Sonntag, 26. März 2006

Frankfurter Würstche

Man sollte etwas von der Welt sehen solange man die dazu Zeit hat. Deshalb habe ich letzte Woche mit zwei Freunden mal einen Tag in Frankfurt verbracht. Bei strahlendem Sonnenschein - aber frischen Temperaturen - war so ein wenig shoppen in der Zeil, ein wenig spazieren am Mainufer und auch etwas Kultur bei einem Besuch im Deutschen Filmmuseum angesagt, wo es derzeit eine Greta Garbo Ausstellung zu sehen gibt. Erstaunlich wie sauber die Stadt gewesen ist, wenn man im Vergleich dazu seit Wochen die zugemüllte Innenstadt in Mannheim schon fast gewohnt ist...



Frankfurter Skyline durch eine Camera obscura betrachtet...



...Spiel mit den Kulissen - früher war es ja üblich, daß auch die weiblichen Rollen von Männern besetzt wurden...



...Kunst für fleißige Toilettengänger...



...nachmittags vor den Cafés am Römer...



...Tourist mit einheimischen Kneipen-Tour-Guide...



...Dem Wahren Schönen Guten an der Alten Oper

Samstag, 25. März 2006

Tod im Garten



Unser Haus liegt im "Geflügelpest Beobachtungsgebiet". Diese Woche fand ich nun zufällig in unserem Garten diesen toten Vogel. Tja, was tun? Ein kurzer Anruf bei der Polizei brachte schließlich Aufklärung...ab in die Mülltonne! Nur größere Vögel v.a. Wasservögel wie Enten, Schwäne etc. sind anscheinend zu melden. Da will ich mal hoffen, daß der kleine Piepmatz nicht krank gewesen ist und womöglich noch jemanden angesteckt hat...

Freitag, 24. März 2006

Streik

Nach den Müllmännern streiken seit geraumer Zeit auch die Ärzte in Deutschland für bessere Arbeitsbedingungen und bessere Bezahlung. Neben den angestellten Ärzten der Universitätskliniken zieht heute auch gezielt die niedergelassene Ärzteschaft auf die Straße, um auf ihre derzeitige Lage aufmerksam zu machen.



So sieht es aus, wenn mal die Müllabfuhr einige Wochen nicht vorbeikommt. Die Stadt gleicht wirklich einer Müllkippe. Gut, daß es derzeit noch relativ ist und der Abfall noch nicht in größerem Ausmaß zu neuem Leben erwacht.



Wie wird es wohl aussehen, falls mal wirklich keine Ärzte mehr arbeiten? Werden sich die Kranken auch auf der Straße sammeln?

Donnerstag, 16. März 2006

Sweet 16

Neulich in einem der schlauen Elektrofachmärkte...ich war gerade mit meinem kleinen Bruder unterwegs. Beim Stöbern in der DVD-Abteilung habe ich dann einen preisgekrönten - immerhin beim Grand Prix von Cannes 2004 - koreanischen Tarantino-Verschnitt in der Doppel-DVD Special Edition zu einem günstigen Preis gefunden und wollte ihn dann auch gleich kaufen. Gehe so an eine Kasse um zu bezahlen...plötzlich murmelt die Verkäuferin irgendetwas unverständliches mit "Sechszehn"...ich erst mal gar nix kapiert, was sie wollte...und sie sagt schon wieder etwas halb in sich hinein von wegen "Sechszehn"...ich dann daraufhin..."Hier steht aber 9,99 EUR auf dem Ettikett!"...sie guck mich mit großen Augen an...wir haben gerade völlig aneinander vorbeigeredet..."Nee!"...von wegen der Film ist erst ab 16 Jahren freigegeben und ob ich denn überhaupt schon 16 Jahre alt bin!?!
Tja, das ist mir ja noch nie passiert, daß ich beim Einkaufen oder sonst wo nach meinem Perso gefragt werde...höchstens in den USA mußte ich mich andauernd beim Bier holen im Liquor Shop ausweisen...ich hatte in dem Moment, aber auch überhaupt nicht damit gerechnet, daß ich noch nicht für volljährig angesehen werden könnte, geschweige daran gedacht, daß der Film erst ab 16 Jahren sein könnte...naja, ich bin nun auch schon eine Weile aus dem Alter raus...danach habe ich dann überlegt, ob ich ihr nun meinen Führerschein, den demnächst auslaufenden Studentenausweis oder gar den blauen Arztausweis vorzeigen soll...schließlich habe ich ihr doch nur den normalen Perso in die Hand gegeben...

Mittwoch, 15. März 2006

Start in die Grillsaison

Letztes Wochenende war es endlich wieder soweit...die diesjährige Grillsaison wurde stilgerecht eingeläutet! Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und zuvor leichten Schneefall haben wir es geschafft den Grill anzufeuern...mit Hilfe eines großen und stabilen Kinderkochbuches konnten wir schließlich nach Einbruch der Dunkelheit die Glut entfachen!
Zwischen den Gängen haben wir uns dann im Wohnzimmer am Kaminfeuer etwas aufgewärmt, wobei es eigentlich draußen ging mit der Kälte. Teilweise sind uns jedoch die Teller mit dem Grillgut festgefroren, was aber keinen Hindernisgrund darstellte unser Vorhaben nicht durchzuführen. Leider war der Großteil des Schnees bis zum Abend bereits wieder verschwunden. Aber es war trotzdem ganz nett mit einem kleinen Schwarzwälder Bierchen in der Hand auf Terrasse am Grill zu stehen. Die Mädels sind natürlich gar nicht erst aus dem Haus gekommen...eine Freundin mußte uns leider auch wegen Magenschmerzen bereits frühzeitig verlassen, vorher ist einer wegen Grippe gar nicht erst hergekommen. Trotz allem haben wir es irgendwie fast geschafft den Einkauf für eingeplante sechs Personen zu viert aufzuessen...wobei ich den Nachtisch dann doch etwas kleiner halten mußte...

Es gab so trotz Fastenzeit einen siebengängigen Menüplan mit hauptsächlich gegrillten Gängen...

~ Gemischten Salat mit Gran Padano in Joghurt-Senf-Dressing
~ Ofenkartoffeln in Buttermilch mit Ziegenkäse und Mozarella gratiniert
~ Chicken Wings in Honig-Chili-Marinade
~ Rumpsteak im Champignon-Speck-Mantel mit Orangen in Cointreau
~ Lammkotelettes in Knoblauch-Marinade mit Salsa verde
~ Lachs
in Folie mit Ingwer und Sojasoße
~ karamellisierte Bananen mit Schokolade und Honig in Rum flambiert

Ich hoffe mal, daß der nächste Grilltag nicht mehr all zu fern ist!


Hier kommt die Glut...


...Geflügelpestkeime fachgerecht auf dem Grill inaktiviert...


...Fleischeslust auf dem Schneidebrett...


...und noch was aus dem Backofen!

Sonntag, 5. März 2006

Vogelgrippe im Schneegestöber



Kaum zu glauben, daß man sich bei dieser winterlichen Idylle mit Präventionsmaßnahmen gegen eine Tierpest beschäftigen muß. Nun ist also die Vogelgrippe auch in Deutschland angekommen und ich bin natürlich mittendrin im Sperrgebiet. Naja, nicht ganz aber ich wohne hier im erweiterten Kontrollgebiet und muß auf dem Weg zur Arbeit durch den 3 km durchmessenden Überwachungsbezirk fahren. Ansonsten sind mir unterwegs bisher noch keine Warnschilder oder größere Sperrmaßnahmen auf den Straßen aufgefallen...immerhin wird in der Stadt trotz Streik wieder der Müll entsorgt...
Aufgrund des starken Schneefalls habe ich am Freitag für die knapp 6 km über den Rhein fast eine Stunde mit dem Auto gebraucht! Auf den Straßen gab es viel Blechschaden, wobei meist die teuren Autos aus Stuttgart oder München beteiligt waren, die ja eigentlich - Technik sei dank - bei jedem Wetter sicher zu fahren sein sollen...ein bayrisches Fahrzeug ist sogar gar nicht erst von Parkplatz runtergekommen, weil es auf dem Schnee keinen Grip auf die Hinterräder bekommen hat...mein kleiner roter Golf hat auch ständig auf der schneebedeckten Fahrbahn sein ESP aktiviert und ich bin teilweise ganz schön geschlittert...



Passenderweise bin ich nun seit ein paar Tagen auch schon etwas kränklich und habe diese Woche schon zwei Nachdienste hinter mir. In der kommenden Woche muß ich noch einmal nachts ran und habe dann erstmal wieder ein paar Tage am Stück frei. Wahrscheinlich ist bis dahin aber die Schneelandschaft schon wieder zu Matsch geworden. Falls nicht werde ich mal endlich mal wieder meinen alten Schlitten aus dem Gartenhäuschen holen und einen Hügel runtersausen!



Donnerstag, 2. März 2006

Fasten your belly

Nach der Fasnacht kommt nun die Fastenzeit...während der letzten Woche habe ich es mir ja so richtig gutgehen lassen und war fast täglich zum Essen aus...
Nachdem ich zuvor mit meiner Familie schon ein Chinarestaurant in der Nähe aus probiert habe. Bin ich letzte Woche mit ein paar Freunden in einen anderen Chinapalast gegangen. Dort gab es ein riesiges Büffet, was seinen Namen wirklich verdient hat. Man hatte neben dem "normalen" Essen auch die Möglichkeit sich aus frischen Zutaten - Fleisch, Fisch, Gemüse - und verschiedenen Soßen nach Belieben ein Gericht auf einer heißen Platte zubereiten zu lassen. Mongolisches Barbeque hat sich das dann genannt. Aufgrund der Vielfalt des Angebots war es schier unmöglich - auch für mich als guten Esser - sich einmal quer durch das Büffet zu schlagen...den Nachtisch habe ich so nicht einmal angerührt, weil ich schon so voll war...lekker war es diesmal aber trotzdem!
Ansonsten habe ich mir die Woche mehrmals so richtig gutbürgerlich den Bauch vollgeschlagen. In meiner alten Studentenstadt gibt es eine nette Gaststätte, wo man relativ günstig ein Tagesmenü bestellen kann. So habe ich mir mal ein Rumpsteak mit Zigeunersoße gegönnt. Dazu gab es vorher eine Champignonsuppe und einen gemischten Salat. Diesmal war das Essen leider nicht wirklich der Reißer. Ursprünglich wollten wir aber auch Schnitzel essen gehen. Bei mir daheim gibt eine kleine Klause, wo man so richtig gute Schnitzel bekommt. Da ich zufällig Besuch hatte, habe ich ihn dann gleich mal dahin geschleppt. Ich gönnte mir da ein riesiges Schnitzel mit Paprika und Soße. Aber auch Die Variante mit Zwiebelsoße ist sehr zu empfehlen. Dagegen war der Handkäse mit Musik leider etwas durchschnittlich, da er zudem nicht aus echten Handkäse zubereitet worden ist.
Da man nicht genug Schnitzel essen kann, haben wir es aber die doch noch in das beliebte Schnitzelhaus schafft! Dort kann hat mit 100 verschiedenen Schnitzelvariationen die Qual der Wahl! Und man soll es kaum glauben, aber einen Großteil habe inzwischen mit einigen Leuten schon ausprobieren können...im Gegensatz zu manchen meiner Freunde bestelle ich auch nicht immer dasselbe Schnitzel, sondern nehme jedes Mal eine neue Variante. Diesmal habe ich mich für das Pfälzer Metzger Schnitzel. Dabei wird das Schnitzel mit Pfälzer Bratwurstbrät gefüllt. Natürlich gibt es dazu noch einen Berg Pommes und einen gemischten Salat serviert.
Zum Wochenabschluß gab es dann auf einer Geburtstagsfeier so richtig lekkere Rollbratenvarianten vom Metzger. Dazu gab es natürlich auch noch ein Büffet mit Salaten, Kuchen etc. und als exotisches i-Tüpfelchen noch eine cremige Zitronengrassuppe. Meine bekannten Besuche bei königlichen Bullettenbräter lasse ich hier mal unerwähnt, wobei es derzeit lustige Spielzeugfiguren zu jedem Kindermenü gibt...
So gestärkt starte ich nun in die Fastenzeit und meine neue Arbeitswoche mit drei Nachtdiensten...


Mittwoch, 1. März 2006

Medizinischer Aschermittwoch

Die Zeit des beschaulichen Handels ist jetzt vorbei! Schneller als geplant war es nun für mich endlich soweit...ich mußte meine ersten Dienste in der Klinik absolvieren. Letzte Woche hat es schon mit zwei Tagdiensten angefangen. Als Neuling hat man ja meistens das Glück, daß man sich zuviel Gedanken darüber macht und am Ende war es doch wie in meinem Fall relativ ruhig in der Notaufnahme...Anfängerglück eben!
Mein erster Wochenend-Einsatz war da schon etwas spannender als plötzlich mit lauter Angehörigen konfrontiert wurde. Neben wirklich netten Leuten hatte ich leider auch mit einigen Menschen zu tun, welche meinen alles schlecht machen zu müssen was man macht und selbstverständlich auch alles besser wissen. Dummerweise konnte ich ihnen auch nicht immer gleich eine kompetente Antwort auf die vielen Fragen geben, was mir bei 35 verschiedenen Patienten auf Station doch noch erhebliche Schwierigkeiten macht. Da ich außerdem unter der Woche nicht arbeiten mußte, konnte ich so auch nicht beurteilen wie sich der Krankheitszustand der Einzelnen so verändert hat. So bin ich an dem Tag doch ziemlich "geschwommen"...immerhin haben alle das Wochenende wohlbehalten überstanden...am folgenden Montag durfte sich dann eine Kollegin von mir noch gleich eine Beschwerde wegen mir einfangen...
Gestern hatte nun erstmals das Vergnügen nachts arbeiten zu müssen. Diesmal war ich etwas mehr beschäftigt als bei meinen Tageinsätzen...so habe ich sicher die erste Hälfte der Nacht fast ausschließlich in der Notaufnahme gestanden, weil dauernd jemand neues gekommen ist sobald ich mit einem Patienten fertig gewesen bin. Natürlich wurde währenddessen auch ständig von den Station angepiepst, weil dort noch was zu machen war...ich muß schon sagen so ein Piepser kann richtig nervig werden, wenn das Ding dauernd Geräusche von sich gibt...und wenn man sowieso schon aufgeregt ist, macht einen dieses schrille Gepiepse während man noch mit was anderem beschäftigt ist teilweise noch verrückter...
Naja, ich habe es soweit ganz gut überstanden und darf nun am nächsten Wochenende schon wieder nachts ran...

Montag, 27. Februar 2006

Rosenmontag

Karneval fällt dieses Jahr mal wieder ins Wasser, da ich über die tollen Tage diesmal arbeiten darf...dabei habe ich mir dieses Jahr sogar mal Kostüm besorgt, welches auf dem Medizinerfasching schon ganz gut ankam.
Naja, nächstes Jahr muß ich mir mal merken, wann denn eigentlich die Fasnachtzeit genau ist, damit man es mal einplanen kann. Eigentlich bin ich ja nicht so der Faschingsmensch, aber wenn man arbeitet ist daß natürlich eine nette Abwechslung. Und sucht man nicht immer mal einen Grund zum Feiern?!? Wenn ich am Samstag nach etwas weniger als vier Stunden Schlaf nicht noch etwas zu müde vom Dienst gewesen wäre, hätte ich mich wohl noch abends in Mainz ins Faschingsgetümmel gemischt.
Immerhin habe ich an dem Tag noch etwas vom Mannemer Strassenfasching mitbekommen als sich einige Karnevalsvereine schon für den nächsten Tag auf der anderen Rheinseite fit gemacht haben und mit lauter Guggemusik durch die Planken und um den Wasserturm gezogen sind.
In diesem Sinne noch ein dreifaches: "
Ahoi! Helau! Alaaf!"



Sonntag, 19. Februar 2006

Doctorissimo

Gestern fand in der Neuen Aula die feierliche Verleihung der Promotionsurkunden statt. Zunächst sprach der Prorektor Prof. Tröger ein kurzes Grußwort im Namen des Rektorats mit der Bitte auch nach dem Studium weiterhin mit der Universtität verbunden zu bleiben. Unter musikalischer Untermalung durch einen Pianisten und einem weiblichen Geigenquartett überreichten schließlich die beiden Dekane der medizinischen Fakultäten in Mannheim und Heidelberg die langersehnten Urkunden an die Promovenden.
Zuerst wurden die besten Doktoranden des Jahres ausgezeichnet und ein Preisträger hielt einen kurzen Vortrag über seine prämierte Arbeit aus der Malariaforschung. Anschließend wurden dann noch die restlichen Absolventen aufgerufen.
Nach der Verleihung gab es im Foyer der Neuen Universität, welche Dank einer großzügigen Spende der amerikanischen Botschaft gebaut werden konnte, einen großen Sektempfang.
Schon während der Zeremonie hat man viele bekannte Gesichter aus dem Studium wiedergesehen und so konnte ich danach noch gemeinsam mit meinen ehemaligen Kommilitonen auf unsere abgeschlossene Promotion anstoßen. Da man sich nach dem Studium und jetzt während der Arbeit doch teilweise etwas aus den Augen verloren hat, war es ein schönes Wiedersehen zu diesem feierlichen Anlaß. Unten seht ihr ein Bild von glücklichen frischen Doktoren mit dem Mannheimer Dekan Prof. van Ackern.

Sonntag, 12. Februar 2006

Gourmet

Daß Kantinenessen oftmals nix ist bestätigt sich immer wieder. Im Moment esse ich regelmäßig verkochte Kartoffeln oder undefinierbare Aufläufe ohne Geschmack...
Aber als verwöhnte Zunge ist man ja heutzutage richtig wählerisch was gutes Essen angeht. Bei den regeläßig unregelmäßig stattfindenden Kochabenden meiner Kochgruppe versucht man sich jedesmal auf's Neue mit kulinarischen Genüssen zu übertreffen. Sei es mit selbstgemachter Pasta oder edlem Rinderfilet.
Da wundert es einem wohl kaum, daß man in Restaurants dann ähnliche Erwartungen stellt - zumal es dort ja richtig professionell zugehen sollte. Letzte Woche hatte ich so mal wieder das Vernügen zwei mir bis dato unbekannte Gaststätten zu besuchen. Zuerst ein gutbürgerliches Restaurant mit sowohl deftigen, aber auch klassischen Gerichten. Es muß ja nicht immer etwas ausgefallenes sein. Auch ein gut zubereitetes Schnitzel kann einen hungrigen Magen befriedigen. Und einfache Sachen sind ja oftmals auch die leckersten! So habe ich mir ein großes Schnitzel mit Speck und bunten Gemüse und Bratkartoffeln schmecken lassen.
Vorgestern habe ich mich dann auf ein chinesisches Büffet gestürzt. Das Problem bei Büffets ist ja eigentlich, daß man meist mehr ißt als man eigentlich kann. Und wenn man dann noch die Qual der Wahl hat, will man natürlich auch möglichst viele verschiedene Dinge probieren. So endet es meist, daß man hoffnungslos "überfressen" die Lokalität verläßt...statt mit Wohlbefinden mit leichtem Unwohlsein...
Naja, ganz so schlimm war es diesmal nicht...wie gesagt an eine geschmacksverwöhnte Zunge läßt man nicht alles ran. Also habe ich mir diesmal insbesondere eine gebratene Ente und Garnelen genehmigt. Den gebackenen Rotbarsch fand ich letztendlich zu trocken zu aufessen genauso wie alle anderen gebackenen oder fritierten Sachen...ob es am Koch oder an der langen Aufbewahrungszeit auf dem Büffettisch lag?
So hoffe ich, daß es demnächst mal wieder ein inspirierendes Kochtreffen gibt...in diesem Sinne: Mahlzeit!

Freitag, 10. Februar 2006

Von hier an blind

Diese Woche habe ich wieder im Klinikalltag aufgenommen. Nach einem kurzem Gastspiel auf der Privatstation bin nun auf meiner ursprünglichen internistischen Station gelandet. Als "Anfänger" ist es ziemlich unübersichtlich eine Station zu führen. Glücklicherweise bin ich im Moment noch nicht alleine verantwortlich und habe bisher noch einen wenigstens etwas erfahrerenen Doc an der Seite...Leider läuft das im Klinikalltag aber nicht so unkompliziert wie es sich vielleicht anhört. So standen auf dem Dienstplan zwar vier Leute für die Station drauf, wir waren letztendlich aber doch nur zu zweit für die 34 Patienten zuständig.
Am Montag war es deshalb etwas chaotisch für mich, da auch noch die Chefvisite auf dem Plan stand, ich natürlich keinen einzigen Patienten kannte und auf der neuen Station noch nicht wußte - und auch noch immer nicht genau weiß - wie alles so dort abläuft...
Naja, derzeit werde ich ja noch "geschont"...ich will dabei auch keinem Kollegen weiter auf die Last fallen, wenn ich sie/ihn dauernd mit Fragen bombardiere. Was oft nicht so einfach ist, da meist die Zeit fehlt einen richtig durch's Haus zu führen oder einzelne Klinikabläufe zu erklären z. B. wie bzw. was man bei solchen und solchen Patienten routinemäßig durchführen muß...
Da muß muß man schon hoffen, daß man auf eine nette Kollegin trifft, die einem sowas dann mal erläutert...was auf der neuen Station ganz gut ist, da der Oberarzt täglich noch mal vorbeischaut, um eine kurze Kurvenvisite zu machen bei der man offene Fragen klären kann.
Aber als Neuer ist man natürlich auch irgendwie erstmal der A... vom Dienst...und dies sogar wortwörtlich!?! So wurde während meiner Abwesendheit natürlich kurzum beschlossen, daß ich jetzt im Februar noch zwei weitere Dienste übernehmen muß...beim nächsten Mal werde ich mich sicher nicht ohne längere Diskussion auf sowas einlassen. Im Moment will ich es mir ja nicht schon mit den Leuten verscherzen, aber die Art und Weise ist natürlich von den anderen nicht in Ordnung! Bei der Arbeit ist sich halt jeder selbst der nächste...so muß ich eben über die Faschingszeit zusätzlich arbeiten...bin ja mal gespannt, was da so in die Notaufnahme kommt.
Gestern habe ich dann auch schon einmal einen kurzen Einblick bekommen, was ich da für Patienten im Haus empfangen könnte...ältere Menschen, die nicht anamestizierbar sind, schwer krank - natürlich multimorbide - und nur mit großer Mühe zu untersuchen. In solchen Situationen ist dann selbstverständlich auch niemand weit und breit, der einem weiterhelfen kann. Schließlich kam dann noch ein etwas erfahrerener Kollege dazu, der jedoch auch kürzlich erst hier in der Klinik angefangen hatte. Gemeinsam haben wir es dann irgendwie geschafft die Patientin fertig für die Station zu machen...
Ich muß jetzt mal gucken, daß ich in der nächsten Woche mal etwas öfter in die Notaufnahme komme damit ich für meine Dienste etwas fitter werde...man ist zwar dann nicht alleine verantwortlich im Haus, aber der zweite Diensthabene ist wohl meist auf der Intensivstation beschäftigt, so daß du im Zweifelsfall auch wieder alleine da stehst...


Montag, 30. Januar 2006

Das Jahr des Hundes

Letztes Wochenende hat laut chinesischem Mondkalender das Jahr des Hundes begonnen! In China wird das mit der ganzen Familie, viel Essen und Feuerwerk gefeiert! Wir haben das am Sonntag ganz gemütlich daheim mit einem chinesischem Fondue zelebriert.
Dafür waren die vorherigen Tage bzw. besser Nächte etwas aufregender...
Am Freitag habe ich wie schon mal erwähnt mit ein paar Kollegen und Mitpromovenden auf dem Medizinerfasching die fröhliche Karnevalszeit eingeläutet und einen Grund zum Feiern gibt's ja immer. Nachdem wir uns am Mittwoch kurzentschlossen für das Motto "Wir sind Papst" entschieden haben, wollten wir uns passend zu unseren Papstkostüm noch etwas "originelles" einfallen lassen. So entstand dann am Donnerstag beim Pastaessen bzw. beim kleinen Bierchen die Idee auf der Faschingsfete kleine Flyer mit "Ausschnitten" der neuesten Enzyklika zu verteilen...so á la Liebe ist...am Ende kam jedoch die Aktion heraus Kondome auf der Party zu verteilen...
Was anfangs wie eine Schnapsidee klang, wurde dann jedoch Dank tatkraftigen Einsatz von einem Papst tatsächlich in die Wirklichkeit umgesetzt, der es doch echt geschafft hat etwa 200 Kondome zu organisieren...
Nach einem kleinem Warming-up daheim ging es dann gegen 22 Uhr los Richtung Mensa, wo die Fete standfinden sollte. Dort haben wir uns dann aufgemacht, um unsere Mitbringsel unter die Frauen zu bringen und nebenher noch etwas Geld für den guten Zweck zu sammeln, was doch teilweise richtig gut geklappt hat.
Natürlich haben wir dabei das Feiern nicht vergessen und haben uns sogar auf die Karaokebühne getraut um u. a. "Losing my religion" bzw. " Tanze Samba mit mir" zu performen...eigentlich wollten wir noch "Like a virgin" versuchen, aber da war dann die Party plötzlich auch schon vorbei.
Nach einem kurzem Besuch in der Notaufnahme des Uniklinikums, ging es dann aber noch in einer WG mit Karaoke dank einer Playstation weiter...
Tja, irgendwann gegen 6-7 Uhr muß ich dann wohl dort auf einer Couch eingepennt...gegen 9 Uhr mußte ich dann mal die sanitären Anlagen etwas näher inspizieren...mir war schon seit langer Zeit nicht mehr so schlecht wie an diesem Morgen, obwohl ich den ganzen Abend über eigentlich nur noch Bier getrunken habe...und danach ging es dann irgendwann mit der Bahn wieder heim...in der Bahn hatte ich echt zu kämpfen in der stickigen Heizungsluft nicht noch meinen nicht-mehr-vorhandenen Mageninhalt zu entleeren...der Vorschlag noch eine Burgerbude mit dem goldenem M zu besuchen wurde deswegen auch erst mal auf Eis gelegt...nachdem ich zunächst meine Haltestelle verschlafen hatte, habe ich dann schließlich kurz vor 12 mein zu Hauses erreicht und habe mich nach einer kurzen Dusche endlich in mein Bett legen können...
Denn ursprünglich geplanten Rodeltrip am Nachmittag konnte leider nicht mitmachen...so hat mein Jahr des Hundes mit einem Kater angefangen!


Freitag, 27. Januar 2006

Night of the proms

So nun ist es auch offiziell...ab heute darf ich mich überall als Dr. med. vorstellen. Vorhin lag in meiner Post schon meine vorläufige Promotionsurkunde. Am 18. Februar findet dann noch die feierliche Überreichung der Urkunde durch den Dekan der Universität mit einem kulturellen Rahmenprogramm statt.
Heute Abend kann ich schon mal auf dem Heidelberger Medizinerfasching mit ein paar Leuten vorfeiern...wird sicher ein feucht-fröhlicher Abend!

Donnerstag, 26. Januar 2006

Schneetreiben!

Nachdem ich in der vergangenen Woche noch meinen Behördenmarathon absolviert habe, kann ich nun diese Woche mal wieder entspannt mit Freunden auf Tour gehen...
Da kommt es mir auch ganz gelegen, daß es nach langer Zeit mal wieder so richtig geschneit hat. Als ich gestern in den Zug nach Hause gestiegen bin, konnte ich noch nicht ahnen, daß mein Auto auf dem P+R Parkplatz bereits Zentimeter dick mit Pulverschnee beddeckt war. Ich hoffe nun der Schnee mal etwas länger liegen damit man mal wieder Schlittenfahren gehen kann. Nachdem es letztens aufgrund akuten Schneemangels schon ins Wasser gefallen ist. Jetzt werde ich mal den Schlitten aus dem Gartenhaus holen und mal rodelfest machen.


Dienstag, 17. Januar 2006

Praxistest

So da habe ich nun meine ersten beiden Wochen in der Arbeitswelt hinter mir. Noch ist alles ziemlich neu...die Klinik, die Kollegen, die unzähligen Krankenschwestern- und pfleger, viel Bürokratie, noch mehr Anforderungszettel, lauter exotische Medikamentennamen und natürlich viele viele Patienten! Als Berufsanfänger wurde ich bisher von meinen erfahrereneren Kollegen ganz gut betreut. Hoffentlich werden mein Chef und die Oberärzte auch noch etwas nachsichtiger sein, wenn ich meine ersten Dienste übernehmen werde. Ich muß nun mein Medizinerwissen mal wieder etwas auffrischen. Auch so praktische Dinge wie Blutabnehmen oder venöse Zugänge legen muß man wieder üben v. a. bei älteren Patienten mit schlechten bzw. keinen Venen. An jeder Klinik läuft es jedoch auch immer etwas anders, so daß ich mir erstmal anschauen muß wie das hier im Haus gehandhabt wird.
Bisher war ich noch auf keiner festen Station eingeteilt worden, aber im Februar werde ich wohl bis auf weiteres auf die größte internistische Station des Hauses kommen. Meine Kollegen scheinen bisher alle sehr nett zu sein. Ich hoffe, daß es auf der neuen Station auch so ist. Ansonsten habe ich in der Klinik zufällig ein paar alte Bekannte von meiner Schulzeit wiedergetroffen, die auch dort arbeiten!
Im Moment habe ich nur eine halbe Stelle. Ich finde das aber nicht so schlimm, da ich so noch ein wenig die Freizeit nutzen kann bevor es dann Ende Februar richtig mit Nachtdiensten etc. losgeht. Ich hoffe dann, daß ich spätesten nach der Fußball-WM dann einen Vollzeitvertrag bekomme.
Ansonsten kommen plötzlich die Stellenangebote - jetzt da ich einen Job angenommen habe - fast wie am Fließband. Unglaublich oder? Innerhalb von einer Woche kamen so noch drei Stellenangebote. Bei noch über 20 offenen Bewerbungen wird sicher noch das eine oder Angebot zurückkommen. Da kommt man dann natürlich ins Grübeln, ob man noch die Stelle wechseln soll. Gegen Ende dieser Woche muß ich mich für etwas entscheiden...
Naja, ich werde wohl vorerst hier bleiben und mich mal wieder in den Klinikalltag gewöhnen. Ich denke, daß ich mich nun einfacher von einer Stelle wegbewerben kann, wenn ich schon etwas Beruferfahrung habe.
Ich habe nun erstmal ein paar Tage frei bis es dann wieder mit der Klinikarbeit weitergeht. Werde die Zeit mal nutzen, um mal einige bürokratische Dinge wie z. B. meine neue Ärztekammermitgliedschaft zu erledigen und mal wieder mit Freunden weggehen.


Sonntag, 1. Januar 2006

Hello & Goodbye

Prosit Neujahr!

Das letzte Jahr ist für mich ziemlich ereignisreich zu Ende gegangen. Nun erwartet mich in der Klinik eine neue Herausforderung!
Ich hoffe, daß ich trotz Arbeit weiterhin Zeit habe mich mit Freunden zu treffen und daß ich immer noch für Spaß, Spiel und verrückte Ideen zu haben bin!


Montag, 26. Dezember 2005

Reifeprüfung

Letzte Woche hat sich innerhalb weniger Tage mein Leben plötzlich und unerwartet, aber nachhaltig verändert!
Zunächst erfuhr ich Anfang der Woche, daß ich eigentlich kein Anrecht auf Untersützung für meine Bewerbungskosten habe...ich habe mich natürlich sehr darüber geärgert und irgendwie wußte weder beim Arbeitsamt noch jemand im Jobcenter, wer eigentlich für mich zuständig ist! Trotzdem habe ich dann pro forma noch ein sicher 20-seitiges Antragsformular mitbekommen, welches wohl mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit abgelehnt werden wird...
Naja, da habe ich mich echt aufgeregt, weil ich deswegen noch extra woanders hinfahren mußte, da die Ämter nicht alle vor Ort sind...
Nun gut, am nächsten Tag habe ich dann einen Bescheid erhalten, daß meine Dissertationsschrift von der Promotionskonferenz angenommen worden ist. Nun muß ich noch den üblichen Papierkrieg hinter mich bringen und unzählige Formulare ausfüllen. Danach bin ich dann endlich offiziell ein Dr.med.!!! Ich habe so früh ja eigentlich noch gar nicht mit dieser Nachricht gerechnet...bei einigen meiner Kollegen hat sich das ganze Prozedere teilweise bis zu einem Jahr hingezogen! Umso mehr war ich dann für den positiven Bescheid erfreut!
Der Hammer ist jedoch ein Tag vor Heiligabend passiert als mich früh morgens eine Sekretärin angerufen hat und mich mit dem Chefarzt weiterverbunden hat. Mir wurde da zum 1.1.2006 eine Stelle angeboten! Es ist zwar zunächst nur eine 1/2 Stelle, welche aber im Laufe des Jahres zu einer Vollzeitstelle ausgebaut werden soll. Für den Anfang ist das wohl nicht verkehrt, Arbeiten werde ich sicher noch lang genug...
Jetzt bin ich mal gespannt was so kurz vor Jahreswechsel noch so alles passiert...vielleicht treffe ich Woche ja noch meine Traumfrau...
In diesem Sinne noch ein schönes Weihnachtsfest!


Montag, 19. Dezember 2005

Es schneit!

Nachdem ich am Wochenende zusammen mit ein paar Freunden schon mal mit Weihnachtswichteln angefangen habe, komm ich nun auch langsam so in Weihnachtsstimmung. Diesmal hat jeder bei der Wichtelei sogar ein echt passendes Wichtelpaket erhalten...ich zum Beispiel habe dabei karamelisierte Cacaobohnen mit Chili bekommen!
Auf vier verschiedenen Weihnachtsmärkten habe ich inzwischen auch mal die verschiedenen Glühweinstände durchgetestet. Wobei wohl nix an unsere letzte Feuerzangenbowle heranreichen wird!
Tja, und nun da man mal Weihnachten feiern will, hat man plötzlich Probleme gewisse Weihnachtsutensilien zu ergattern! So stand ich kürzlich mit einer Freundin in drei verschiedenen Supermärkten, um Spekulatius zu besorgen. Wochen vor dem eigentlichen Weihnachtsfest kommt man vor lauter Weihnachtsartikeln nicht dazu seinen Einkaufszettel zu erfüllen, und nun muß teilweise im Laden nachfragen, um Weihnachtssachen zu finden...komisch oder?!? Immerhin habe ich inzwischen fast alle Weihnachtsgeschenke beisammen...
Heute hat es bei uns mal so richtig angefangen zu schneien! Mal schauen wie es in den nächsten Tagen so aussschaut. Ich hoffe mal, daß spätestens an Heiligabend der Schnee mal für längere Zeit liegen bleibt...