Dienstag, 19. Dezember 2006

Deutschland, ein Wintermärchen - Vom Jungfernstieg zum Fischmarkt

Nach Münster ging es weiter in die Hansestadt Hamburg. Natürlich hatte mein Zug erst mal Verspätung und dabei bin ich mal wieder gerade so an den Bahnhof gekommen, weil mein Bus im Weihnachtsverkehr stecken blieb. Diesmal habe ich mal auf einen Besuch der Reeperbahn verzichtet nachdem ich bei meinem letzten Trip dahin doch gleich im Fernsehen gelandet bin...Am ersten Abend war es trotzdem sehr lustig. Wir sind zum Abendessen zu einem Griechen um die Ecke gegangen. Neben den üblichen riesigen Portionen gab es - sozusagen immer als Zwischengang und auch schon während der Wartezeit für einen freien Tisch - einen kleinen Ouzo als Gruß aus der Küche...


Hamburger Weihnachtsmarkt


Geschäftiges Treiben auf der "Mö"


Abendessen beim Griechen


Hmm!!! Lekker Gyros!!!


Lammrücken in Rotweinjus


Ein Ouzu für zwischendurch...

Leider herrschte während meines Aufenthalts das bekannte "Schietwetter", wobei es angeblich dort statistisch wohl nicht mehr regnen soll als anderswo...da Weihnachten naht, war aber sowieso erstmal Powershopping angesagt...hierbei war ich leider nicht wirklich erfolgreich, so daß meine Freundin nach knapp zwei Stunden bereits fast alles gefunden hatte, ich jedoch noch nichts in den Händen vorweisen konnte...später hatte ich mich dann stattdessen noch mit einer anderen Freundin zum Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt verabredet gehabt...bei dem naßkalten Wetter hat er uns auch wirklich gut geschmeckt...


Winterzauber auf dem Jungfernstieg


Blick auf die Binnenalster


Herzliche Einkaufstrasse


Im Hanseviertel


Am Rathaus


Bei einem Glühwein auf dem Jungfernstieg


Das Alsterhaus

Am Sonntag hieß es dann früh wieder raus aus den Federn...der Fischmarkt sollte doch besucht werden, um das nächste "Perfekte Dinner" vorzubereiten. Da Winter ist, startet der Markt erst um 7 Uhr statt bereits um 5 Uhr während der Sommerzeit. Und der Hafen im Morgengrauen ist auch wirklich sehenswert.
Obwohl es Fischmarkt heißt, bekommt man dort so gut wie alles von Lebensmitteln bis Kunst und Kitsch. Wenn man kurz vor Schluß vorbeischaut, kann man angeblich auch das eine oder andere Schnäppchen machen. Die sogenannten Rappohändler - sprich Marktschreier - haben sowieso einen hohen Unterhaltungswert, wenn sie ihre Ware feil bieten und einem beispielsweise vermitteln, daß man eigentlich immer einen Aal gebrauchen kann...


Morgenstimmung im Hafen


Unterwegs zum Fischmarkt


Bananen-Fred in Aktion


Zum Frühschoppen in der Fischauktionshalle


"Hast du die Wahl, nimmst du 'nen Aal"


Haus in der Hafenstrasse


Strand Pauli


An den Landungsbrücken


Der Fernsehturm

Nach dem Fischmarkt haben wir erstmal zu Hause ausgiebig gefrühstückt. Nachmittags war dann wieder etwas Kultur angesagt. Beim Besuch des Speicherstadtmuseums konnte man sich einen Einblick in frühere Zeiten schaffen als dort noch Kaffee, Tee etc. gelagert und weiterverarbeitet wurden. Heute ist die Speicherstadt wohl eines der größten Speicher für Orientteppiche!
Ansonsten lud das Schmuddelwetter nicht wirklich zum Spazieren ein, so daß der Alsterspaziergang ins Wasser fiel und wir nach einem kurzen Abstecher ins Kontorhausviertel und zum Museum für Arbeit lieber gleich unser Abendessen zubereiten wollten.


Die Spiegel-Redaktion


Unterwegs in die Speicherstadt



Blick aus einem ehemaligen Speicher


Speicherstadt


Glückspfahl


Das Chilehaus


Grins!


Fassade des Chilehaus


Rucola in Honigvinaigrette


Fischcurry mit Basmatireis

Zum Abschluß des Tages bin ich noch zum wahrscheinlich bekanntesten TV-Imbiß in Deutschland gelaufen. In der Eppendorfer Grill-Station wird jeden Sonntag eine neue Folge vom "Dittsche" aufgezeichnet. Vor dem Grill haben sich trotz Wetter doch gut mehr als zwei Dutzend Menschen versammelt. Es ist schon paradox, da man eigentlich vom dem Geschehen in der Imbißbude akustisch gar nichts mitbekommt...aber die Leute standen trotzdem die ganze Zeit wie gebannt vor den Fensterscheiben. Zu Hause habe ich dann die Folge auf dem NDR angeschaut. Und irgendwie habe ich es diesmal auch wieder ins Fernsehen geschafft, wenn auch indirekt...in der Aufzeichnung sieht man zwischendrin mal ein kurzes rotes Aufleuchten von meinem Foto aufblinken...ein Security-Mann hat mich dann auch gleich darauf aufmerksam gemacht...


An der berühmtesten Imbißbude in Deutschland


Dittsche unterwegs ins wirklich wahre Leben...


Dittsche in Aktion bei Ingo


"Schildkröte"

Montag, 18. Dezember 2006

Deutschland, ein Wintermärchen - Unterwegs in Münster

Da ich kurz vor Weihnachten noch das Glück habe Urlaub zu nehmen bevor er verfällt, habe ich beschlossen die Zeit zu nutzen und mal ein paar alte Freundinnen im Norden zu besuchen. Die Tour hatte dann auch gleich mit einem kleinen Schock begonnen als ich am Morgen vor dem Packen gemerkt habe, daß sich meine Schwester wohl meinen Wanderrucksack ausgeborgt hat...so mußte ich im Keller noch schnell nach einem Ersatz suchen - glücklicherweise haben wir einen riesigen Koffer- bzw. Taschenvorrat im Haus...ich kam dann auch gerade noch rechtzeitig an den Bahnhof und machte mal wieder mit der bekannten Pünktlichkeit der Deutschen Bahn Bekanntschaft...
Erste Station war Münster, die Fahrradstadt, wo ich schon mehrmals während meiner Studienzeit zu diversen Medizinertreffen gewesen bin. Da Weihnachten naht haben wir uns nachmittags zunächst mal in die Stadt gemacht, um neben etwas Sightseeing auch mal auf dem Weihnachtsmarkt vorbeizuschauen. Wie es sich gehört sind wir dazu mit dem Fahrrad gefahren. Ich habe freundlicherweise ein grünes Hollandrad geliehen bekommen. Zur Stärkung gab's dort erst einmal Grünkohl serviert. Wie in Heidelberg ist der Weihnachtsmarkt in Münster leider etwas verstreut in der Innenstadt.


Standesgemäß unterwegs mit dem Fahrrad


Am Dom


Das Rathaus


Am Prinzipalmarkt


Münsteraner Weihnachtsmarkt

Anschließend ging es dann in den Supermarkt...denn wie im Fernsehen war mal wieder ein "Perfektes Dinner" geplant und ein 5-Gänge-Menü mußte her...gemeinsam mit noch einem anderen kochbegeisterten Freund haben wir uns dann bei Aldi-Nord mit dem nötigsten eindeckt. Bei der Wahl für den Hauptgang wurden wir leider nicht so richtig fündig, so daß dann eher "Kochduell"-mäßig etwas improvisiert werden mußte...naja, in solchen Situationen merkt man dann wie gut eine Küche ausgestattet ist...also verhungert sind wir nicht...


Asiaten bei ihrer Lieblingsbeschäftigung - Essen und Tratschen


Überbackene Zwiebelsuppe


Feldsalat mit Champignons, Speck und knusprigen Croutons


Ratatouille mit Knoblauchbrot


Schweinefilet in improvisierter Sauce Bernaise


Rosmarin-Thymian Kartoffeln aus dem Backofen


Zum Schluß ein Obstsalat


Enak!

Am nächsten Tag sind wir schließlich noch mit den Fahrrädern an den Aasee gefahren, um etwas bei strahlenden Sonnenschein spazieren zu gehen. Danach haben wir noch mit frischen selbstgebackenen Zwiebelbrot lekker gebruncht bevor es dann mit dem Zug noch weiter Richtung Norden ging...


Ein Spaziergang bei Sonnenschein...


...rund um den Aasee


Schwarzes Schaf?


Blick auf dem Aasee