Dienstag, 6. September 2005

Wieder unterwegs in Deutschland

Nachdem es bisher mit meinen Bewerbungen nur langsam voranging, wurde ich in der letzten Woche plötzlich mit positiven Antworten fast überschwemmt...darum bin ich auch noch nicht zu den Reiseberichten gekommen.
Auf einmal hatte ich nun vier Einladungen für ein Vorstellungsgespräch erhalten und bin fast täglich ein wenig durch die Lande gefahren. Teilweise haben die einen früh morgens aus dem Bett geholt und wollten einen gleich am selben Tag noch in die Klinik holen.
Zunächst bin ich so nach Frankfurt, dann nach Ludwigshafen und schließlich nach Darmstadt gegangen. Zu dumm dass nach Katrina plötzlich auch noch der Benzinpreis etwas abgehoben hat, und ich vorher nicht mehr vollgetankt habe. So habe ich mir statt einem Auto mir ein Baden-Württemberg Bahnticket gekauft, um nach Stuttgart zu fahren.
Zugfahren ist ansicht eine tolle Sache. Man kommt meist mitten im Stadtzentrum an und kann während der Fahrt etwas schlafen. Allein der Zeitaufwand ist dann doch etwas größer als mit dem eigenen Auto. So hat die Stuttgartfahrt hin und zurück insgesamt etwa 7 Stunden eingenommen.
Immerhin konnte ich dann nach dem Gespräch im Stuttgarter Weindorf noch etwas Wein genießen, was bei dem sonnigen Wetter im Moment sehr nett war. Ich bin dann schließlich auf dem Rathausplatz mit ein paar guten Freunden und Wein nach dem doch anstrengenden Tag etwas versackt bevor wieder in den Zug Richtung Heimat ging.
Und wie klein die Welt manchmal ist...da treffe ich auf dem Weinfest doch tatsächlich einen Studienkollegen aus Heidelberg mit seiner Freundin. Wenn ich nun eine Stelle dort bekommen sollte, wären wir dann fast Nachbarn.
Ähnliches ist mir vorher in Frankfurt passiert, wo der Chef meinen Nachbarn zu Hause kennt.
Wahrscheinlich werde ich egal in welcher Klinik auch immer wieder auf Bekannte oder Freunde von Bekannten treffen...

Dienstag, 30. August 2005

Unterwegs

Nachdem es mit meinen Bewerbungen um eine Assistentenstelle bisher so schleppend verlief und anscheinend alle Chefärzte in Deutschland gleichzeitig im Urlaub sind, habe ich mir nun auch etwas Zeit genommen um mal wieder etwas durch die Welt zu reisen.
Da der finanzielle Rahmen etwas eingeschränkt ist, bin ich diesmal in Europa geblieben und habe unter anderem mal ein paar Freunden in Deutschland einen Besuch abgestattet.
Hier schon mal ein paar Impressionen...demnächst kommen dann noch ausführlichere Berichte...


In der Heidelberger Altstadt


Kunst in Stuttgart


Vor der Amsterdam Arena


Im Legoland


Nachts am Lac Leman

Dienstag, 2. August 2005

Sind wir Helden?

Nach dem Studium fragen sich bestimmt so einige, ob sie wirklich das Richtige studiert haben. In der Studienzeit hat man oftmals keine Ahnung wie die Arbeitswelt tatsächlich ist. Gerade wenn man nun die vielen Demonstrationen aufgrund schlechter Arbeitsbedingungen und zu geringe Bezahlung betrachtet, überlegt man sich, ob sich das lange Studium eigentlich lohnt. Auch das Verhalten von manchen Vorgesetzten ist nicht immer motivierend.
Es gibt viele berühmte Ärzte, die ihren Beruf aufgegeben haben und schließlich in anderen Bereichen zu Berühmtheit gelangt sind. So war Friedrich Schiller, obwohl zeitlebens meist selber immer irgendwie krank gewesen, zunächst als Stabsarzt in Stuttgart tätig bevor er in Mannheim als Schriftsteller bekannt geworden ist. Auch Ernesto "Che" Guevarra hat sich zunächst einem Medizinstudium gewidmet bis er während einer schicksalshaften Reise quer durch den Südamerikanischen Kontinent seine wahre Bestimmung gefunden hat.
Es gibt sicher keinen anderen Beruf, der mit soviel Verantwortung behaftet ist wie der Arztberuf.

Sonntag, 31. Juli 2005

Boah! De Siechfried in äaccht!

Am Freitag ging es mal wieder ins Kino...Das deutsche Heldenepos "Siegfried" war diesmal im Programm. In dieser neuen, eigenwilligen Verfilmung ist jedoch nichts wie es scheint und es werden bisher unbekannte Aspekte der Erzählung dargestellt. Mit Tom Gerhardt als Siegfried bzw. im rheinischen Neudeutsch kurz Siggi konnte ein namhafter und sympathischer Charakterdarsteller gewonnen werden.
Am Anschluß an die Hauptvorstellung diesem Abend stattet er uns zusammen mit seiner Kriemhild gespielt von Dorkas Kiefer einen Besuch ab. Nach einer kurzen Begrüßung wurden dann noch ein paar Gastgeschenke ins Publikum geworfen. Leider gingen wir dabei leer aus...
Aber danach konnte ich mir im Foyer noch ein Autogramm von beiden Schauspielern ergattern. Außerdem habe ich es mir natürlich nicht nehmen lassen mich mit Tom und Dorkas fotografieren zu lassen. Die andere Schauspielerin hat mir zwar im Film besser gefallen, was wohl an der netteren, sympathischeren Rolle lag. Aber in Wirklichkeit sieht die Dorkas - mit ihren wahrscheinlich 1,5m - auch schon ziemlich süß aus.


Donnerstag, 28. Juli 2005

Warten auf Dr. Godot...

Warten ist eine meiner Lieblingsbeschäftigungen...an der Kasse, auf der Autobahn, am Bahnhof...
Nun heißt es Warten auf Antworten. Bei Bewerbungen kann das schon einen Zeitraum von über einem Jahr bedeuten, wenn man überhaupt eine Antwort erhält. Ist mir und auch einigen Freunden jedenfalls so ergangen. Dazwischen herrscht die große Langeweile. Man schaut jeden Tag gebannt auf den Briefkasten in der Hoffnung auf Nachricht. Öffnet wie verrückt ständig seine Mailbox im Internet. Überprüft regelmäßig, ob das Telefon richtig angeschlossen ist.
So kann man noch selbst das Gefühl erleben, wie sich später mal die Patienten im Wartezimmer fühlen...

Montag, 18. Juli 2005

Partysommer

Dank des warmen Wetters gibt es gerade viele schöne Sommernächte in denen man die Stadt unsicher machen kann. Neben dem beliebten Grillen und gemütlichen Spieleabenden ging es so letzte Woche einige Male in die City zum Feiern und Tanzen. Und die Region hier hat dazu wirklich allerhand zu bieten!
Tagsüber bin ich mit ein paar Freunden sogar mal wieder ins Freibad gegangen. Im Gepäck noch mein kleiner Bruder und eine Freundin hatte auch ihre kleine Tochter dabei gehabt. Auch ein Bad im Kinderbecken kann bei den Temperaturen erfrischend sein. Weckt Erinnerungen an die Schulzeit als man nachmittags mit dem Rad 2 Stunden ins Freibad gebraucht hat, weil man unterwegs noch soviel Unfug gemacht hat...Im Schwimmbad kam es dann auch schon zu einer lustigen Situation als plötzlich ein kleines Mädchen - vielleicht 3 Jahre alt - zu uns kam und mit großen Augen fragte:"Warum seid ihr Männer und eine Frau?" - Tja, was soll man da antworten...Wir sahen sicher aus wie eine Patchworkfamilie mit den beiden kleinen Kiddies!
Danach ging es dann noch ins Eiscafé nachdem mein Bruder sicher eine halbe Stunde lang nur nach EIS geschrieen hatte.
Die Abende beginnen zunächst in einer Kneipe im Freien und einem eiskalten Weizen. Einmal haben wir uns dazu noch jeweils eine von 100 lekkeren Schnitzelvariationen im Schnitzelhaus gegönnt. Bei inhaltsreichen Männergesprächen kommt so schnell Stimmung auf. Die hübsche Kellnerin tut das übrige...auch wenn sich später herausstellt, daß sie wohl mit dem Barkeeper zusammen ist.
Ansonsten ging es danach entweder mal ins Kino..."Madagskar" ein toller Spaß für Jung und Alt mit neurotischen Zoobewohnern, die dank eines Psycho-Pinguin-Quartett unfreiwillig im Dschungel stranden! O-Ton eines einheimischen Lemuren:"I like to move it, move it!"
In einer Altstadtkneipe haben wir dann zufällig Bekanntschaft mit zwei Mediziner älteren Jahrgangs gemacht, welche wie in ihren alten Studentenzeiten einen Abend verbringen wollten. So konnten wir uns mal von einem Chefarzt auf ein paar Bier einladen. Daß man sich dann dabei noch all seine Anekdoten aus seinem Leben anhören muß, gehört natürlicherweise wohl dazu. Aber wie hatte er uns allen noch gesagt:"Auch Sie können alle mal Chefarzt werden!"
Alternativ ging es einmal auf eine Studenten-Medizinerfete am Fuße des Fernsehturms. Man feiert ja auch gerne unter seinesgleichen, auch wenn es am Ende auf Babewatching auf der Terrasse rauskommt, weil die Musikauswahl teilweise etwas seltsam war und im Tanzsaal tropische Temperaturen geherrscht haben.
Dann vielleicht mal wieder am Tischkicker seine Fahigkeiten beweisen, auch wenn da ein paar Bälle abhanden gekommen sind...da wird dann plötzlich bei manchen der Ergeiz geweckt, es seinen Kumpels mal zu zeigen was Sache ist.
Irgendwie gehört es dann noch dazu, daß man sich nach einer "langen" Nacht um 3 Uhr noch in einer Döneria einen kleinen Nachmitternachtsnack gönnt, um dann glücklich und zufrieden ins Bett zu gehen.
Tja, so können nur Männerabende enden...










Nachthimmel in der Suite, bei Hausmusik und auf einer Gartenparty

Montag, 11. Juli 2005

Auf der Tour de France

Die Tour de France ist mal wieder zu Gast in Deutschland gewesen. Einmal direkt auf der Strecke dabei zu sein, ist wirklich ein Erlebnis - wenn auch sehr schnelles...
Nach einer wahren Spielenacht - es wurde vom Abendessen bis zum Frühstück gezockt - ging es kurz nach 9 Uhr an die Strecke. Wir haben uns knapp 500m unterhalb der ersten Bergwertung postiert um die Fahrer nicht allzu schnell vorbeiziehen zu lassen. Die Rennfahrer wurden erst gegen 12 Uhr erwartet, aber zur Tour de France gehört auch immer noch eine kilometerlange Werbekarawane. Diese startet schon etwa 2 Stunden vor dem eigentlichen Rennen und beglückt die Zuschauer am Straßenrand mit allerlei tollen Werbegeschenken, Musik und tanzenden jungen Mädels.
So konnen wir unter anderem mal französische Gummibären in knallbunten Atomfarben probieren, alle möglichen Kopfbedeckungen sammeln oder uns einfach mit den anderen Zuschauern um die verteilten Geschenke streiten.
Das eigentliche Radfahrerfeld zog dann in knapp 5 Minuten an uns vorbei...bergauf natürlich mit knapp 4% Steigung!
Danach machte sich die Menschenmasse relativ schnell wieder vom Berg runter bzw. wieder auf den Berg hinauf ohne natürlich das ultimative Verkehrschaos nicht zu vermeiden. Es ist dabei immer erstaunlich wieviele intelligente Autofahrer existieren, welche sich nach dem Rennen wieder sofort durch das Menschenmeer auf dem Heimweg machen wollten...


Tour d'Allemagne

Dienstag, 5. Juli 2005

In der Stadt

Seit ich denken kann bin schon immer gerne herumgereist, habe fremde Orte erkundet und habe mich dort auch wohl gefühlt. Es gibt jedoch Orte da fühlt man sich richtig zu Hause. Man läuft durch die Fußgängerzone, geht durch die Geschäfte, trinkt dort ein Bierchen, ißt hier eine Kleinigkeit...und man trifft immer Menschen, die man kennt und gerne hat!
Das macht vieles aus um sich wohl zu fühlen. Ich habe das Gefühl, daß jeder einen festen Punkt im Leben haben muß. Im Moment bin ich nicht wirklich zu Hause. Ich wohne zwar in meinem Zimmer, mit meinem Krimskrams etc. aber zu dem Ort fehlt mir einfach eine richtige Bindung. Das Problem ist, daß ich nur "zugezogen" bin und dort außer meiner Familie keine Freundschaften mehr habe. Gut, meine Familie ist ja da könnte man jetzt argumentieren, aber der Ort ist auch sehr traurigen Erinnerungen verbunden.
Die Studentenzeit hat einen geprägt...man hat neue Horizonte und Grenzen kennengelernt. Klingt vielleicht etwas abgedroschen, aber für mich war es eben so. Man stand zum ersten Mal mehr oder weniger auf den eigenen Füßen und konnte machen was man wollte.
Im Moment fürchte ich mich irgendwo neu anzufangen...das Studium ist schon längst vorbei. Die Promotion so gut wie abgeschlossen. Das Ersparte allmählich aufgebraucht. Und man ist allein. Jetzt beginnt wieder alles von vorne. Während man am Anfang des Studiums mit vielen anderen seine Sorgen teilen konnte, sitzt du nun erst mal alleine in der großen weiten Arbeitwelt und muß dir einen Einstieg verschaffen.
Der erste Versuch ist leider gescheitert und hat einen nicht gerade ermutigt weiterzumachen.

Montag, 27. Juni 2005

In der Hitze der Nacht

Wieder ist ein heißes Wochenende vergangen! Ein sehr ereignisreiches noch dazu! Aber nun mal von vorne...
Am Freitag ging es zunächst in die Karnevalsstadt Mainz am Rhein. Dort findet bis heute das Johannisfest statt. Die komplette Stadt ist dabei mit Buden, Würstchenständen, Fahrgeschäften und mehreren Musikbühnen vollgestellt! Zunächst haben wir es uns zu sechst direkt am Rheinufer im Schatten einer kaputten Bungeekatapultanlage bequem gemacht. Frisch gestärkt durch Falafel bzw. Crépes ging es dann weiter in eine Geisterbahn, wobei das Wort Bahn relativ ist, da man nach 10 Sekunden wieder aus dem Wagen stiegen mußte und den Rest der "Fahrt" zu Fuß durch einen Hindernissparcour mit einigen "lebendigen" Gespenster zuücklegen mußte. Schließlich sind wir dann in einem schönen Hof mit Live-Musik gelandet. Bei tropischen Temperaturen habe ich an dem Abend sicher 2,5 l Flüssigkeit getrunken ohne auch einmal deswegen auf die Toilette zu müssen...
Der Samstag war dann etwas ruhiger. Zunächst haben wir uns natürlich in einer alten Scheune das Fußballspiel Deutschland-Brasilien angeschaut. Schade, daß es nicht zum Finale gereicht hat. Naja, dafür wird es sicher im nächsten Jahr klappen - ist ja diesmal erst die Generalprobe und die geht immer erst in die Hose! Danach haben wir auch mal den Grill angeschmissen! Ein paar kleine Ausschnitte aus der reichhaltigen Speisekarte...Oliven-Kartoffeln, Melonen mit gegrillten Paprika, viel Grillfleisch, gegrillte Bananen mit Schokolade usw. Nach dem Essen wollten wir es den Herren im Fernsehen gleichtun und haben im riesigen Bauerngarten ein Fußballspiel gestartet. Nach der ersten Halbzeit waren wir aber alle schon platt...so habe ich dann angefangen aus 100 Teelichtern eine kleine Landebahn auf dem Rasen zu bauen. Schließlich wurde auch noch ein kleines Lagerfeuer entfacht, wobei es von der Hitze her gar nicht notwendig gewesen ist.
Der Sonntag wurde schließlich ganz gemütlich im Freibad verbracht...


International Airport Sandhofen

Donnerstag, 23. Juni 2005

Fieber

Der Ball ist rund und ein Spiel dauert 90 Minuten. Weniger als ein Jahr noch bis zur nächsten Fußball WM in Deutschland. Doch schon jetzt ist die Halbe Nation während des Confederations Cup 2005 im Fußballfieber. Man versucht alle Spiele live zu verfolgen, geht direkt ins Stadion oder schaut es sich in großer Runde gemeinsam am Bildschirm an.
Ich habe auch fast jedes Spiel verfolgt und nun kommt es am kommenden Samstag zu dem Halbfinalknaller Deutschland-Brasilien! Dafür bleibt dann auch mal gerne mal der Grill zwei Sunden länger kalt oder man verläßt schon früher das Freibad...
Wie wird es erst nächstes Jahr sein, wenn es dann endlich wirklich um etwas geht. Verzweifelte Fans, die keine Karten erhalten haben und sicher schon Nächte vor den Kassenhäuschen am Stadion verbringen, um eventuell doch noch ein Ticket zu ergattern. Die Wirtschaft soll von der WM 2006 profitieren, aber haben die schlauen Menschen auch berücksichtigt, daß viele Leute der Arbeit fern bleiben werden, um die Spiele zu verfolgen?
Ich freue mich jetzt erst mal auf's Wochenende, auf das man sich im Finale in Frankfurt wiedersieht!

Dienstag, 21. Juni 2005

Sommernacht

Endlich ist es mal so richtig Sommer geworden, obwohl das wohl wieder nicht von Dauer sein wird. Zwar schwitze ich bei diesemWetter unter dem Dach wie verrückt, aber nun kann man auch abends noch viele schöne Dinge im Freien tun so lange es noch hell ist.
Tja, eines der netten Sachen ist sich in einem schönen Biergarten ein eiskaltes Weizen zu gönnen. Oder wie an den vergangenen Wochenenden auf eines der zahlreichen Weinfeste oder Kerwen in der Region zu gehen und mit Freunden zusammen anzustoßen.
Außerdem wird viel zu selten gegrillt! Ein Grill im Garten und ist ein super Tagesabschluß...wobei oftmals beim Einkaufen der Zutaten die Augen größer als der Magen sind. Wenn man früh genug anfängt, kann man aber bei einem richtigen Grillmarathon auch dieses Problem bewältigen.
Ich hoffe mal, daß bis zum nächsten Wochenende das Wetter noch anhält. Sonst wird möglicherweise das nächste Freiluft-Grillevent kurzfristig abgesagt. Das wäre doch echt schade, wenn jetzt die Tage wieder kürzer werden!

Samstag, 18. Juni 2005

Amerika

Ich habe diese Woche das Vergnügen innerhlab von vier Tagen dreimal nach Frankfurt zum Flughafen zu fahren...leider werde ich dabei nie selber in den Flieger steigen...Aber immerhin kann man auf der Autobahn schön rasen, wenn mal kein Stau herrscht.
Naja, da ich selber schon viel herumgeflogen bin, habe ich auch viel mitbekommen. Seit 9/11 sind dabei die Amerikaner aber so richtig Paranoid geworden! Die Koffer darf man beispielsweise gar nicht mehr abschließen! Wenn man böses vor hat, kann man so Leute richtig ja richtig leimen! Die Sicherheitsvorkehrungen sind jedoch in Deutschland wesentlich besser als in den Staaten selbst. Alle Koffer und Taschen werden bis zum Umfallen durchgeröntgt. Und selbst muß man durch unzählige Sicherheitsmetalldetektoren laufen bis man endlich in den Flieger steigen kann.
Vor drei Jahren konnte ich mir noch das Passfoto und den Fingerabdruck bei der Einreise ersparen. Wenn man aus den Staaten ausreist kommt es einem vor als ob es die Sicherheitsbeamte gar nicht mehr interessiert. Man verlässt ja das Land und kann dort nichts anstellen...

Samstag, 11. Juni 2005

Schill out

Leider habe ich es bisher nicht geschafft jemanden für die Schillertage zu begeistern. Nach einem etwas chaotischen Umtrunk mit meinen Mädelshaben wir uns dann auch gestern noch spontan für etwas anderes entschieden.
So habe ich eine neue Location in unserer kleinen Stadt kennengelernt und wir sind seit langem wieder mal etwas Tanzen gewesen. In einem alten Bahnhofshäuschen gab es neben einer netten Atmosphäre auch gute Musik. Da ich leider mit dem Auto gekommen bin, habe ich mir nur zwei kleine Bierchen gegönnt.
Tja, danach habe ich mal seit ewiger Zeit wieder eine Cola getrunken...diesmal sogar eine Afri-Cola! Vielleicht glaubt ihr mir nicht, aber auf das Zeug bekomme ich echt einen Cola-Rausch. Ich trinke normalerweise auch keinen Kaffee und so schlägt die braune Flüssigkeit ziemlich stark bei mir an.
Obwohl ich eigentlich um 24 Uhr schon etwas fertig gewesen bin, habe ich nun nach dem Colagenuß noch daheim bis etwa 4 Uhr fit im Bett gelegen...


Sturm und Drang

Dienstag, 7. Juni 2005

Schaffen

Heute morgen bin ich zum ersten Mal in ein Arbeitsamt gegangen, um mich für eine Bewerbungskostenunterstützung zu informieren.
Wider erwarten mußte ich nicht stundenlang anstehen und auch die Beamten waren überaschenderweise alle sehr freundlich und hilfsbereit. Natürlich habe ich dabei auch einige interessante Dinge erfahren. Beispielsweise müsste der Arbeitgeber wohl eigentlich für die Fahrtkosten für ein Vorstellungsgespräch aufkommen. Leider machen das nur die wenigsten, da sie sich alle auf einen anderen Paragraphen berufen nach dem der Staat den Arbeitssuchenden unterstützen kann. Auch die Anträge für eine finanzielle Unterstützung bei der Bewerbung scheinen recht unkompliziert zu sein. So kann man im Jahr bis zu 260 EUR Beihilfe erhalten.
Naja, ich will mal hoffen, daß ich diesen Betrag nicht ausschöpfen muß. Also drückt mir die Daumen auf daß ich rasch eine Stelle in einer Inneren Abteilung finde.

Montag, 6. Juni 2005

Die Gedanken sind frei

Letztes Wochenende habe ich mal wieder meine Wanderschuhe geschnürt. Es ging in den Schwarzwald, wo wir zu fünft einen 14 km langen Rundweg und etwa 500 Höhenmeter zurückgelegt haben. Unterwegs habe ich dann unfreiwillig Bekanntschaft mit einem frischen Kuhfladen gemacht. Zwischendrin haben noch eine kleine Blindschleiche und zahlreiche Nacktschnecken unseren Weg gekreuzt. Danach sind wir noch auf einer supergeilen Coasterbahn - so ähnlich wie eine Sommerrodelbahn nur auf Schienen - einen Berg hinuntergesaust.
Abends haben wir es uns dann bei lekker Spargel und Weizenbier im Garten gutgehen lassen.


Dorftheater

Sonntag, 29. Mai 2005

Heimsauna

Nach dem recht wechselhaften Wetter Anfang Mai scheint nun aber endlich der Sommer ausgebrochen zu sein.
Die andauernde Sonnenbestrahlung und meine exponierte Wohnlage unter dem Dach haben mich jedoch inzwischen unfreiwilligerweise zu einem Saunabesitzer gemacht. Naja, antizyklisches Handeln eben. Da bleibt nur noch die Flucht in den stets kühltemperierten Keller oder der Gang zur nächsten Elektronikfachhandel für eine Klimaanlage.
Für's erste hilft auch mal ein eiskaltes Bier...

Freitag, 20. Mai 2005

Möge die Macht mit euch sein

Endlich ist es soweit! Schon am Mittwoch habe ich die letzte Episode von Star Wars gesehen! Obwohl man schon so ungefähr wußte wie es ablaufen wird, ist man doch sehr aufgeregt gewesen bis die Fox-Fanfare ertönt ist. Ich werde sicher nochmal da reingehen. Der Anakin Skywalker wird da schon ziemlich übel zugerichtet, so daß es diesmal kein FIlm für Kinder ist. Natürlich gibt es immer noch offene Fragen, aber ansonsten wäre es ja auch langweilig.
Da macht man auch gerne mal die Nacht durch...konnte irgendwie um 4 Uhr nicht einschlafen und mußte dummerweise schon um 7 Uhr morgens wieder raus aus dem Bett. Jetzt muß ich mir nur noch die neuen Lego Star Wars Modelle (www.lego.de) besorgen...

Donnerstag, 12. Mai 2005

Frühlingstraum

Der Frühling läßt sein blaues Band im Himmel flattern. Manch Dichter und Schriftsteller hat sich davon schon inspirieren lassen. Leider gehör ich nicht zu denen, welche durch Sonne und Vogelgezwitscher zu literarischen Höhepunkten angetrieben werden. Aber ich muß ja auch nur eine trockene wissenschaftliche Abhandlung verfassen.
Leider kann ich derzeit aus lauter Zahlen keine Buchstaben formulieren und plage mich seit Tagen durch leere Seiten, welche mit harten Fakten beglückt werden wollen. Kurz und knackig soll es sein. Aber wer hat auch schon aus einer statistischen Analyse ein spannenden Roman geschrieben? Nicht mal was lustiges fällt mir dazu ein! Eine Tragödie sondergleichen.

Man vertreibt seine Zeit lieber zusammen mit Freunden am Lagerfeuer mit einer Flasche Bier in der Hand. Mit einem Stock wird die Glut weiter angestachelt, so daß kleine Funken den abendlichen Himmel erleuchten. Es ist wieder spät geworden.
Doch vor meinem Fenster hoppeln wieder die Hasen fröhlich über das frisch gemähte Gras, mein Kopf dröhnt und wieder geht ein Tag mit einem unbeschriebenem Blatt vorbei...



"Den Wert eines Menschen erkennt man zuverlässig daran, was er mit
seiner Freizeit anfängt." (Karl Heinrich Waggerl)

Dienstag, 10. Mai 2005

Laß die Sonne rein

Nachdem der April schon so verregnet gewesen ist, habe ich mal gehofft, daß der Mai besser wird. Aber anscheinend bleibt es weiterhin so wechselhaft. Der Tanz in den Mai ist auch etwas dürftig ausgefallen mit einer etwas lustlosen Coverband, die ebenso wechselhaft gespielt hat. Ich sollte mir für das nächste Jahr mal eine Freundin besorgen, dann wird es sich daheim gemütlich bequem gemacht...
Ansonsten ist vielleicht mal wieder ein Urlaub angesagt. Ich habe gerade einen Reiseführer zu Molwanien, einer etwas in Vergessenheit geratene Perle in den Tiefen Osteuropas, durchgelesen. Nach der Wende lockt das Land des schadhaften Lächelns (im Original "A land untouched by modern dentistry") mit günstigen Angeboten für Abenteuerurlauber...


"Ich will mehr!"