauftreff auch immer wieder hübsche Mädels zu sehen und oftmals entstehen dann auch kleine Bekanntschaften. So gab es auch diesmal eine Eisprinzessin zu bewundern. Ich solllte da aber noch meine Fähigkeiten auf den Kufen etwas verbessern, um denen imponieren zu können...
Dieses Wochenende ging es dann nach langer Zeit mal wieder auf das richtig Parkett im Rahmen des winterlichen Medizinerabschlußballs in Heidelberg. Ein paar ehemalige Mitstudenten haben diesmal ihr Examen gefeiert und wenn eine gute Party ruft, bin natürlich auch gerne dabei...Bei so einem Ball trifft man ja auch immer wieder viele alte Bekannte und Freunde, welche sich inzwischen überall in der Welt verstreuen. Dabei kann man echt sagen: "Kennst du einen Mediziner, kennst du alle!" Naja, jedenfalls gab es viele kleine nette Wiedersehen und auf dem Ball haben die Männer auch wieder viele interessante Sachen zu sehen bekommen...ein Bekannter sagte dazu noch treffend: "Es ist doch immer wieder überaschend, mit was für Kerlen die hübschesten Frauen auftauchen...!"
Das Tanzparkett war zu Anfang für mich doch etwas zu peinlich, da es mit meinen Tanzkünsten schon etwas länger her ist. Für das nächste Mal sollte ich mich einigen anderen Leuten vorher echt mal noch ein paar Übungsstunden nehmen, da doch viele Mädels gerne auf die Tanzfläche geführt werden wollen...bei den Standardtänzen sollten dann wenigstens die Grundschritte sitzen. Dann kann Mann auch mal guten Gewissens einige Damen zum Tanz auffordern.
Zu späterer Stunde als das DJ-Pult mit hauptsächlich Hits aus den 80er konnte man dann endlich etwas unbedenklicher auf dem Parkett rumhupsen...zusammen mit einer Gruppe holländischer Kollegen wurde so für Stimmung im Saal gesorgt bis wir irgendwann vom genervten Service- und Organsationsteam zum Gehen gebeten wurden...nach längerer Diskussion und Konfusion - bei einer Gruppe von etwa 20 Leuten nicht weiter verwunderlich - wurde die Party dann in einer Privat-WG zu Hause fortgesetzt...der Abend endete dann relativ früh gegen 7 Uhr morgens am nächsten Tag...

Montag, 12. Dezember 2005

Kalte Dusche

Wann merkt man es, wenn mal die Heizung ausfällt? Jedenfalls nicht daran, daß man zu Hause vor Kälte zu zittern...die modernen Häuser sollten so gut isoliert sein, daß man nicht gleich Minusgrade im Haus hat...so war mir trotz Temperaturen um den Gefrierpunkt draußen im Haus auch nicht wirklich kalt...
Nein, man merkt es am besten, wenn man unter Dusche steht und plötzlich das Warmwasser ausgeht...so ist es jedenfalls mir ergangen...anfangs dachte ich nur, daß ich den Warmwasserspeicher aufgbraucht habe und da es schon Nacht war, habe ich mir nichts groß dabei gedacht als nur noch lauwarmes Wasser aus dem Duschkopf floß.
Als ich dann am nächsten Tag beim Abwasch auch nur kalt Spülen konnte, habe ich dann endlich mal in den Heizungkeller geschaut. Nachdem ich dann die Gebrauchsanleitung im Schnelldurchlauf studiert habe und diverse Tests mit dem Gerät gemacht habe, kam ich zu der Erkenntnis, daß wohl mit dem Brenner etwas nicht stimmen mußte.
Laut der Beschreibung sollte ich versuchen einfach mal den Entstörknopf zu betätigen...dummerweise ist zwar in der Anleitung jeder beliebige Hebel angebildet bis auf diesen besagten Entstörknopf!?! Zunächst habe ich dann versucht die Heizung aus- und anzuschalten, anderen Programme laufen zu lassen etc. mit leider keinem Erfolg...
So mußte schließlich ich für diesen "einen" Knopf extra jemanden rufen, um die Heizung wieder zum Laufen zu bringen! Es stellte sich heraus, daß die Signalleuchte gleichzeitig auch ein Knopf ist, der sich dann als Entstörtaste herausstellte...
Natürlich ist mir das passiert als ich mal wieder alleine daheim gewesen bin!?!

Donnerstag, 8. Dezember 2005

Krankenstation

Die Zeit vergeht auch immer so schnell! Ehe ich es richtig mitbekommen habe, steht schon wieder Weihnachten vor der Türe! Meine OP-Wunde ist nun endlich auch zu gewachsen, so daß ich wieder für jeden Schabernack zu haben bin...Es ist echt unglaublich, daß ich deswegen fast zwei Monate kein Fahrrad gefahren bin! Naja, bei dem naßkalten Wetter hatte ich eh nicht große Lust herumzufahren...
Nun denn zusammen mit Weihnachten beginnt die Zeit der Weihnachtsmärkte und damit Glühweinzeit! In den letzten sieben Tagen habe ich mir wirklich fast täglich mit Freunden einen kleinen Glühwein genehmigt...
Dabei ist dann auch spontan die Idee aufgekommen mal wieder eine Feuerzangenbowle zu machen. Den Film hatte ich mir erst kürzlich günstig besorgt und da ich letztens auch noch sturmfrei zu Hause hatte, wollte ich so auch mal meinen Geburtstag etwas nachfeiern. Beim Einkaufen wurden schon die Augen anderen Kunden größer als sie meinen Einkaufswagen mit einem Dutzend Flaschen Rotwein und 54% Rum.
Nach einer kleinen Stärkung mit etwas Pasta haben wir dann gegen 21 Uhr abends die Bowle angesetzt. Unsere Rezeptur zwei Flaschen Rotwein, Zimtstangen, Nelken, zwei Orangen, Sternanis, ein schöner Zuckerhut und zum Schluß noch eine gute Flasche Rum.
Zwischendrin hatten wir noch versucht "Ohne Furcht und Adel" zu spielen, bis es irgendwann nicht mehr ging...
um 1 Uhr ging es dann einigen Herren nicht mehr ganz so gut. Schließlich machte einer von ihnen dann noch nähere Bekanntschaft mit unserer Kloschlüssel...um 3 Uhr war dann der Spuk vorbei und ich konnte auch ins Bett. Am nächsten Morgen konnte sich ein anderer Herr nicht mehr erinnern wie er auf der Couch gelandet ist....
Das kommt raus wenn man mal ohne seine Freundinnen weggeht...


Donnerstag, 24. November 2005

Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins

Letztens bin ich mit einigen Freunden mal wieder ins Heidelberger Schnitzelhaus gegangen. Bei über 100 verschiedenen Möglichkeiten wie man ein Schnitzel zubereiten kann, hatte so manche(r) seine Schwierigkeiten gehabt. Ich habe schließlich die Variante mit Äpfel, Preiselbeeren und Camenbert überbacken gewählt! Es geht doch nix über ein gutes Essen...
Desweiteren haben die anderen die Varianten mit Backpflaumen oder Schafskäse und Peperoni gefühlt bzw. in einer Mole negro Sauce bestellt. Inzwischen habe ich sicher schon etwa ein Viertel der Karte mal probiert. Bisher gab es noch keinen Reinfall, wobei beispielsweise die Kaffeesauce für mich wohl nix ist...
Dank ein paar Rabattgutscheinen habe ich die Woche dann noch mit meinen kleinem Bruder (4) eine Großbestellung beim Burger King gemacht. Ich würde ja immer noch wie im Film "Absolute Giganten" einmal die komplette Menükarte einer Burgerbräterei zu bestellen! Naja, so haben wir eben mit den Gutscheinen zwei Sparmenüs und noch zwei Kidsmenüs über 30% billiger bekommen. Das war auch schon ein sehr imposanter Anblick gewesen, nachdem uns die Veräuferin an der Theke drei Tüten mit Burger und Pommes und dann noch einen Pappgetränkehalter mit vier Bechern übereicht hat...
Falls jemand Lust hat bei der Burgeraktion mitzumachen, soll er/sie sich doch mal melden! Das wäre doch lustig oder?!?
Gestern habe ich dann mal zur Abwechslung das Filmfestival Mannheim-Heidelberg 2005 besucht. Auf dem Weg dorthin wurde dann auch gleich nach der Ortseinfahrt ein Erinnerungsfoto von mir am Steuer gemacht. Bin mal gespannt, ob sie mit diesmal das Bild zu schicken, wenn ich es anfordere. Bei meinen vorigen Fotosessions konnte mir nie das Bild zugesendet werden, und somit kam ich immer um das Knöllchen herum...
Naja, jedenfalls habe ich mir danach noch eine chilenische Extrem-Variante von der "Fabelhaften Welt der Amelie" und einen finnischen Film über Vielweiberei in einer Wurstfabrik angeschaut. Der erste Film hat mir ganz gut gefallen, obwohl wir ursprünglich eigentlich in einen anderen gehen wollten. Highlight war dabei ein Latinlover am Swimmingpool, der sich dann als Lover der Mutter des Hauptdarstellers entpuppt...Der zweite Film hat mir nicht ganz so gut gefallen, obwohl ich ihn in der Inhaltsangabe ganz interessant fand. Der Wurstfabrikant kümmert sich dabei mit vollem Einsatz um sein Mitarbeiter und deren Familien...also die Frauen. Leider hat der Film zwischendrin etwas wenig Schwung. Der Produzent des Films hatte zu Beginn der Vorstellung noch gefragt wieviele Vegetarier im Publikum sitzen und gewarnt, daß es nach der Vorführung evtl. noch ein paar mehr sind. Nix desto trotz hatten wir am Ende auf dem Nachhauseweg doch tatsächlich Appettit auf eine Bratwurst gehabt...Leider hatte der Weihnachstmarkt schon geschlossen gehabt...Das einzige was man in Deutschland nach 1 Uhr zuverlässig zu essen bekommen sind ja meist nur Döner! Das ist doch eigentlich eine Marktlücke für die ultimative Currywurstbude oder!?!




Freitag, 11. November 2005

Entdeckung der Weiblichkeit

Inzwischen sind nun mehr zwei Wochen nach meiner kleinen OP vergangen. Soweit bin ich wieder richtig mobil ohne ständig meinen Verband wechseln zu müssen.
Für's erste muß ich aber immer noch mit Damenslipeinlagen - eine sehr interessante Erfindung, obwohl ich als Frau wahrscheinlich eher Tampons bevorzugen würde - herumlaufen, da die Wunde noch nicht richtig verheilt ist. Im Moment kann ich es so mal etwas nachvollziehen, wenn Frauen ihre Tage haben...bei mir blutet es zum Teil ja auch noch ganz gut...hinzukommt, daß mich seit Anfang dieser Woche immer wieder mal Kopfschmerzen, Übelkeit und Durchfälle plagen...ist wahrscheinlich ein kleiner Magen-Darm-Infekt...naja, Schluß jetzt bevor den ersten Lesern schon wieder schlecht werden sollte...




Dienstag, 1. November 2005

Hallo Wien!

Gestern Abend sind mal wieder lauter gruselig verkleidete Kinder und Teenager um die Häuser gezogen und haben fleisig Süßigkeiten gesammelt. Wie viele andere Hausbewohner habe wir uns schon mal vorsorglich mit Bonbons und Schokolade eingedeckt, um die umherirrenden Kids mit Süßem zu befriedigen. Wenn man vor solchen von der Süßigkeitsindustrie geförderten Helloweenbräuchen verschont bleiben möchte, sollte man am besten in eine unübersichtliche Mietskaserne ziehen bzw. ein Haus mit versteckter Eingangstür besitzen. Da dies bei unserem Heim nicht gegeben ist, mußte ich so kurz nach Einbruch Dunkelheit alle paar Minuten zur Tür laufen und Süßes an die kleinen Quälgeister verteilen. Die ganz kleinen Kiddies sind dabei noch richtig originell und sagen noch brav ein flottes Sprüchlein während die Großen da doch schon etwas fantasieloser sind...
Naja, konnte dem ganzen dann noch entfliehen und habe mich mit ein paar Freunden zu einem Koch- und Essabend getroffen. Habe es mir dann mit selbstgemachten Monster-Tortellini mit Ricottafüllung und Zitronen-Salbei-Butter gutgehen lassen...
Nach Wien würde ich aber auch gerne mal wieder fahren!

Samstag, 22. Oktober 2005

Unterm Messer

So da bin ich wieder...die OP am Mittwoch habe ich gut überstanden. Jetzt habe ich nur noch eine doch recht große offene Operationswunde. Das Ganze wird nun noch einige Wochen dauern bis es von selbst verheilt.Ambulantes Operieren ist schon was feines.
Ich sollte morgens um 7 Uhr ins Klinikum. Nach der Aufnahme wurde noch ein kurzes Narkosegespräch geführt, wobei sich die Anästhesistin dann als ehemalige Kommilitonin entpuppte und das Gespräch so kurzerhand in einen Smalltalk verwandelt wurde. Ursprünglich wollte ich mir eine Kurznarkose machen lassen, habe mich aber dann doch noch für eine Rückenmarksanästhesie begeistern können. Ich denke es ist immer ganz gut alles mal selbst durchgemacht zu haben, was man später mal auch seinen eigenen Patienten zumuten möchte. Dabei wurden mir im Prinzip die entsprechenden zugehörigen Nervenbahnen, welche ins OP-Gebiet führen, im Rückenmark betäubt, so daß ich dann die OP im Wachzustand miterlebt habe.
Ich war dann auch gleich der Erste, der in den OP-Saal geschoben wurde. Es ist schon etwas komisch, wenn jemand an deinem Körper rumschnippelt und du es gar nicht spürst! Während der OP konnte ich mich dann noch mit den Schwestern, Pflegern und Ärzten unterhalten. Nach einer knappen halben Stunde was dann auch schon alles vorbei.
Bis Mittag mußte ich danach auf im Wachraum liegen bleiben bis die Anästhesie wieder nachläßt und am frühen Nachmittag war ich auch schon wieder daheim.
Tja, am Freitag war ich zur Nachkontrolle beim Chirurgen und muß nun die Wunde regelmäßig versorgen. D.h. daß ich so alle 3-4 Stunden mal ins Bad muß und die Kompressen mit etwas Salbe wechseln muß. Ist alles etwas lästig.
Am Freitagabend bin ich schließlich auch schon auf der nächsten Party - der Medizinerfete in Heidelberg - gewesen...Habe ja glücklicherweise noch einige Bekannte an der Uni und habe so noch ein paar Freikarten bekommen. Leider konnte ich dort das Tanzparkett nicht wirklich unsicher machen, und es blieb mir nur die Zuschauerrolle übrig. Naja, die nächste Fete kommt bestimmt! Es war aber mal wieder lustig ein paar alte Studikollegen zu treffen. Und die Soziologie auch ja irgendwie auch immer ein höchst interessantes Studienfeld. Mann erkennt da auf so einer Massenansammlung recht schnell die noch schüchternen kleinen Erstis und die alten Hasen. Für Männer gibt es natürlich auch so immer viel zu bewundern...es gibt doch sehr viele hübsche Medizinerinnen!
Am Ende war ich aber doch froh wieder daheim zu sein. Ich habe es mit der Party dann doch etwas übertrieben. Mußte zu Hause angekommen natürlich erstmal den Verband wechseln, daich doch schon etwas überstrapaziert gewesen worden ist. Es war zum Schluß auch richtig unangenehm da es bei den Menschenmassen auch richtig heiß geworden ist.
Naja, jetzt muß ich mich mal wieder mehr um meine Bewerbungen bemühen...ich sollte doch endlich mal eine Stelle finden!

Dienstag, 18. Oktober 2005

Wartezeit

Da mich immer noch keine Klinik als Mitarbeiter haben möchte, sitze gerade daheim rum und schlage die Zeit tot. Naja, ich versuche ein wenig mein Medizinerwissen wieder aufzufrischen. Bei den vielen anderen Büchern, die gerade in meinem Zimmer herumfliegen, ist das auch nicht so einfach... Habe nun wieder einen 700-Seiten Schmöker angefangen dessen 500-seitigen Vorgänger ich innerhalb von vier Nächten durchgelesen habe.

Tja, und nun habe ich noch das Vergnügen kurzfristig einen Klinik von innen zu sehen...allerdings als Patient! Habe mir was total saudoofes geholt und werde nun morgen operiert. Ich hoffe nun, daß es bei dem geplanten ambulanten Aufenthalt bleibt und ich nachmittags wieder nach Hause kann. Als Mediziner hat man immer hin den Vorteil relativ schnell an Termine zu kommen. Allerdings durfte ich letztens auch einen kompletten Vormittag in einem Wartezimmer verbringen bis sich der Chefsich meiner erbarmte...

Falls ihr mal Zeit und Lust habt könnt ihr mich die Tage ja mal besuchen kommen. Entweder im Klinikum oder im heimischen LA.

Donnerstag, 6. Oktober 2005

Bahngeschichten

In letzter Zeit hatte ich immer etwas Pech beim Zugfahren...hatte ich doch innerhalb weniger Tage das Vergnügen im Dunkeln mitten im Nirgendwo zu stranden. Eine 15 minütige Zugfahrt wurde zu einer anderthalb-stündigen Odysse. Ob das mit dem Herbstanfang zu tun hatte?
Daß man in einer "langsamen" Regionalbahn warten muß, wenn ein "schneller" ICE mal wieder zu spät kommt, ist allseits bekannt. Neulich mußte ich aber mit anderen Fahrgästen eine halbe Stunde wegen drei ICE-Zügen im Abteil warten bis es endlich losging!?! Naja, das war noch nicht so schlimm...
Einige Tage später wurde wegen einer Signalstörung die Bahnstrecke teilweise gesperrt, so daß immer nur ein Zug in einer Richtung fahren konnte. Aus 10 Minuten wurde so eine Stunde. Meine Haltestelle war dann schließlich auch Endstation und die Passagiere, die weiterfahren wollten, durften in der Nacht noch auf einen Schienenersatzverkehr warten.
Der Abschuß war dann aber ein anscheinend kompletter Stromausfall auf der Bahnstrecke nach Hause...leider saß ich da schon im Zug und wir standen mitten auf der Strecke. Wenn wir das geahnt hätten, wären ich und einige andere Mitreisende an der letzten Station ausgestiegen, um die restlichen 10 km mit unseren Fahrrädern zu schaffen.
Aber auch am Bahnhof erlebt man immer wieder witziges...so wurde ich kürzlich auf einem vollen Bahnsteig von einem älteren Mann angesprochen: "Sind sie Arzt?" Völlig verdutzt anwortete ich ihm und erwartete gespannt was nun noch folgen würde...war jedoch richtig harmlos. Er erklärte mir, daß man es mir wohl angesehen hat Mediziner zu sein und er selber an der Volkshochschule auch einen medizinischen Kurs belegen möchte...glücklicherweise hat er mich nicht um medizinsche Ratschläge gebeten...
Tja, Sachen gibt's!

Montag, 19. September 2005

Eishockey

Nach der Sommerpause hat vor etwas mehr als einer Woche nun auch wieder die neue DEL-Saison begonnen. Da die Adler Mannheim eine neue Spielstätte haben, wollte ich mir das erste Heimspiel in der neuen Arena nicht entgehen lassen.
Zusammen mit einem Freund und noch knapp 11.000 anderen Zuschauern wurde dann auch ordentlich für Stimmung gesorgt. Die neue Halle ist wirklich gigantisch und auch schön geworden. Jetzt ist nur zu hoffen, daß auch immer genügend Leute zu den Spielen kommen, damit im weiten Rund die Atmosphäre nicht verloren geht. Im alten Friedrichspark konnte man selbst mit nur wenigen Fans die gute Stimmung spüren.
Die Preise sind im Verhältnis zu dem gebotenen in Ordnung. Zum 1.offiziellen Heimspiel gab es noch ein paar Showeinlagen mit Eistänzern aus dem Europapark. Ansonsten hat es noch ein paar Gewinnspiele für die Zuschauer gegeben. Weiterhin positiv zu bemerken ist die gute Anbindung mit Bus und Bahn, so daß man nach einem Spiel schnell wieder weg ist.

Dienstag, 6. September 2005

Wieder unterwegs in Deutschland

Nachdem es bisher mit meinen Bewerbungen nur langsam voranging, wurde ich in der letzten Woche plötzlich mit positiven Antworten fast überschwemmt...darum bin ich auch noch nicht zu den Reiseberichten gekommen.
Auf einmal hatte ich nun vier Einladungen für ein Vorstellungsgespräch erhalten und bin fast täglich ein wenig durch die Lande gefahren. Teilweise haben die einen früh morgens aus dem Bett geholt und wollten einen gleich am selben Tag noch in die Klinik holen.
Zunächst bin ich so nach Frankfurt, dann nach Ludwigshafen und schließlich nach Darmstadt gegangen. Zu dumm dass nach Katrina plötzlich auch noch der Benzinpreis etwas abgehoben hat, und ich vorher nicht mehr vollgetankt habe. So habe ich mir statt einem Auto mir ein Baden-Württemberg Bahnticket gekauft, um nach Stuttgart zu fahren.
Zugfahren ist ansicht eine tolle Sache. Man kommt meist mitten im Stadtzentrum an und kann während der Fahrt etwas schlafen. Allein der Zeitaufwand ist dann doch etwas größer als mit dem eigenen Auto. So hat die Stuttgartfahrt hin und zurück insgesamt etwa 7 Stunden eingenommen.
Immerhin konnte ich dann nach dem Gespräch im Stuttgarter Weindorf noch etwas Wein genießen, was bei dem sonnigen Wetter im Moment sehr nett war. Ich bin dann schließlich auf dem Rathausplatz mit ein paar guten Freunden und Wein nach dem doch anstrengenden Tag etwas versackt bevor wieder in den Zug Richtung Heimat ging.
Und wie klein die Welt manchmal ist...da treffe ich auf dem Weinfest doch tatsächlich einen Studienkollegen aus Heidelberg mit seiner Freundin. Wenn ich nun eine Stelle dort bekommen sollte, wären wir dann fast Nachbarn.
Ähnliches ist mir vorher in Frankfurt passiert, wo der Chef meinen Nachbarn zu Hause kennt.
Wahrscheinlich werde ich egal in welcher Klinik auch immer wieder auf Bekannte oder Freunde von Bekannten treffen...