Samstag, 29. April 2006

Sammelfieber

Nach langer Zeit hat mich mal wieder das Sammelfieber gepackt...wie bereits erwähnt habe ich ja seit neuesten wieder ein Fussballsammelalbum zur WM. Ursprünglich wollte ich es meinem kleinen Bruder überlassen...leider ist er wohl noch etwas zu klein dafür...naja, jedenfalls fehlt ihm da wohl noch etwas der Bezug und er bevorzugt im Moment wohl alle Jungs im Kindergarten eher diese japanischen Mangacomic-Karten zum Sammeln. Immerhin hat er gleich begriffen, daß die silbernen Fussballbildchen mit den Verbandswappen etc. wertvoller sind als die einfachen Spielerkarten.
Nun habe ich mir diese Woche am Kiosk insgesamt 20 Päckchen mit den Klebebildern besorgt. Nachdem ich die ersten 10 Päckchen ohne doppelte Bildchen ausgepackt habe, hat mich nun auch der Ergeiz gepackt das Album vollzukriegen. Inzwischen habe ich immerhin 106 Bilder, was etwa 1/6 aller Bildchen entspricht! Dabei habe ich schon stolze 11,40 EUR ausgegeben. Gestern habe ich dann schon mit ein paar Gleichgesinnten die ersten doppelten Karten ausgetauscht. Bis auf die Tschechen, Japaner und Angolaner habe ich bereits von jedem WM-Teilnehmer mindestens ein Bild im Album...jetzt hat einer von uns sogar ein Sammelforum im Netz eingerichtet, wo wir die Sammelkarten austauschen können...
Pünktlich zur WM gibt es jetzt aber auch wieder andere Dinge zum Sammeln! Nach Einführung des Dosenpfands kann man nach langer Zeit so wieder Cola-Dosen mit Bilder von den Nationalspielern kaufen! Früher habe ich ja bei jeder Gelegenheit die bunten Sammeldosen zu jeder Gelegenheit gesammelt...ein Teil meiner internationalen Cola-Dosensammlung steht noch in meinem Zimmer!
Ansonsten gibt es nun auch wieder die limitierte "Kunst-Edition" der Welde-Brauerei im Handel...habe mir da gestern auch schon einen Kasten gegönnt! Bereits etwas länger im Getränkemarkt erhältlich ist vom Rothaus Tannenzäpfle eine Flasche mit einem historischen Etikett!


Tannenzäpfle alt und neu

Donnerstag, 27. April 2006

Ein Tag im Legoland

Ein Muß für Lego-Fans ist dort natürlich der Besuch im Miniland, wo berühmte Gebäude und zum Teil ganze Städte im Miniformat aus Legosteinen nachgebaut wurden! Viele Exponate waren beweglich oder irgendwie anders aktiv. So sind bei dem Nachbau des Flughafen München die Flugzeuge auf Knopfdruck losgerollt oder ein Feuerwehrlöschfahrzeug hat einen Wasserstrahl auf die Zuschauer gerichtet.
Auch die restlichen Attraktionen sind weitestgehend sehr liebevoll im Stil der berühmten Plastiksteine konstruiert worden. Wobei man sagen muß, daß die ganzen Fahrgeschäfte eher was für kleine Kinder sind...im Prinzip kann man dort schon im Kindergartenalter mit der "Achterbahn" fahren! Also im Vergleich mit anderen Freizeitparks sind die schon etwas lächerlich, was den "Thrill-Faktor" angeht. Die Besucher waren so auch in der Mehrzahl Familien mit kleinen Kindern. Darüberhinaus gab es dort - auch für die Großen interessant - eine kleine Lego-Fabrik zu besichtigen in der man interaktiv sehen konnte wie die bunten Steine hergestellt werden. Jeder Besucher erhielt einen frisch produzierten roten Stein als Erinnerung geschenkt.
Ansonsten kann man im Legoland natürlich alles erdenkliche, was auch nur im entferntesten mit Lego zu tun hat erwerben...dafür gibt es zahlreiche Shops, die jeweils passend zum jeweiligen Parkthema neben den bekannten Spielsortiment auch weitere sonst nicht frei-erhältliche Lego-Merchandise-Produkte verkaufen. Ich habe mich so u.a. mit einer Lego-Eieruhr, einer Eiswürfelform im Legosteinformat sowie mit Schlüsselanhängern aus Legomännchen eingedeckt...leider gab es nicht mehr die coolen Starwars-Legofiguren als Anhänger dafür aber Starwars-Magnetfiguren, welche dann jedoch doppelt so teuer waren wie die Standardfiguren.



Blick auf das Miniland


Der Flughafen München aus Lego


Ein A380 wird aus einem Hangar gezogen

Montag, 24. April 2006

Fuuussball

Die Bundesliga biegt in die Zielgerade ein und die Fussball-WM im Lande nähert sich mit großen Schritten! Die Meisterschaft wird wohl nicht mehr so spannend sein, aber der Abstiegskampf bietet noch einige brisante Duelle! Wen das Fussballfieber bis jetzt noch nicht gepackt hat, werde ich wohl nie verstehen können...
Naja, gestern war ich mit ein paar Freunden zu Besuch bei einer guten Freundin. Dort haben wir dann noch ein paar andere Fussballverrückte getroffen. Samstag haben wir uns beim gemütlichen Grillen zur Sportschau noch über die ungünstigen Spielergebnisse für unsere Lieblingsvereine geärgert. Im weiteren Verlauf des Abends wurden dann die ersten Gespräche zur WM angefangen. Passenderweise gab es in der WG-Küche auch schon einen speziellen WM-Schrein u.a. mit Postern von der deutschen Nationalmannschaft. Dabei fiel natürlich gleich auf, daß die dort abgebildeten Spieler teilweise gar nicht mehr mit dem "aktuellen" Kader übereinstimmen...in dem man die längste Praline der Welt bzw. eine Haselnusstafel knabberte, konnte man seinen Beitrag zum Schrein machen und die in der Packung enthaltenden Fussballsammelbildchen auf das Sammelposter kleben.
Als kleiner Junge habe ich damals regelmäßig Fussballbilder gesammelt und getauscht. Natürlich hatte ich auch die legendären Paninisammelalben vollgeklebt. Irgendwann während der Nacht wurden dann plötzlich Sammelbestellungen für die BamS angenommen! Warum? Die Ausgabe dieses Wochenendes enthielt nämlich ein Panini FIFA WM 2006 Sammelalbum und zusätzlich noch sechs Sammelbilder. So kam es dann, daß am Sonntagmorgen sechs erwachsene "Männer" mit strahlenden Augen ein Sammelalbum in der Hand hielten und teilweise schon begannen die ersten Bilder einzukleben...lediglich einer von uns hatte sich der Sammelwut entzogen und sich keine BamS bestellt...komisch was?
Am Nachmittag haben wir uns dann noch vor der schönen Kulisse eines Seeschlosses selbst auf den Rasen gewagt und sind einem Original Mini-WM-Fussball hinterhergejagt...leider waren die Platzverhältnisse zum Teil doch etwas holprig, wobei der Rasen in manchen Bundesligastadien wohl derzeit nicht viel besser aussieht! Naja, beim Spiel vier gegen vier wurde bei mir und einigen anderen dann die fehlende Kondition deutlich...O-Ton: "Ein Fussbalfeld ist doch eigentlich noch mal doppelt so groß, oder?" - "Sogar viermal so groß!"...Hauptsache es hat Spaß gemacht!
So nun hoffe ich, daß ich endlich auch noch irgendwie an WM-Tickets rankomme. Ich mache derzeit schon an allen möglichen Gewinnspielen bzw. Werbeaktionen mit, um evtl. doch noch auf ein Spiel zu kommen! Ansonsten bin ich für die WM gerüstet! Also drückt mir mal die Daumen!


WM-reif

Dienstag, 18. April 2006

Abgaben über Abgaben

Kaum ist man in der Arbeitswelt, wird man plötzlich überall zur Kasse gebeten...Sei es für diverse Versicherungen um sich beruflich und privat abzusichern oder bei Medizinern noch die Beiträge an die Ärztekammern - bei denen man Pflichtmitglied ist - und natürlich auch die Zahlungen an das Finanzamt selbst. Es ist doch ernüchternd zu sehen was einem bei der Lohnabrechnung am Monatsende automatisch schon alles abgezogen wird...
Tja, und nun hat mir plötzlich auch die GEZ eine richtig fette Rechnung nach Hause geschickt...ich hätte nun bis Samstag letzter Woche über 200 EUR zahlen müssen! Zu dumm nur daß der Brief wohl wegen der Feiertage erst gerade bei mir ankam...
Ich bin mal gespannt, was in der nächsten Zeit noch für Forderungen an mich geschickt werden...es gibt ja echt soviele Dinge an die man während seines Studiums nicht gedacht hat...letzte Woche habe ich nun offiziell meine Exmatrikulation von der Universität zugeschickt bekommen...so spar ich mir diesmal noch die Studiengebühren...

Dienstag, 11. April 2006

Durch die Brille

Als Mediziner geht man ja nicht so gern selber zum Arzt...gestern habe ich mich jedoch mal wieder in eigener Sache an einen Kollegen gewandt. Die "Eigentherapie" ist irgendwie nicht weitergekommen und so habe ich mich mal für eine weitergehende Diagnostik mal an einen Facharzt gewandt.
Irgendwie kommt man sich schon etwas komisch vor, wenn man als Arzt zum Arzt geht...als ob man selber keine Ahnung hat. Naja, um mein Gewissen zu beruhigen bin ich dann mit einer Überweisung zum Lungenfacharzt gegangen.
Nach dem ich einen kurzen Anamnesebogen ausgefüllt habe, saß ich erst mal eine Weile im Wartezimmer fest...Zeit genug um sich durch intensive Lektüre der verschiedenen bunten Blätter wieder auf dem neuesten Stand im Klatsch und Tratsch zu bringen...wer ist mit wem zusammen/getrennt/geschieden?!?
Nach einer dreiviertel Stunde kam ich dann schließlich ins Sprechzimmer. Da mein letzter Allergietest schon eine Weile her war, habe ich mich dann zu einem neuen Test überzeugen lassen. Eine Arzthelferin hatte dann das Vergnügen mir am Rücken und an den Armen verschiedene Testsubstanzen zu injizieren bzw. zu beträufeln...u.a. Lösungen mit Pferde- und anderen Tierepithelien...und natürlich noch je eine positiv und eine negativ Kontrolle. Der Test hatte dann aber nicht ganz das erwartete Ergebnis gezeigt...
Danach hat mir dann eine andere Arzthelferin Blut abgenommen...leider hat sie nicht sofort die Vene getroffen, so daß sie noch ein wenig mit der Nadel "rumgestochert" hat...autsch! Das sollte/müßte man den Krankenschwestern in der Klinik auch mal erlauben, daß sie die Patienten pieksen dürfen! Das würde mir morgens bei der Arbeit auf Station immer eine Menge Zeit ersparen! Das Laborergebnis bekomme ich nun erst in knapp einer Woche.
Schließlich kam ich dann noch zum Vergnügen eines Lungenfunktionstest...im Krankenhaus habe ich schon einige Patienten zu diesem Test geschickt und dann auch die Messergebnisse ausgewertet...aber gesehen oder mal selbst gemacht habe ich sowas auch noch nie! Es ist manchmal doch ganz gut zu wissen, was die Patienten alles durchmachen müssen. Und dieser Funktionstest ist auch nicht so ohne. Ich denke viele Patienten v.a. auch die etwas älteren werden dabei sicher trotz Anleitung etwas überfordert sein. Für den Test mußte ich in eine kleine Zelle steigen - sieht so ähnlich wie eine Telefonzelle früher aus als sie noch Türen und ein Dach hatten - nur kleiner! Dann mußte ich mir - statt eines Telefonhörers - ein kleines Atemrohr in den Mund nehmen durch das ich dann immer ein- und ausatmen sollte. Meine Nase wurde durch eine Klammer dicht gehalten...Das durch den Mundatmen ist doch etwas gewöhnugsbedürftig gewesen. Damit konnten so meine Atemvolumina etc. vor und nach Provokation mit einer Testsubstanz und nach Medikamentengabe gemessen werden. V.a. das forcierte Ausatmen in das Rohr ist doch etwas anstrengend gewesen. Würde mich nicht wundern, wenn der eine oder andere in der kleinen Zelle während der Untersuchung schon mal panisch wird...der Test war bei mir aber soweit völlig normal...so das die ursprüngliche Arbeitshypothese von meinem Kollegen vorerst verworfen wurde, der mich schon auf eine Asthmaschulung schicken wollte...
Nun warte ich noch auf meine Laborergebnisse und werde mich dann vielleicht an einen anderen Spezialisten wenden müssen...


Immer den Durchblick behalten

Freitag, 7. April 2006

Die Entdeckung der Trägheit

Tja, haben wir uns das alle so vorgestellt? Jetzt arbeitet man und verdient Geld damit man es in der Freizeit ausgeben kann? Schön wär's...
Mittlerweile ist es richtig schwer geworden seine Freizeit einigermaßen zu gestalten. Ich muß meinen Dienstplan fast zwei Monate im voraus planen. Spontane Aktionen müssen dann schon mal daran glauben. Immerhin werden dann meist auch die eigenen Dienstwünsche für die weitere Planung berücktsichtigt. Wer hätte gedacht, daß ich mein Leben jemals so weit im voraus gestalten würde...
Aber es kommt schon häufiger vor, daß so unsereiner arbeiten muß während die Freunde und Bekannten frei haben. Was mir sonst auffällt...man wird bequem und faul! Man überlegt sich heute eher dreimal, ob man nun auf zwei Stunden weniger Schlaf verzichten soll oder doch die Trägheit hinter sich läßt und stattdessen noch zwei Bierchen trinken geht. Während man früher doch öfter mal spontan unter Woche mal noch kurz irgendwo was trinken geht, wird heute bei vielen eher die TV Couch im heimischen Wohnzimmer bevorzugt. Selbst Treffen welche schon länger im voraus verabredet worden sind enden oftmals schon kurz nach 22 Uhr wegen kollektiver Ermüdung der Teilnehmer. V.a. bei Leuten die Freund bzw. Freundin haben ist das der Fall, wo auch schon mal die Müdigkeit des Partners plötzlich auf einen selbst rüberspringt. Und als Alleinstehender guckt man da schon dumm aus der Wäsche. So muß man am besten auch sein Freizeitaktivitäten bereits einige Wochen im voraus planen damit man sich auch mental darauf einstellen kann. Hinzu kommt leider, daß man inzwischen beruflich bedingt teilweise etwas weiter entfernt voneinander wohnt.
Glücklicherweise gibt es aber immer wieder Ausnahmen...so konnte ich letzte Woche mal wieder mit einer Freundin eine kleine Sischa in einer neuen Oriental Lounge genießen...

Montag, 3. April 2006

Klinikwahrheiten

Nach einem langen Arbeitstag bin ich nun endlich zu Hause...da heißt es ja so schön am Wochenende passiert ja nicht soviel im Krankenhaus...
Ich hatte heute - also genau genommen gestern am Sonntag - meinen ersten richtigen "Tagdienst" d.h. ich war mit einer Kollegin zusammen für die ganze Medizinische Klinik "verantwortlich". Der fiel dann doch etwas länger aus...während eines Dienstes muß man alle Neuzugänge aufnehmen und versorgen, auf den Stationen ggf. Blutabnehmen, Braunülen legen und i.v.-Medikamente verabreichen, und man wird bei Bedarf von den Schwestern angefunkt, wenn noch sonstige Anordnungen zu machen sind oder ein Notfall eintritt. Ich war fast durchgehend in der Notaufnahme beschäftigt und jedes Mal, wenn ich dachte den Patient habe ich erstmal versorgt, da stand schon der nächste im Untersuchungsraum! Und so ein Piepser in der Tasche raubt einem wirklich jede Freiheit! Da wird man manchmal von bis zu drei Leuten gleichzeitig angefunkt damit man doch mal bitte vorbeikommt. Und als noch sehr unerfahrener Assi rennst du dann auch sofort von einem Brandherd zum nächsten, der dann natürlich am anderen Ende des Hauses liegt.
Naja, da lernt man am meisten! Eine andere junge Kollegin hatte mich ein paar Tage zuvor schon auf das Schlimmste vorbereitet - da ihr letzter Dienst so stressig war - und nachdem es beim Nachtdienst zuvor ruhig gewesen ist und in der Klinik viele leere Betten auf jemanden warten, habe ich es schon geahnt...Natürlich mußte ich nebenher noch meine Station visitieren...und wenn man da die Patienten nicht kennt, dauert es eben noch mal doppelt so lange!?! Tja, während meiner regulären Dienstzeit habe ich es so selbstverständlich nicht mehr geschafft...und so habe ich dann noch ein paar ältere Damen kurz aus Bett geholt, um sie wenigsten mal kurz gesehen zu haben...
Zwischendrin habe ich dann vor lauter Patienten echt mal den Überblick verloren...und jedes mal immer das ungute Gefühl bei einem Patienten was vergessen zu haben...so bin ich dann dauernd auf die verschiedenen Stationen gerannt, um mich zu vergewissern das ich alles richtig gemacht habe.
Morgen habe ich nun nach drei Monaten in der Klinik einen "Einführungstag für neue Mitarbeiter"...mal gucken, was das für eine Veranstaltung wird...

Sonntag, 26. März 2006

Frankfurter Würstche

Man sollte etwas von der Welt sehen solange man die dazu Zeit hat. Deshalb habe ich letzte Woche mit zwei Freunden mal einen Tag in Frankfurt verbracht. Bei strahlendem Sonnenschein - aber frischen Temperaturen - war so ein wenig shoppen in der Zeil, ein wenig spazieren am Mainufer und auch etwas Kultur bei einem Besuch im Deutschen Filmmuseum angesagt, wo es derzeit eine Greta Garbo Ausstellung zu sehen gibt. Erstaunlich wie sauber die Stadt gewesen ist, wenn man im Vergleich dazu seit Wochen die zugemüllte Innenstadt in Mannheim schon fast gewohnt ist...



Frankfurter Skyline durch eine Camera obscura betrachtet...



...Spiel mit den Kulissen - früher war es ja üblich, daß auch die weiblichen Rollen von Männern besetzt wurden...



...Kunst für fleißige Toilettengänger...



...nachmittags vor den Cafés am Römer...



...Tourist mit einheimischen Kneipen-Tour-Guide...



...Dem Wahren Schönen Guten an der Alten Oper

Samstag, 25. März 2006

Tod im Garten



Unser Haus liegt im "Geflügelpest Beobachtungsgebiet". Diese Woche fand ich nun zufällig in unserem Garten diesen toten Vogel. Tja, was tun? Ein kurzer Anruf bei der Polizei brachte schließlich Aufklärung...ab in die Mülltonne! Nur größere Vögel v.a. Wasservögel wie Enten, Schwäne etc. sind anscheinend zu melden. Da will ich mal hoffen, daß der kleine Piepmatz nicht krank gewesen ist und womöglich noch jemanden angesteckt hat...

Freitag, 24. März 2006

Streik

Nach den Müllmännern streiken seit geraumer Zeit auch die Ärzte in Deutschland für bessere Arbeitsbedingungen und bessere Bezahlung. Neben den angestellten Ärzten der Universitätskliniken zieht heute auch gezielt die niedergelassene Ärzteschaft auf die Straße, um auf ihre derzeitige Lage aufmerksam zu machen.



So sieht es aus, wenn mal die Müllabfuhr einige Wochen nicht vorbeikommt. Die Stadt gleicht wirklich einer Müllkippe. Gut, daß es derzeit noch relativ ist und der Abfall noch nicht in größerem Ausmaß zu neuem Leben erwacht.



Wie wird es wohl aussehen, falls mal wirklich keine Ärzte mehr arbeiten? Werden sich die Kranken auch auf der Straße sammeln?

Donnerstag, 16. März 2006

Sweet 16

Neulich in einem der schlauen Elektrofachmärkte...ich war gerade mit meinem kleinen Bruder unterwegs. Beim Stöbern in der DVD-Abteilung habe ich dann einen preisgekrönten - immerhin beim Grand Prix von Cannes 2004 - koreanischen Tarantino-Verschnitt in der Doppel-DVD Special Edition zu einem günstigen Preis gefunden und wollte ihn dann auch gleich kaufen. Gehe so an eine Kasse um zu bezahlen...plötzlich murmelt die Verkäuferin irgendetwas unverständliches mit "Sechszehn"...ich erst mal gar nix kapiert, was sie wollte...und sie sagt schon wieder etwas halb in sich hinein von wegen "Sechszehn"...ich dann daraufhin..."Hier steht aber 9,99 EUR auf dem Ettikett!"...sie guck mich mit großen Augen an...wir haben gerade völlig aneinander vorbeigeredet..."Nee!"...von wegen der Film ist erst ab 16 Jahren freigegeben und ob ich denn überhaupt schon 16 Jahre alt bin!?!
Tja, das ist mir ja noch nie passiert, daß ich beim Einkaufen oder sonst wo nach meinem Perso gefragt werde...höchstens in den USA mußte ich mich andauernd beim Bier holen im Liquor Shop ausweisen...ich hatte in dem Moment, aber auch überhaupt nicht damit gerechnet, daß ich noch nicht für volljährig angesehen werden könnte, geschweige daran gedacht, daß der Film erst ab 16 Jahren sein könnte...naja, ich bin nun auch schon eine Weile aus dem Alter raus...danach habe ich dann überlegt, ob ich ihr nun meinen Führerschein, den demnächst auslaufenden Studentenausweis oder gar den blauen Arztausweis vorzeigen soll...schließlich habe ich ihr doch nur den normalen Perso in die Hand gegeben...

Mittwoch, 15. März 2006

Start in die Grillsaison

Letztes Wochenende war es endlich wieder soweit...die diesjährige Grillsaison wurde stilgerecht eingeläutet! Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und zuvor leichten Schneefall haben wir es geschafft den Grill anzufeuern...mit Hilfe eines großen und stabilen Kinderkochbuches konnten wir schließlich nach Einbruch der Dunkelheit die Glut entfachen!
Zwischen den Gängen haben wir uns dann im Wohnzimmer am Kaminfeuer etwas aufgewärmt, wobei es eigentlich draußen ging mit der Kälte. Teilweise sind uns jedoch die Teller mit dem Grillgut festgefroren, was aber keinen Hindernisgrund darstellte unser Vorhaben nicht durchzuführen. Leider war der Großteil des Schnees bis zum Abend bereits wieder verschwunden. Aber es war trotzdem ganz nett mit einem kleinen Schwarzwälder Bierchen in der Hand auf Terrasse am Grill zu stehen. Die Mädels sind natürlich gar nicht erst aus dem Haus gekommen...eine Freundin mußte uns leider auch wegen Magenschmerzen bereits frühzeitig verlassen, vorher ist einer wegen Grippe gar nicht erst hergekommen. Trotz allem haben wir es irgendwie fast geschafft den Einkauf für eingeplante sechs Personen zu viert aufzuessen...wobei ich den Nachtisch dann doch etwas kleiner halten mußte...

Es gab so trotz Fastenzeit einen siebengängigen Menüplan mit hauptsächlich gegrillten Gängen...

~ Gemischten Salat mit Gran Padano in Joghurt-Senf-Dressing
~ Ofenkartoffeln in Buttermilch mit Ziegenkäse und Mozarella gratiniert
~ Chicken Wings in Honig-Chili-Marinade
~ Rumpsteak im Champignon-Speck-Mantel mit Orangen in Cointreau
~ Lammkotelettes in Knoblauch-Marinade mit Salsa verde
~ Lachs
in Folie mit Ingwer und Sojasoße
~ karamellisierte Bananen mit Schokolade und Honig in Rum flambiert

Ich hoffe mal, daß der nächste Grilltag nicht mehr all zu fern ist!


Hier kommt die Glut...


...Geflügelpestkeime fachgerecht auf dem Grill inaktiviert...


...Fleischeslust auf dem Schneidebrett...


...und noch was aus dem Backofen!

Sonntag, 5. März 2006

Vogelgrippe im Schneegestöber



Kaum zu glauben, daß man sich bei dieser winterlichen Idylle mit Präventionsmaßnahmen gegen eine Tierpest beschäftigen muß. Nun ist also die Vogelgrippe auch in Deutschland angekommen und ich bin natürlich mittendrin im Sperrgebiet. Naja, nicht ganz aber ich wohne hier im erweiterten Kontrollgebiet und muß auf dem Weg zur Arbeit durch den 3 km durchmessenden Überwachungsbezirk fahren. Ansonsten sind mir unterwegs bisher noch keine Warnschilder oder größere Sperrmaßnahmen auf den Straßen aufgefallen...immerhin wird in der Stadt trotz Streik wieder der Müll entsorgt...
Aufgrund des starken Schneefalls habe ich am Freitag für die knapp 6 km über den Rhein fast eine Stunde mit dem Auto gebraucht! Auf den Straßen gab es viel Blechschaden, wobei meist die teuren Autos aus Stuttgart oder München beteiligt waren, die ja eigentlich - Technik sei dank - bei jedem Wetter sicher zu fahren sein sollen...ein bayrisches Fahrzeug ist sogar gar nicht erst von Parkplatz runtergekommen, weil es auf dem Schnee keinen Grip auf die Hinterräder bekommen hat...mein kleiner roter Golf hat auch ständig auf der schneebedeckten Fahrbahn sein ESP aktiviert und ich bin teilweise ganz schön geschlittert...



Passenderweise bin ich nun seit ein paar Tagen auch schon etwas kränklich und habe diese Woche schon zwei Nachdienste hinter mir. In der kommenden Woche muß ich noch einmal nachts ran und habe dann erstmal wieder ein paar Tage am Stück frei. Wahrscheinlich ist bis dahin aber die Schneelandschaft schon wieder zu Matsch geworden. Falls nicht werde ich mal endlich mal wieder meinen alten Schlitten aus dem Gartenhäuschen holen und einen Hügel runtersausen!



Donnerstag, 2. März 2006

Fasten your belly

Nach der Fasnacht kommt nun die Fastenzeit...während der letzten Woche habe ich es mir ja so richtig gutgehen lassen und war fast täglich zum Essen aus...
Nachdem ich zuvor mit meiner Familie schon ein Chinarestaurant in der Nähe aus probiert habe. Bin ich letzte Woche mit ein paar Freunden in einen anderen Chinapalast gegangen. Dort gab es ein riesiges Büffet, was seinen Namen wirklich verdient hat. Man hatte neben dem "normalen" Essen auch die Möglichkeit sich aus frischen Zutaten - Fleisch, Fisch, Gemüse - und verschiedenen Soßen nach Belieben ein Gericht auf einer heißen Platte zubereiten zu lassen. Mongolisches Barbeque hat sich das dann genannt. Aufgrund der Vielfalt des Angebots war es schier unmöglich - auch für mich als guten Esser - sich einmal quer durch das Büffet zu schlagen...den Nachtisch habe ich so nicht einmal angerührt, weil ich schon so voll war...lekker war es diesmal aber trotzdem!
Ansonsten habe ich mir die Woche mehrmals so richtig gutbürgerlich den Bauch vollgeschlagen. In meiner alten Studentenstadt gibt es eine nette Gaststätte, wo man relativ günstig ein Tagesmenü bestellen kann. So habe ich mir mal ein Rumpsteak mit Zigeunersoße gegönnt. Dazu gab es vorher eine Champignonsuppe und einen gemischten Salat. Diesmal war das Essen leider nicht wirklich der Reißer. Ursprünglich wollten wir aber auch Schnitzel essen gehen. Bei mir daheim gibt eine kleine Klause, wo man so richtig gute Schnitzel bekommt. Da ich zufällig Besuch hatte, habe ich ihn dann gleich mal dahin geschleppt. Ich gönnte mir da ein riesiges Schnitzel mit Paprika und Soße. Aber auch Die Variante mit Zwiebelsoße ist sehr zu empfehlen. Dagegen war der Handkäse mit Musik leider etwas durchschnittlich, da er zudem nicht aus echten Handkäse zubereitet worden ist.
Da man nicht genug Schnitzel essen kann, haben wir es aber die doch noch in das beliebte Schnitzelhaus schafft! Dort kann hat mit 100 verschiedenen Schnitzelvariationen die Qual der Wahl! Und man soll es kaum glauben, aber einen Großteil habe inzwischen mit einigen Leuten schon ausprobieren können...im Gegensatz zu manchen meiner Freunde bestelle ich auch nicht immer dasselbe Schnitzel, sondern nehme jedes Mal eine neue Variante. Diesmal habe ich mich für das Pfälzer Metzger Schnitzel. Dabei wird das Schnitzel mit Pfälzer Bratwurstbrät gefüllt. Natürlich gibt es dazu noch einen Berg Pommes und einen gemischten Salat serviert.
Zum Wochenabschluß gab es dann auf einer Geburtstagsfeier so richtig lekkere Rollbratenvarianten vom Metzger. Dazu gab es natürlich auch noch ein Büffet mit Salaten, Kuchen etc. und als exotisches i-Tüpfelchen noch eine cremige Zitronengrassuppe. Meine bekannten Besuche bei königlichen Bullettenbräter lasse ich hier mal unerwähnt, wobei es derzeit lustige Spielzeugfiguren zu jedem Kindermenü gibt...
So gestärkt starte ich nun in die Fastenzeit und meine neue Arbeitswoche mit drei Nachtdiensten...


Mittwoch, 1. März 2006

Medizinischer Aschermittwoch

Die Zeit des beschaulichen Handels ist jetzt vorbei! Schneller als geplant war es nun für mich endlich soweit...ich mußte meine ersten Dienste in der Klinik absolvieren. Letzte Woche hat es schon mit zwei Tagdiensten angefangen. Als Neuling hat man ja meistens das Glück, daß man sich zuviel Gedanken darüber macht und am Ende war es doch wie in meinem Fall relativ ruhig in der Notaufnahme...Anfängerglück eben!
Mein erster Wochenend-Einsatz war da schon etwas spannender als plötzlich mit lauter Angehörigen konfrontiert wurde. Neben wirklich netten Leuten hatte ich leider auch mit einigen Menschen zu tun, welche meinen alles schlecht machen zu müssen was man macht und selbstverständlich auch alles besser wissen. Dummerweise konnte ich ihnen auch nicht immer gleich eine kompetente Antwort auf die vielen Fragen geben, was mir bei 35 verschiedenen Patienten auf Station doch noch erhebliche Schwierigkeiten macht. Da ich außerdem unter der Woche nicht arbeiten mußte, konnte ich so auch nicht beurteilen wie sich der Krankheitszustand der Einzelnen so verändert hat. So bin ich an dem Tag doch ziemlich "geschwommen"...immerhin haben alle das Wochenende wohlbehalten überstanden...am folgenden Montag durfte sich dann eine Kollegin von mir noch gleich eine Beschwerde wegen mir einfangen...
Gestern hatte nun erstmals das Vergnügen nachts arbeiten zu müssen. Diesmal war ich etwas mehr beschäftigt als bei meinen Tageinsätzen...so habe ich sicher die erste Hälfte der Nacht fast ausschließlich in der Notaufnahme gestanden, weil dauernd jemand neues gekommen ist sobald ich mit einem Patienten fertig gewesen bin. Natürlich wurde währenddessen auch ständig von den Station angepiepst, weil dort noch was zu machen war...ich muß schon sagen so ein Piepser kann richtig nervig werden, wenn das Ding dauernd Geräusche von sich gibt...und wenn man sowieso schon aufgeregt ist, macht einen dieses schrille Gepiepse während man noch mit was anderem beschäftigt ist teilweise noch verrückter...
Naja, ich habe es soweit ganz gut überstanden und darf nun am nächsten Wochenende schon wieder nachts ran...

Montag, 27. Februar 2006

Rosenmontag

Karneval fällt dieses Jahr mal wieder ins Wasser, da ich über die tollen Tage diesmal arbeiten darf...dabei habe ich mir dieses Jahr sogar mal Kostüm besorgt, welches auf dem Medizinerfasching schon ganz gut ankam.
Naja, nächstes Jahr muß ich mir mal merken, wann denn eigentlich die Fasnachtzeit genau ist, damit man es mal einplanen kann. Eigentlich bin ich ja nicht so der Faschingsmensch, aber wenn man arbeitet ist daß natürlich eine nette Abwechslung. Und sucht man nicht immer mal einen Grund zum Feiern?!? Wenn ich am Samstag nach etwas weniger als vier Stunden Schlaf nicht noch etwas zu müde vom Dienst gewesen wäre, hätte ich mich wohl noch abends in Mainz ins Faschingsgetümmel gemischt.
Immerhin habe ich an dem Tag noch etwas vom Mannemer Strassenfasching mitbekommen als sich einige Karnevalsvereine schon für den nächsten Tag auf der anderen Rheinseite fit gemacht haben und mit lauter Guggemusik durch die Planken und um den Wasserturm gezogen sind.
In diesem Sinne noch ein dreifaches: "
Ahoi! Helau! Alaaf!"



Sonntag, 19. Februar 2006

Doctorissimo

Gestern fand in der Neuen Aula die feierliche Verleihung der Promotionsurkunden statt. Zunächst sprach der Prorektor Prof. Tröger ein kurzes Grußwort im Namen des Rektorats mit der Bitte auch nach dem Studium weiterhin mit der Universtität verbunden zu bleiben. Unter musikalischer Untermalung durch einen Pianisten und einem weiblichen Geigenquartett überreichten schließlich die beiden Dekane der medizinischen Fakultäten in Mannheim und Heidelberg die langersehnten Urkunden an die Promovenden.
Zuerst wurden die besten Doktoranden des Jahres ausgezeichnet und ein Preisträger hielt einen kurzen Vortrag über seine prämierte Arbeit aus der Malariaforschung. Anschließend wurden dann noch die restlichen Absolventen aufgerufen.
Nach der Verleihung gab es im Foyer der Neuen Universität, welche Dank einer großzügigen Spende der amerikanischen Botschaft gebaut werden konnte, einen großen Sektempfang.
Schon während der Zeremonie hat man viele bekannte Gesichter aus dem Studium wiedergesehen und so konnte ich danach noch gemeinsam mit meinen ehemaligen Kommilitonen auf unsere abgeschlossene Promotion anstoßen. Da man sich nach dem Studium und jetzt während der Arbeit doch teilweise etwas aus den Augen verloren hat, war es ein schönes Wiedersehen zu diesem feierlichen Anlaß. Unten seht ihr ein Bild von glücklichen frischen Doktoren mit dem Mannheimer Dekan Prof. van Ackern.

Sonntag, 12. Februar 2006

Gourmet

Daß Kantinenessen oftmals nix ist bestätigt sich immer wieder. Im Moment esse ich regelmäßig verkochte Kartoffeln oder undefinierbare Aufläufe ohne Geschmack...
Aber als verwöhnte Zunge ist man ja heutzutage richtig wählerisch was gutes Essen angeht. Bei den regeläßig unregelmäßig stattfindenden Kochabenden meiner Kochgruppe versucht man sich jedesmal auf's Neue mit kulinarischen Genüssen zu übertreffen. Sei es mit selbstgemachter Pasta oder edlem Rinderfilet.
Da wundert es einem wohl kaum, daß man in Restaurants dann ähnliche Erwartungen stellt - zumal es dort ja richtig professionell zugehen sollte. Letzte Woche hatte ich so mal wieder das Vernügen zwei mir bis dato unbekannte Gaststätten zu besuchen. Zuerst ein gutbürgerliches Restaurant mit sowohl deftigen, aber auch klassischen Gerichten. Es muß ja nicht immer etwas ausgefallenes sein. Auch ein gut zubereitetes Schnitzel kann einen hungrigen Magen befriedigen. Und einfache Sachen sind ja oftmals auch die leckersten! So habe ich mir ein großes Schnitzel mit Speck und bunten Gemüse und Bratkartoffeln schmecken lassen.
Vorgestern habe ich mich dann auf ein chinesisches Büffet gestürzt. Das Problem bei Büffets ist ja eigentlich, daß man meist mehr ißt als man eigentlich kann. Und wenn man dann noch die Qual der Wahl hat, will man natürlich auch möglichst viele verschiedene Dinge probieren. So endet es meist, daß man hoffnungslos "überfressen" die Lokalität verläßt...statt mit Wohlbefinden mit leichtem Unwohlsein...
Naja, ganz so schlimm war es diesmal nicht...wie gesagt an eine geschmacksverwöhnte Zunge läßt man nicht alles ran. Also habe ich mir diesmal insbesondere eine gebratene Ente und Garnelen genehmigt. Den gebackenen Rotbarsch fand ich letztendlich zu trocken zu aufessen genauso wie alle anderen gebackenen oder fritierten Sachen...ob es am Koch oder an der langen Aufbewahrungszeit auf dem Büffettisch lag?
So hoffe ich, daß es demnächst mal wieder ein inspirierendes Kochtreffen gibt...in diesem Sinne: Mahlzeit!

Freitag, 10. Februar 2006

Von hier an blind

Diese Woche habe ich wieder im Klinikalltag aufgenommen. Nach einem kurzem Gastspiel auf der Privatstation bin nun auf meiner ursprünglichen internistischen Station gelandet. Als "Anfänger" ist es ziemlich unübersichtlich eine Station zu führen. Glücklicherweise bin ich im Moment noch nicht alleine verantwortlich und habe bisher noch einen wenigstens etwas erfahrerenen Doc an der Seite...Leider läuft das im Klinikalltag aber nicht so unkompliziert wie es sich vielleicht anhört. So standen auf dem Dienstplan zwar vier Leute für die Station drauf, wir waren letztendlich aber doch nur zu zweit für die 34 Patienten zuständig.
Am Montag war es deshalb etwas chaotisch für mich, da auch noch die Chefvisite auf dem Plan stand, ich natürlich keinen einzigen Patienten kannte und auf der neuen Station noch nicht wußte - und auch noch immer nicht genau weiß - wie alles so dort abläuft...
Naja, derzeit werde ich ja noch "geschont"...ich will dabei auch keinem Kollegen weiter auf die Last fallen, wenn ich sie/ihn dauernd mit Fragen bombardiere. Was oft nicht so einfach ist, da meist die Zeit fehlt einen richtig durch's Haus zu führen oder einzelne Klinikabläufe zu erklären z. B. wie bzw. was man bei solchen und solchen Patienten routinemäßig durchführen muß...
Da muß muß man schon hoffen, daß man auf eine nette Kollegin trifft, die einem sowas dann mal erläutert...was auf der neuen Station ganz gut ist, da der Oberarzt täglich noch mal vorbeischaut, um eine kurze Kurvenvisite zu machen bei der man offene Fragen klären kann.
Aber als Neuer ist man natürlich auch irgendwie erstmal der A... vom Dienst...und dies sogar wortwörtlich!?! So wurde während meiner Abwesendheit natürlich kurzum beschlossen, daß ich jetzt im Februar noch zwei weitere Dienste übernehmen muß...beim nächsten Mal werde ich mich sicher nicht ohne längere Diskussion auf sowas einlassen. Im Moment will ich es mir ja nicht schon mit den Leuten verscherzen, aber die Art und Weise ist natürlich von den anderen nicht in Ordnung! Bei der Arbeit ist sich halt jeder selbst der nächste...so muß ich eben über die Faschingszeit zusätzlich arbeiten...bin ja mal gespannt, was da so in die Notaufnahme kommt.
Gestern habe ich dann auch schon einmal einen kurzen Einblick bekommen, was ich da für Patienten im Haus empfangen könnte...ältere Menschen, die nicht anamestizierbar sind, schwer krank - natürlich multimorbide - und nur mit großer Mühe zu untersuchen. In solchen Situationen ist dann selbstverständlich auch niemand weit und breit, der einem weiterhelfen kann. Schließlich kam dann noch ein etwas erfahrerener Kollege dazu, der jedoch auch kürzlich erst hier in der Klinik angefangen hatte. Gemeinsam haben wir es dann irgendwie geschafft die Patientin fertig für die Station zu machen...
Ich muß jetzt mal gucken, daß ich in der nächsten Woche mal etwas öfter in die Notaufnahme komme damit ich für meine Dienste etwas fitter werde...man ist zwar dann nicht alleine verantwortlich im Haus, aber der zweite Diensthabene ist wohl meist auf der Intensivstation beschäftigt, so daß du im Zweifelsfall auch wieder alleine da stehst...